Bundeswirtschaftsminister Rösler informiert sich beim DLR Stuttgart über Energiespeicher der Zukunft

Donnerstag, 23. August 2012

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler besuchte am 23. August 2012 das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart. Der Minister informierte sich über den Stand von Forschung und Entwicklung bei Energiespeichern. Speicher sind eine Schlüsselkomponente im Energiesystem der Zukunft. Sie können Fluktuationen der Erneuerbaren Energien im Stromnetz ausgleichen und damit einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren Versorgung leisten. DLR-Forscher entwickeln auf diesem Gebiet neuartige Batterien und Wärmespeicher und arbeiten an Herstellungsverfahren von Wasserstoff und alternativen Brennstoffen.

Wissenschaftler forschen für den Umbau des Energiesystems

Bei einem Rundgang durch das DLR Stuttgart besuchte der Bundesminister Forschungslabore und -anlagen und tauschte sich mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus. "Der Energieforschung kommt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Energiewende zu. Wir brauchen technologische Fortschritte und vor allem brauchen wir exzellente Wissenschaftler, Ingenieure und Spezialisten. Ich konnte mich von den guten Forschungsbedingungen und den leistungsfähigen, engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier im DLR überzeugen und freue mich, dass das DLR mit ehrgeizigen Zielen an der Umsetzung der Energiewende erfolgreich mitwirkt", sagte Rösler. Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR, bekräftigte beim Besuch des Ministers: "Das DLR leistet in der Energieforschung wichtige Beiträge zum Umbau des Energiesystems, gefördert durch das BMWi und über Projekte mit der Industrie. Energiespeicher sind ein wesentliches Feld in der DLR-Energieforschung und ein Schlüsselbereich für den Erfolg der Energiewende. Die nachhaltige Energieversorgung ist ein langfristiges Projekt, wenn nicht ein Generationenprojekt. Damit es gelingt, braucht es das stetige und unermüdliche Engagement aus Forschung, Unternehmen und Politik."

Leistungsfähigere Batterien und Wasserstoff aus überschüssiger Windenergie

Der Minister besichtigte bei seinem Besuch das Batterielabor des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik, in dem Forscher an Lithium-Schwefel- und Lithium-Luft-Batterien arbeiten. Ziel der Forschungsarbeiten ist die Entwicklung von Batterien mit einer deutlich höheren Energiedichte. Außerdem informierte sich Rösler über die Möglichkeiten, Wasserstoff in großem Maßstab zum Beispiel aus überschüssiger Windenergie herzustellen. In diesen elektrischen und chemischen Speichern kann Energie über Tage oder sogar Monate gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden. Eine weitere Möglichkeit Energie langfristig zu speichern sind flüssige synthetische Kohlenwasserstoffe. Im Vergleich zu gasförmigem Wasserstoff sind sie zudem wesentlich einfacher und sicherer zu handhaben. Im Labor beobachtete der Minister, wie die Forscher des DLR-Instituts für Verbrennungstechnik an einer möglichst schadstoffarmen Verbrennung der flüssigen Kohlenwasserstoffe arbeiten.

Effizient und kostengünstig: Wärmespeicher

Für eine kürzere Zeitspanne vom mehreren Stunden kann Energie sehr effizient und kostengünstig in Form von Wärme gespeichert werden. Dieses Verfahren spielt vor allem in der Industrie und bei großen Solarthermischen Kraftwerken eine wichtige Rolle. Wirtschaftsminister Rösler besichtigte dazu die Wärmespeicher-Versuchsanlage "Hotreg" an der Speichereigenschaften von unterschiedlichen Materialien erprobt werden. Hier wird unter anderem an der Auslegung des unterirdischen Druckluftspeichers ADELE (Adiabater Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung) geforscht, ein vom BMWi gefördertes Projekt, bei dem das DLR zusammen mit RWE, General Electric (GE) und Züblin arbeitet.

Zuletzt geändert am: 24.08.2012 08:38:43 Uhr

URL dieses Artikels

  • http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10177/254_read-4805/year-all/254_page-2/

Kontakte

Dorothee Bürkle
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Redaktion Energie, Verkehr

Tel.: +49 2203 601-3492

Fax: +49 2203 601-3249
Dr. Rainer Tamme
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Technische Thermodynamik

Tel.: +49 711 6862-440

Fax: +49 711 6862-632
Prof. Dr. Manfred Aigner
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Direktor des Instituts für Verbrennungstechnik

Tel.: +49 711 6862-309

Fax: +49 711 6862-578

Bundeswirtschaftsminister Rösler besucht das DLR in Stuttgart

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und DLR-Vorstandsvorsitzender Johann-Dietrich Wörner tauschten sich über Energiespeicher der Zukunft aus. Der Wirtschaftsminister besuchte das DLR Stuttgart am 23. August 2012.

Effizient und kostengünstig: Wärmespeicher

DLR%2dRoesler03.jpg

Für kürzere Zeitspannen kann Energie sehr effizient und kostengünstig in Form von Wärme gespeichert werden. Wirtschaftsminister Rösler informiert sich über die Wärmespeicher-Versuchsanlage HOTREG in Stuttgart. v.l.n.r.: Prof. Ulrich Wagner, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, Prof. Johann-Dietrich Wörner, DLR-Vorstandsvorsitzender, Bundeswirtschaftsminister Rösler, Dr. Rainer Tamme, Leiter DLR-Institut für Technische Thermodynamik.

Fragen zu Energiespeichern und ihrer Erforschung

Medieninteresse beim Besuch des Bundeswirtschaftsministers Philipp Rösler beim DLR in Stuttgart. Der Minister informierte sich bei den Wissenschaftlern über Energiespeicher der Zukunft. (Prof. Johann-Dietrich Wörner, DLR-Vorstandsvorsitzender (l); Bundeswirtschaftsminister Rösler).

Links

  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
    (http://www.bmwi.de)