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Video: DLR-Jahresfilm 2013
Quelle: DLR.
20. Dezember 2013


Die Themenvielfalt in 2013 war wieder überwältigend: Mit dem größten Mitglied der DLR-Forschungsflotte, dem Airbus A320-232 'D-ATRA' wurde (zum Beispiel) in einem außergewöhnlichen Flugexperiment, das von DLR-Wissenschaftlern entwickelte ganzheitliches Kommunikationssystem "SANDRA" getestet. In Göttingen (hingegen) wurde ein Flug vorbereitet, der nicht vom Boden abheben sollte. Mit einem Experiment im Forschungsflugzeug Dornier 728 untersuchten DLR-Wissenschaftler, ob sich der menschliche Körper täuschen lässt. 50 Probanden sollten sich ganz auf ihr Gefühl verlassen, während sich Klima und Licht in der Kabine veränderten.

Ein Gefühl der anderen Art, nämlich, den Boden unter den Füßen zu verlieren, wird der deutsche Astronaut Alexander Gerst im nächsten Jahr erleben, wenn er zum Bewohner der Internationalen Raumstation ISS wird. Das Jahr 2013 war für ihn ein Jahr der Vorbereitung auf seine erste Mission im All. Eine Wohngemeinschaft aus Moskau machte sich ebenfalls auf den Weg ins All: Krebse, Algen, Buntbarschlarven und Schnecken lebten 30 Tage lang und in Schwerelosigkeit im Einklang miteinander und zum gegenseitigen Nutzen im Container "Omegahab". Das Mini-Ökosystem sollte DLR-Wissenschaftlern Auskunft darüber geben, wie die Bewohner auf eine Umwelt mit Weltraumstrahlung und ohne Schwerkraft reagieren.

Mit 3500 Quadratmetern Fläche und acht Modulen für die Forschung eröffnete im Juli 2013 das DLR in Köln mit dem :envihab eine medizinische Großforschungseinrichtung, in der der Mensch im Mittelpunkt steht. Kernstück des imposanten Gebäudes ist die weltweit einzigartige Zentrifuge.

Windanlagen der Zukunft werden größer, effizienter und leiser als bisher sein. Eine Herausforderung an das Material, der sich DLR-Wissenschaftler am Standort Stade mit Rotorblättern aus extrem leichten und zugleich stabilen Kohlefaserverstärktem Kunststoff stellen. Die Wissenschaftler forschen daran, wie das Material der Zukunft für Windanlagen in einer Art "Schnellkochtopf" optimal verarbeitet werden kann.

Werkstoffforschung, Solarforschung und Technische Thermodynamik unter einem Dach: Im neuen Kompetenzzentrum CeraStorE am DLR-Standort Köln wird gemeinsam seit März 2013 auf über 1000 Quadratmetern Fläche für eine nachhaltige Energieversorgung geforscht. Der Bogen wurde weit gespannt: von der Materialentwicklung, bis hin zum funktionstüchtigen Solarkraftwerk oder zu effizienteren Gasturbinen, die Fragestellungen sind vielfältig.