Energie

Sichere Stromversorgung durch erneuerbare Energien

Freitag, 25. Mai 2012

  • Solarthermisches Turmkraftwerk Solarthermisches Turmkraftwerk

    Solarthermisches Turmkraftwerk

    Solarthermisches Turmkraftwerk mit dem dazugehörigen Heliostatenfeld auf der Plataforma Solar de Almería.

  • Parabolrinnenanlage Parabolrinnenanlage

    Parabolrinnenanlage

    Parabolrinnenanlage auf der Plataforma Solar de Almería

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Der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein Kernelement der Energiewende. Um Grundlast und Regelleistung zu garantieren, braucht es ergänzend zu Windkraft und Photovoltaik weitere flexibel regelbare und gleichzeitig CO2-freie Energiequellen. Über zukunftsweisende Lösungen für die Energiewende haben Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beim Kongress "Sichere Stromversorgung durch erneuerbare Energien" am 23. Mai 2012 in Stuttgart diskutiert. Die Konferenz wurde organisiert vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zusammen mit den Ministerien für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg und der IHK Region Stuttgart.

Verbindung von Technologie, Markt und Politik

"Für mehr Energieeffizienz und einen höheren Anteil erneuerbarer Energien müssen innovative Kraftwerkstechnik, Netzausbau, Stromspeicher und Lastenmanagement zusammenspielen. Nur durch eine sinnvolle Kombination technischer und marktlicher Maßnahmen lässt sich das ambitionierte Ziel der Bundesregierung erreichen, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent zu senken", fasst der DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, Prof. Ulrich Wagner, die Hauptaufgabe für alle Akteure zusammen. Umweltminister Untersteller wies darauf hin, dass das Geld, das heute noch für Öl- und Gasrechnungen ins Ausland überwiesen werde, für fossile, endliche und damit nicht nachhaltige Ressourcen eingesetzt werde. "Da macht es sicherlich mehr Sinn, sich zu überlegen, wie wir die Zukunft unserer Energieversorgung langfristig nachhaltig durch erneuerbare Energien gestalten können."

Im Fokus: Die Rolle von Stromimporten

Stromimporte aus solarthermischen Kraftwerken im Sonnengürtel Nordafrikas bieten hohe Flexibilität und große Potenziale: Mit entsprechender Speichertechnologie können diese Anlagen rund um die Uhr Strom bereitstellen und beispielsweise europäische Ballungszentren mit Energie versorgen. In Spanien arbeiten eine ganze Reihe solcher Anlagen im Dauerbetrieb, in Nordafrika stehen die ersten unmittelbar vor der Umsetzung. Bei der Entwicklung und Planung haben das DLR Stuttgart sowie Unternehmen aus Baden-Württemberg einen wesentlichen Beitrag geleistet.

Neue Geschäftsfelder für Unternehmen

Ob etablierte Mittelständler wie Eisenmann und die M+W Group oder junge Firmen wie Novatec Solar oder sbp sonne – viele baden-württembergische Unternehmen wirken aktiv an der Konzeption und dem Bau solarthermischer Kraftwerke mit. Die Spanne reicht dabei von der Entwicklung neuer Technologien für Kollektoren über komplette Solarfeldkomponenten bis hin zu Reinigungsrobotern. 

Das DLR

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig.

Zuletzt geändert am:
24.05.2012 08:32:03 Uhr

Kontakte

 

Dorothee Bürkle
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Redaktion Energie, Verkehr

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Denise Nüssle
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Stuttgart: Presse, Website, Social Media

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Dr. Rainer Tamme
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Technische Thermodynamik

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