NRW-Klimaschutzminister übergibt Fördermittel an DLR

Dienstag, 29. November 2011

Der nordrhein-westfälische Klimaschutzminister Johannes Remmel übergab am 29. November 2011 einen Zuwendungsbescheid für das Energieprojekt "TURIKON" an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die anderen Projektpartner. Im Rahmen seines Besuchs gab es Gelegenheit zum Austausch mit dem DLR-Vorstandsvorsitzenden Professor Johann-Dietrich Wörner und dem DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, Professor Ulrich Wagner.

Neue Turbinen und innovative Kraftwerke

TURIKON steht für neue Dampf-Turbinen für innovative Energie- und Kraftwerks-Konzepte. Dahinter verbirgt sich die Entwicklung neuartiger Dampf- und Prozessgasturbinen für Kraftwerke der Zukunft. Diese sollen einen höheren Wirkungsgrad haben. Zudem sollen sie schnell regelbar sein und so Strom nach Bedarf ins Netz einspeisen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Einsatz der Turbinen mit sowohl regenerativen, als auch konventionellen Energieträgern.

Für das DLR bringen vor allem die Wissenschaftler des DLR-Instituts für Solarforschung ihr Fachwissen ein: im Fokus steht die Konfektionierung der Turbinen für die besonderen Anforderungen im Betrieb Solarthermischer Kraftwerke.

Unterschiedliche Partner – gemeinsame Ziele

An dem Gemeinschaftsprojekt ist neben dem DLR und dem Projektleiter MAN Diesel & Turbo aus Oberhausen auch die Universität Duisburg-Essen, mit dem Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik, beteiligt.

Minister Remmel betonte das Potential dieser Zusammenarbeit: "Das Projekt TURIKON ist ein hervorragendes Beispiel für Innovationen aus Nordrhein-Westfalen und zeigt uns: Klimaschutz ist nicht nur eine ökologische Herausforderung, sondern auch eine ökonomische Chance. In diesem Segment entstehen riesige Märkte, die NRW-Wirtschaft hat hier die Möglichkeit große Wachstumschancen zu entwickeln."

Prof. Wörner unterstrich zusätzlich die Bedeutung einer zielführenden Zusammenarbeit zwischen Industrie, Universität sowie Forschung und Entwicklung. "Hier bewegen wir uns auf vertrautem Terrain." setzte er mit Blick auf die langjährigen Erfahrungen im DLR hinzu.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 6,7 Millionen Euro. Die Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen hat daran einen Anteil von rund 3 Millionen Euro.

Zuletzt geändert am: 29.11.2011 16:41:30 Uhr

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Kontakte

Michel Winand
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Köln

Tel.: +49 2203 601-2144

Fax: +49 2203 601-3502
Bernhard Milow
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

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Prof. Wagner, Minister Remmel, Prof. Wörner (v.l.n.r.)

Prof. Wagner, Minister Remmel, Prof. Wörner (v.l.n.r.)

Im Rahmen seines Besuchs gab es Gelegenheit zum Austausch mit dem DLR-Vorstandsvorsitzenden Professor Johann-Dietrich Wörner und dem DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, Professor Ulrich Wagner.

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Links

  • DLR-Institut für Solarforschung
    (http://www.dlr.de/sf/)
  • Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW
    (http://www.umwelt.nrw.de/)