Der DLR-Standort Stuttgart

Wissenschaftsminister der kanadischen Provinz Ontario besucht DLR-Fahrzeugforscher

Montag, 28. August 2017

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  • Testfahrt im E%2dSmart mit Brennstoffzellen%2dRange%2dExtender
    Testfahrt im E-Smart mit Brennstoffzellen-Range-Extender

    Wissenschaftsminister Reza Moridi (rechts) am Steuer des mit einem Brennstoffzellen-Range-Extender ausgerüsteten elektrischen Smart.

  • Neuartige Crashabsorber machen das Auto der Zukunft sicherer
    Neuartige Crashabsorber machen das Auto der Zukunft sicherer

    Dr. Elmar Beeh (Mitte, DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte) erklärt dem Gast Reza Moridi (link, Wissenschaftsminister der Provinz Ontario), wie bei einem Crash mit Hilfe spezieller Strukturen möglichst viel Energie absorbiert werden kann (rechts: Dr. Michael Schier, DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte).

  • Anlässlich der seit 30 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen dem Land Baden-Württemberg und der kanadischen Provinz Ontario besuchte deren Wissenschaftsminister das DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte in Stuttgart.
  • Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Themen Leichtbau und Crashsicherheit im Automobilbereich sowie der weitere Ausbau gemeinsamer Forschungsaktivitäten.
  • Schwerpunkt(e): Leichtbau, nachhaltige Mobilität

Im Zuge der seit 30 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und der kanadischen Provinz Ontario besuchte der Wissenschaftsminister, Reza Moridi, am 28. August 2017 das Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Stuttgart. Die Provinz Ontario zeichnet sich wie die Region Stuttgart durch eine starke Automobilindustrie aus. Beide arbeiten an Technologien für die intelligente und nachhaltige Mobilität von morgen.

Fügetechnik, Sandwichstrukturen und Crashtests: DLR-Expertise für Leichtbau

Im Zentrum des Ministerbesuchs standen die Themen Leichtbau und Crashsicherheit von Fahrzeugen sowie der Austausch zu weiteren gemeinsamen Aktivitäten. Auf einem Rundgang durch die Labore und Versuchsanlagen gaben die DLR-Forscher Wissenschaftsminister Moridi einen Einblick in aktuelle Projekte: Zum Beispiel untersuchen die Mitarbeiter des Forschungsfelds Fahrzeugsysteme und Technologiebewertung zukünftige Fahrzeugkonzepte für den Straßen- und Schienenverkehr aus einer umfassenden Perspektive, die Technik, Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt umfasst. So können neuartige Technologien ganzheitlich bewertet werden.

Im Fügelabor stellten die Fahrzeugforscher dem Minister ihre Arbeiten im Bereich der Fügetechnik für Strukturen aus Sandwichmaterialien vor. Im Gegensatz zur herkömmlichen Vollstahlkarosserie werden bei der Sandwichbauweise hybride Werkstoffe verwendet. Diese setzen sich aus zwei unterschiedlichen Materialien zusammen, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Eine feste, steife Decklage nimmt die auf das Fahrzeug wirkenden Kräfte auf. Dazwischen befindet sich ein sehr leichter Kern, zum Beispiel aus Schaumstoffen oder einer Wabenstruktur. Dieser spezielle Aufbau macht die Strukturen bei geringem Gewicht sehr biege- und beulsteif, sie kann so bei einem Crash sehr viel Energie aufnehmen. Mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie entwickelt das DLR die entsprechenden Fügetechniken für diese Materialien, um deren Einsatz für den Automobilbau attraktiver zu machen.

Um Strukturen und Komponenten aus diesen neuartigen Werkstoffen auf ihre Crasheigenschaften zu testen, verfügt das Institut über eine eigene Komponentenprüfanlage, die ebenfalls Teil des Besuchsprogramms war. Zum Abschluss des Rundgangs absolvierte der Minister eine kurze Testfahrt in einem ganz speziellen Elektro-Smart. Um dessen Reichweite zu erhöhen, haben ihn die DLR-Ingenieure mit einem Brennstoffzellen-Range-Extender ausgerüstet und untersuchen aktuell das Zusammenspiel dieser Systeme.

Gemeinsam Forschung für das leichte und sichere Auto der Zukunft

Das DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte baut seit mehreren Jahren erfolgreich seine Beziehungen nach Ontario aus und arbeitet bereits erfolgreich mit den kanadischen Hochschulen, der University of Waterloo und der University of Windsor, zusammen. Neben gemeinsamen Forschungsprojekten, Veröffentlichungen und Symposien tauschen die Partner auch wissenschaftliche Mitarbeiter, Studierende, Doktoranden und Postdoktoranden aus. In Zukunft wollen beide Seiten zusammen auch Projekte im Rahmen des von der Landesagentur Leichtbau BW geleiteten Transatlantic Cluster for Lightweighting durchführen.

Zuletzt geändert am:
28.08.2017 15:41:34 Uhr

Kontakte

 

Denise Nüssle
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Stuttgart

Tel.: +49 711 6862-8086

Fax: +49 711 6862-636
Dr.-Ing. Elmar Beeh
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Fahrzeugkonzepte, Abteilung Werkstoff- und Verfahrensanwendungen Gesamtfahrzeug

Tel.: +49 711 6862-8311
Dr.-Ing. Michael Schier
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Fahrzeugkonzepte, Abteilung Fahrzeug-Energiekonzepte

Tel.: +49 711 6862-535

Fax: +49 711 6862-258
Marc Jochemich
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Internationale Zusammenarbeit

Tel.: +49 2203 601-3752