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Video: Langsamer, leiser, leichter: Luftfahrtforschungsprojekt HINVA
05. Mai 2015

Langsamer, leiser, leichter: Luftfahrtforschungsprojekt HINVA

Im Verbundprojekt HINVA (High Lift Inflight Validation) untersuchen Wissenschaftler des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in bisher unerreichter Genauigkeit und Detaillierung, wie sich die Strömung im Langsamflug an den Tragflächen und Landeklappen sowie insbesondere im Bereich der Triebwerksgondeln verhält.

Damit die Forscher später am Computer detailliert das Strömungsgeschehen auf der Tragfläche des Forschungsfliegers ATRA nachvollziehen können, haben sie ausgefeilte Messtechniken entwickelt, die in mehrwöchiger Vorbereitungszeit auf beiden Flügeln montiert wurden. Die TU-Berlin verteilte rund 25 faustgroße, flache Heißfilme, um die Reibungseffekte auf einer Tragfläche zu messen; dazu neun zugehörige Kalibriersonden sowie vier Grenzschichtrechen für Geschwindigkeitsmessungen. Die TU-Braunschweig beteiligte sich mit vier eigens entwickelten Geräten zur Vermessung der Luftströmung über der Tragfläche, die aufgrund ihrer Form auch „Grenzschicht-Mäuse“ genannt werden. Bei der unmittelbar über die Tragfläche strömenden Luft spricht man von der sogenannten Grenzschicht, deren Verhalten entscheidend für eine optimale Umströmung ist.