Landesminister Untersteller informiert sich beim DLR Stuttgart über Wasserstofftechnologien für den Energie- und Verkehrssektor
Freitag, 14. September 2012
Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller war am 14. September 2012 zu Gast beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart. Im Mittelpunkt seines Besuches standen aktuelle Forschungsprojekte aus dem Bereich der Wasserstofftechnologie für Anwendungen im Energie- und Verkehrssektor.
Wasserstoffherstellung und Nutzung
Bei einem Rundgang durch Forschungslabore und Prüfstände informierte sich der Minister zu den aktuellen Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet und tauschte sich mit den Wissenschaftlern aus. Am Institut für Technische Thermodynamik arbeiten die DLR-Forscher unter anderem an effizienten und gleichzeitig umweltfreundlichen Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff. Mit Hilfe von elektrischer Energie wird Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff gespalten. Letzterer kann dann als Energieträger genutzt werden kann. Eine effiziente Nutzung zur Stromerzeugung ist mittels Brennstoffzellen möglich. Hier wurden aktuelle Forschungsergebnisse zu verschiedenen Brennstoffzellen-Typen gezeigt.
Dezentrale und hocheffiziente Energieversorgung
Die Forschungsaktivitäten des Instituts für Verbrennungstechnik zur dezentralen und zentralen Energieversorgung mittels Mikro- und Großgasturbinen zeigen einen weiteren Aspekt der Expertise des DLR Stuttgart. Mit der Mikrogasturbine präsentierten die Wissenschaftler dem Minister eine zukunftsweisende Möglichkeit der dezentralen und hocheffizienten Energieversorgung.
Anhand von aktuellen Projekten zur Nutzung von Erdgas, Holzgas und Wasserstoff wurden die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Mikrogasturbinen-Technologie vorgestellt. Die in Zusammenarbeit mit Industriepartnern entwickelten Mikrogasturbinen sollen in der geplanten standorteigenen Energiezentrale zukünftig einen Großteil des Strom-, Wärme- und Kältebedarfs abdecken.
Energiewandler und Energiespeicher für Fahrzeuge
Mit dem Freikolbenlineargenerator (FKLG) und dem Thermoelektrischen Generator (TEG) demonstrierte das Institut für Fahrzeugkonzepte dem Landesumweltminister Franz Untersteller, die effiziente Energienutzung in Fahrzeugsystemen.
Der FKLG kann als Range Extender, also als zusätzliches Aggregat, das die Reichweite eines Elektrofahrzeugs verlängert, eingesetzt werden. Dadurch kann eine kleinere Batterie eingesetzt werden, das Fahrzeug wird so insgesamt leichter. Der TEG wandelt einen Teil der beim Verbrennungsvorgang entstehenden Abwärme in elektrische Energie um und macht sie so beispielsweise zum Betreiben der Klimaanlage nutzbar.