Konzentrierende Solartechnik: DLR und das Australian Solar Institute forschen gemeinsam

Mittwoch, 16. März 2011

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Australian Solar Institute (ASI) haben am 16. März 2011 in Berlin eine Forschungskooperation auf dem Gebiet der konzentrierenden Solartechnik vereinbart. Den Vertrag unterzeichneten der australische Minister für Innovation, Industrie, Wissenschaft und Forschung, Senator Kim Carr, und DLR-Vorstandsmitglied Prof. Ulrich Wagner. Der Einsatz der Technik eignet sich vor allem in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung, zu denen weite Teile Australiens gehören.

"Gute Voraussetzung für die Kostensenkung von Solarstrom"

"Australiens Engagement für eine klimafreundliche Energieversorgung, eine sehr gute Forschungsinfrastruktur und natürlich die hervorragende solare Einstrahlung sind für uns gute Voraussetzungen, auf der Basis der im DLR entwickelten Technologien gemeinsam weiter an der Kostensenkung für Solarstrom zu arbeiten", freut sich Prof. Ulrich Wagner auf die Zusammenarbeit. Das DLR forscht seit mehr als 30 Jahren mit einem der größten Forscherteams weltweit auf dem Gebiet der konzentrierenden Solartechnik.

Senator Kim Carr betonte, wie wichtig Forschung und Innovation seien, um insbesondere in den Bereichen Umweltschutz und Energiesicherheit Ergebnisse zu erzielen, die Australien und der Internationalen Gemeinschaft nutzen. "Diese jüngste Initiative wird Australiens beste Solarforscher mit denen in Deutschland zusammenbringen, um den technologischen Durchbruch zu forcieren, der notwendig ist, damit Solarenergie künftig in Australien, Deutschland und überall auf der Welt eine zukunftsfähige und nachhaltige Energiequelle wird", sagte der australische Wissenschaftsminister weiter.

ASI-Direktor Mark Twidell sagte: "Durch diese Partnerschaft können australische Forscher zusammen mit dem DLR, einem auf diesem Gebiet ebenfalls führenden Forschungszentrum, Kosten und Effizienz der konzentrierenden Solartechnik weiter verbessern." Die australische Regierung hat mit ihrer Initiative für Erneuerbare Energien fünf Milliarden australische Dollar für Forschung, Entwicklung und Demonstration für CO2-arme Energietechnologien bereitgestellt. Das Australian Solar Institute wurde im Rahmen dieser Initiative gegründet, es unterstützt australische Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf dem Gebiet der Solarenergie mit insgesamt 150 Millionen australischen Dollar.

Zusammenarbeit in vielen Bereichen geplant

Um ihre Ressourcen möglichst effektiv einzusetzen, wollen die Partner in Zukunft gemeinsame Forschungsprojekte durchführen und ihre Einschätzungen bezüglich der Chancen und Risiken der Technologien und Märkte austauschen. Weiterhin wollen sie sich bei internen Evaluationen und Projektbewertungen unterstützen und über den Austausch von Wissenschaftlern bei der Graduierten- und Postgraduierten-Ausbildung zusammenarbeiten. Die Partner wollen sich außerdem für die Einrichtung eines deutsch-australischen Forschungsförderprogramms auf diesem Gebiet einsetzen.

Als einen ersten konkreten Schritt der Zusammenarbeit planen die Forscher ein beim DLR entwickeltes Reaktor-System zur solaren Umwandlung von Methan in Wasserstoff in der australischen Versuchsanlage im Solar Center Forschungsinstitut der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) in Newcastle aufzubauen. Vor Ort können sie dann seine Leistungsfähigkeit mit australischen Systemen vergleichen.

Zuletzt geändert am: 13.07.2011 11:40:32 Uhr

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Vertragsunterzeichnung mit dem Australian Solar Institute

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Das DLR und das Australian Solar Institute haben am 16. März 2011 in Berlin eine Forschungskooperation auf dem Gebiet der konzentrierenden Solartechnik vereinbart. Den Vertrag unterzeichneten der australische Minister für Innovation, Industrie, Wissenschaft und Forschung, Senator Kim Carr (rechts) und DLR-Vorstandsmitglied Prof. Ulrich Wagner.

Die Sonne nutzen: Parabolrinnenanlage in Almería (Südspanien)

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Das DLR forscht an Energien der Zukunft unter anderem in Stuttgart, Köln und Almería (Südspanien). Mit Wärmespeichern lässt sich die Stromproduktion solarthermischer Kraftwerke von den Schwankungen der Sonneneinstrahlung entkoppeln. Solarthermischer Kraftwerke könnten so auch nachts und bei starker Bewölkung immer gleichmäßig Strom liefern.

Links

  • DLR-Institut für Technische Thermodynamik
    (http://www.dlr.de/tt)
  • DLR-Institut für Solarforschung
    (http://www.dlr.de/sf/)
  • ASI
    (http://www.asi.it/)