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Bundespräsident Wulff und niedersächsischer Ministerpräsident McAllister besuchen DLR-Zentrum für Faserverbundleichtbau in Stade

Bundespräsident Wulff und niedersächsischer Ministerpräsident McAllister besuchen DLR-Zentrum für Faserverbundleichtbau in Stade

Mittwoch, 18. Mai 2011

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    Zu Besuch im DLR-Standort Stade: Bundespräsident Wulff und der niedersächsische Ministerpräsident McAllister

    Professor Rolf Henke, DLR-Luftfahrt-Vorstand, und Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR, erläutern anhand des Modells ALNA (Advanced Low Noise Aircraft) das Prinzip leiser und umweltfreundlicher Flugzeuge. Zu Gast im Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) des DLR in Stade waren am 18. Mai 2011 Bundespräsident Christian Wulff sowie der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister in Begleitung ihrer Frauen Bettina Wulff und Dunja McAllister.

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    Der Gebäudekomplex des CFK-NORD in Stade

    Gesamtansicht des umfangreichen Gebäudekomplexes des CFK-NORD in Stade. Einen großen Bereich darin nimmt das neue DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) ein. Die neue Einrichtung ist ein wichtiger Schritt zur starken Etablierung von Faserverbundwerkstoffen im Flugzeugbau.

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Am 18. Mai 2011 besuchten der Bundespräsident Christian Wulff und der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister das Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stade. Das DLR forscht hier an Bauteilen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). CFK ist durch sein geringes Gewicht sowie seine Festigkeit ein ideales Material für den Flugzeugbau: Zukünftige Flugzeuge können durch den Werkstoff Treibstoff sparen und somit umweltfreundlicher sein.

"Ich freue mich sehr über den Besuch unseres Bundespräsidenten Christian Wulff sowie des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister am DLR-Standort Stade. Mit dem ZLP hat das DLR seine Kompetenzen in der CFK-Forschung vervollständigt. Mit der Forschung hier am Standort leistet das DLR einen weiteren Beitrag, Flugzeuge der Zukunft umweltfreundlicher zu machen. Den ehrgeizigen Zielen der "Vision 2020" für die Luftfahrt kommen wir damit wieder einen Schritt näher", erklärte Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. Die "Vision 2020" ist ein europäisches Strategiepapier, das unter anderem vorsieht, die Kosten des Luftverkehrs um 30 Prozent sowie die Kohlendioxid-Emissionen um 50 Prozent und die Stickoxid-Emissionen um 80 Prozent zu reduzieren.

CFK - idealer Werkstoff für den Flugzeugbau

Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff ist einer der modernsten Werkstoffe der Gegenwart: Er ist fester als Stahl und leichter als Aluminium - ein ideales Material für den Flugzeugbau. Leichte Flugzeuge sparen Treibstoff und damit Kosten, außerdem stoßen sie weniger Schadstoffe aus. Allerdings: Das Hochleistungsmaterial CFK ist derzeit noch vergleichsweise teuer und seine Produktion aufwändig. Als führende Einrichtung auf diesem Gebiet forscht das DLR seit vielen Jahren an einer effizienteren Herstellung von kohlenstofffaserverstärkten Strukturen. Wer die Leichtbauweise mit CFK beherrscht, hat im Wachstumssektor Luftfahrt einen klaren Wettbewerbsvorteil. Aktuelle Prognosen gehen von mehr als 25.000 neuen Flugzeugen in den nächsten 20 Jahren aus. Allein für den Flugzeughersteller Airbus bedeutet das einen jährlichen Bedarf in der CFK-Bearbeitung von mehr als einer Milliarde Euro.

ZLP an den Standorten Stade und Augsburg

Das gesamte ZLP besteht aus zwei Standorten in Stade und Augsburg, geleitet von den DLR-Instituten für Faserverbundleichtbau und Adaptronik sowie Bauweisen und Konstruktionsforschung. Das DLR verfügt hiermit erstmals über die Möglichkeit, Forschungen entlang der Produktionskette zu betreiben und diese auf einem für industrielle Anwendungen relevantem Niveau abzubilden. Das Zusammenwirken der beiden Standorte im Rahmen der interdisziplinären Erforschung des Lufttransport-Systems weist dem DLR innerhalb des internationalen Vergleichs eine einmalige Rolle zu. Der Systemkompetenz im Verbund von Aerodynamik, Struktur und Systemen kommt für den Wettbewerb im Forschungsumfeld eine entscheidende Bedeutung zu.

Forschungszentrum CFK NORD

Das CFK NORD in Stade ist ein hochmodernes Forschungszentrum für die Produktion von Bauteilen aus CFK. Forschungseinrichtungen wie das DLR, Unternehmen und Hochschulen forschen am Standort Stade nach zukunftsfähigen Lösungen für die Verwendung von CFK in Luftfahrt, Automobilindustrie, Nutzfahrzeugbau, Schiffbau, Offshore-Technologie und anderen Bereichen.

Zuletzt geändert am:
05.07.2011 13:47:25 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Pressesprecher

Tel.: +49 171 3126-466
Prof. Dr. Martin Wiedemann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik

Tel.: +49 531 295-2300

Fax: +49 531 295-2875
Dr.-Ing. Matthias Meyer
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leiter Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP)

Tel.: +49 2203 601-3679

Fax: +49 2203 601-3202