Regierungsmaschinen sicher umgerüstet

Dienstag, 29. März 2016

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  • A319 CJ
    A319 CJ

    Erprobungsteam bestehend aus Wehrtechnischer Dienststelle für Luftfahrzeuge (WTD 61), DLR, FedEx, Federal Aviation Administration (FAA) und der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg).

  • Blick ins Cockpit
    Blick ins Cockpit

    DLR-Testpilot Hans-Jürgen Berns und der amerikanische FAA-Testpilot.

  • Abflug von Victorville, Kalifornien, zum Testgelände
    Abflug von Victorville, Kalifornien, zum Testgelände

    Hinter den Bergen beginnt Los Angeles.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wirkte bei der Erprobung der Umrüstung der Flugzeuge der Bundesregierung vom Typ A319 CJ im amerikanischen Victorville mit. Seit 2014 wird während verschiedener Kampagnen in den USA sowie in Deutschland das LAIRCM-System (Large Aircraft Infrared Countermeasures) als Modifikation erprobt. Bei dieser Einrüstung handelt es sich um eine reine Selbstschutzanlage. Die Regierungsmaschinen sollen so beispielsweise vor Angriffen mit infrarotgelenkten Boden-Luft-Raketen durch Terroristen geschützt werden. Nun kamen die in den USA durchgeführten Tests zu einem erfolgreichen Abschluss.

Prüfung der Modifikationen durch das DLR

Änderungen am Flugzeug bedeuten immer auch Änderungen von Flugeigenschaften, wie Stabilität, Steuerbarkeit und Reaktion auf äußere Störungen. Damit die Umbauten an den Regierungsfliegern zugelassen werden können, mussten die Modifikationen inner- und außerhalb des Flugzeugs in Flugversuchen geprüft und für sicher befunden werden. Dazu stellte die DLR-Einrichtung Flugexperimente aus Oberpfaffenhofen und Braunschweig für Teile der Erprobungskampagne in den USA den verantwortlichen Testpiloten und von Juni 2015 bis März 2016 in den USA und in Deutschland den verantwortlichen Flugversuchsingenieur.

Erfolgreiche Kooperation

Die Kampagnen wurden in Kooperation mit der Wehrtechnischen Dienstelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgeräte der Bundeswehr (WTD 61), der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung und mit Hilfe von FedEx und der US Air Force durchgeführt. Auftraggeber war das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Die Bereitstellung von DLR-Piloten und Flugversuchsingenieuren für das Projekt begann 2015 und endete zum 18. März 2016. Die Gesamterprobung wird durch die WTD 61 voraussichtlich im Mai 2016 im Rahmen von zwei weiteren Kampagnen in Deutschland zum Abschluss gebracht.

In weiteren Kampagnen sollen auch die restlichen Fluggeräte der Bundesregierung (Global 5000) umgerüstet werden.

Zuletzt geändert am:
29.03.2016 11:51:43 Uhr

Kontakte

 

Fabian Locher
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Redaktion Luftfahrt

Tel.: +49 2203 601-3959

Fax: +49 2203 601-3249
Oliver Brieger
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Flugexperimente, Leiter Forschungsflugbetrieb

Tel.: +49 531 295-2800

Fax: +49 8153 28-1347