Ministerialdirektor Rolf Schumacher besucht DLR Stuttgart
Freitag, 14. Dezember 2012
Ministerialdirektor Rolf Schumacher aus dem baden-württembergischen Finanz- und Wirtschaftsministerium war am 14. Dezember zu Gast im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart. Bei einem Rundgang durch die Labore und Prüfstände informierte er sich über aktuelle Forschungsprojekte aus den Bereichen Energie und Verkehr. "Das DLR zählt zu den größten ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Deutschland. Fördermittel für wirtschaftsnahe Spitzenforschung sind gut angelegtes Geld, weil das dort produzierte Wissen Innovationen in Unternehmen ermöglicht", sagte Schumacher.
Zukunftsthemen Energiespeicher und dezentrale Energieversorgung
Von Batterien, Brennstoffzellen und Wasserstoff bis hin zu einem breiten Spektrum an thermischen Energiespeichertechniken– am Institut für Technische Thermodynamik arbeiten Wissenschaftler an effizienten und ressourcenschonenden Speichertechnologien für mobile und stationäre Anwendungen. An zukunftsweisenden Wegen der dezentralen Energieversorgung forscht das Institut für Verbrennungstechnik. Hier informierte sich Schumacher über die Einsatzmöglichkeiten von Mikrogasturbinen. Sie produzieren Strom und Wärme nah am Verbraucher produzieren und sind eine effiziente, schadstoffarme Ergänzung zu großen Kraftwerken.
Energiewandler für den Automobilbereich
Am Institut für Fahrzeugkonzepte erhielt Ministerialdirektor Schumacher zudem einen Einblick in Forschungsprojekte aus dem Bereich der alternativen Energiewandler. Ein in die Abgasanlage eingebauter thermoelektrischer Generator wandelt die beim Fahren entstehende Wärme in elektrische Energie zurück. Diese wird dann ins Bordnetz eingespeist und unterstützt beispielsweise die Lichtanlage. Mit dem Freikolbenlineargenerator arbeiten die Wissenschaftler außerdem an einem effizienten und mit unterschiedlichen Brennstoffen betreibbaren Range-Extender für Elektroautos.
Das DLR in Baden-Württemberg
Im Südwesten ist das DLR mit sieben Instituten an den beiden Standorten Stuttgart und Lampoldshausen vertreten. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg fördert die Forschungseinrichtung im Jahr 2012 mit rund 5,3 Millionen Euro, die in die Grundfinanzierung fließen.