DLR erstellt hochaufgelöste Luftbilder aus den Hochwasserregionen

Dienstag, 4. Juni 2013

Forschungsflugzeug mit Luftbildkamerasystem startet am Mittwoch

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird den Einsatzkräften aktuelle Luftbilder aus den überfluteten Regionen zur Verfügung stellen. Dazu startet am Mittwoch (5. Juni 2013) das mit einem Kamerasystem ausgerüstete Forschungsflugzeug Dornier Do 228-212 und überfliegt die Städte Passau und Regensburg in Bayern, die Region um Halle an der Saale und um den Muldestausee in Sachsen-Anhalt. Die Daten werden im Anschluss vom ZKI (Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation) aufbereitet und zur Verfügung gestellt. Bei dieser Kampagne nutzen die Wissenschaftler Technologien, die für das Verkehrsforschungsprojekt VABENE (Verkehrsmanagement bei Großereignissen und Katastrophen) entwickelt wurden.

Hochaufgelöste Bilder und flexible Einsatzmöglichkeiten

Die Luftbilder ergänzen die Satellitenbilddaten, mit denen das ZKI Karten der Überflutungsregionen zur Verfügung stellt. Mit einer Auflösung von 24 mal 24 Zentimetern pro Pixel zeigen die Bilder die Lage detailgenauer als Satellitenbilder. Im Gegensatz zu Fotografien aus Hubschraubern oder Flugzeugen sind die erstellten Luftbilder georeferenziert, das heißt in das Kartennetz eingepasst, und können mit Karten verglichen und überlagert werden. "Auch wenn die Abdeckung der Region durch Satellitenbilddaten sehr gut ist, können wir mit dem Forschungsflugzeug noch flexibler hochaufgelöste Aufnahmen aus den Überflutungsgebieten erstellen und gegebenenfalls auf Anfragen des Technischen Hilfswerkes (THW ) und der Feuerwehr eingehen", beschreibt Jens Kersten vom ZKI die Vorteile der luftgestützten Bilder. Die Einsatzkräfte können auf den Satelliten- und Luftbildern erkennen, über welche Verkehrswege sie ihre Einsätze planen und welche Rettungswege bei Bedarf möglich sind.

Die Dornier Do 228-212 wird voraussichtlich am Mittwochvormittag zu ihrem Einsatz starten. An Bord ist ein digitales Luftbildkamera-System. Die Bilddaten können von den Wissenschaftlern direkt an Bord verarbeitet und mithilfe der Positions- und Fluglagedaten aus einem GPS und einem Trägheitsnavigationssystem georeferenziert werden. Die Dornier-DO 228-212 wird in 2000 Meter Höhe die bayrischen Städte Passau und Regensburg, die Region um Halle an der Saale und die Region um die Mündung der Mulde bei Roßlau sowie den Muldestausee im Landkreis Sachsen-Bitterfeld überfliegen.

VABENE: Verkehrsmanagement bei Großereignissen und Katastrophen

Das digitale DLR-3K Kamerasystem (bestehend aus drei Canon EOS Kameras, integriert in einen ZEISS Antennen-Kamera-Anbau) wurde für das Verkehrsforschungsprojekt VABENE entwickelt. Dabei nehmen die Kameras mit drei unterschiedlichen Blickrichtungen gemeinsam Bilder von dem überflogenen Gebiet auf. Um den Anforderungen für ein effektives Verkehrsmanagement gerecht zu werden, kann das System sehr schnell präzise hochaufgelöste Luftbild erstellen und verarbeiten.

Zuletzt geändert am: 04.06.2013 22:01:54 Uhr

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Das DLR-Forschungsflugzeug DO 228-212

Das DLR%2dForschungsflugzeug DO 228%2d212

Die DO 228-212 wird hauptsächlich für Fernerkundung aber auch für Meeres- und Atmosphärenforschung eingesetzt.

Luftgestütztes Monitoring: 3K-Kamerasystem

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Das 3K-Kamerasystem besteht aus drei Kameras mit drei Blickrichtungen (Nadir, Links- und Rechtsblick), die eine großflächige Aufnahme ermöglichen.

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Links

  • DLR-Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI)
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  • DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik
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  • DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung (IMF)
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