MEET AN ASTRONAUT: DLR und Universität Stuttgart bringen Raumfahrtnachwuchs und Astronauten zusammen

Mittwoch, 3. Juli 2013

Wie schläft man im All? Nimmt man in der Schwerelosigkeit Beschleunigung wahr? Was passiert, wenn ein Astronaut richtig krank wird? Und welcher Teil des Astronauten-Trainings macht am meisten Spaß? – Bei der gemeinsamen Veranstaltung „MEET AN ASTRONAUT“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Instituts für Raumfahrtsysteme (IRS) der Universität Stuttgart am 3. Juli 2013 nutzten rund 600 raumfahrtbegeisterte Schüler und Studierende die Gelegenheit, gleich drei internationale Astronauten nach ihren Erlebnissen im All zu fragen. Neben der amerikanischen Geschäftsfrau Anousheh Ansari, die im Jahr 2006 neun Tage auf der Internationalen Raumstation ISS verbrachte, berichteten der erst im März 2013 zurückgekehrte russische ISS-Bordingenieur Evgeny Tarelkin sowie Prof. Dr. Ernst Messerschmid, der 1985 als Nutzlastspezialist mit dem Space Shuttle Challenger geflogen ist, über ihre Arbeit im Weltraum und deren Nutzen für die Erde.

Bereits im Vorfeld der Podiumsdiskussion auf dem Vaihinger Campus der Universität präsentierten ausgewählte Schüler- und Studierendengruppen aus der Region Stuttgart den Astronauten ihre Raumfahrtprojekte. Während die Schüler des Jugendforschungszentrums Aerospace Lab aus Herrenberg selbst programmierte Roboter und ihr Mikrosatelliten-Projekt vorführten, hatte die SOFIA-Arbeitsgemeinschaft des Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Gymnasiums unterschiedliche Experimente im Gepäck, um kosmische Objekte im Infrarotbereich zu untersuchen – ähnlich wie beim großen Vorbild, der fliegenden Sternwarte SOFIA. Studierende der Universität Stuttgart stellten den Raumfahrern ihre Arbeiten für die Lageregelungstechnik von Kleinsatelliten sowie für eine komplett selbst konstruierte Experimentalrakete vor. „Nach wie vor ist die von der Raumfahrt ausgehende Faszination beim Nachwuchs ungebrochen. Sie motiviert viele Studierende und Schüler, sich intensiv mit technischen und naturwissenschaftlichen Fragen zu beschäftigen und auch bei schwierigen Herausforderungen dabei zu bleiben – das ist heute wieder eindrucksvoll sichtbar geworden“, fasste Ernst Messerschmid zusammen, der seit 1986 am Stuttgarter Institut für Raumfahrtsysteme lehrt.

Im Anschluss an die Fragerunde standen Anousheh Ansari, Evgeny Tarelkin und Ernst Messerschmid für gemeinsame Fotos und Autogramme zur Verfügung. Im mobilen Sojus-Simulator des Instituts für Raumfahrtsysteme zeigten Studierende außerdem ihr Können beim Andocken des Sojus-Raumschiffes an die internationale Raumstation. Auch der russische ISS-Bordingenieur Evgeny Tarelkin drehte eine Runde im Simulator und schilderte seine Erlebnisse beim realen Andockmanöver während seines Raumfluges.
Ob als Astronaut oder Wissenschaftler – am Karrierestand des DLR konnten sich Schüler wie Studierende zudem über Berufswege in die Raumfahrtbranche informieren.

Zuletzt geändert am: 03.07.2013 19:43:10 Uhr

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