Wie die Luft- und Raumfahrt von morgen aussieht, zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 11. bis 16. September 2012 auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin. Das DLR ist der größte institutionelle Aussteller der ILA und präsentiert sich in der „Space & Aeronautic World“ (Halle 4) auf einem über 600 Quadratmeter großen Stand.
Am Standort Köln des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) schreitet der Ausbau der Infrastruktur für die Erforschung und Entwicklung moderner Gasturbinen weiter voran. An derzeit fünf Prüfständen wird an leistungsstarken und emissionsarmen Turbinen geforscht. Kernstück der Anlagenerweiterung ist der neue Hochdruckluftverdichter HD5, der am 9. August 2012 angeliefert und montiert wurde.
Das typische "Teppichklopfergeräusch" eines fliegenden Hubschraubers kennt wohl jeder. Grund für diese Lärmquelle sind Luftwirbel, die an den Rotorblattspitzen entstehen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit seinem Forschungshubschrauber BO105 ein Messverfahren getestet, mit dem diese lärmverursachenden Luftwirbel direkt im Flug beobachtet werden können. Durch die so gewonnenen Kenntnisse zu Art und Entwicklung der Wirbel, ergeben sich unter anderem neue Möglichkeiten, Hubschrauber langfristig leiser fliegen zu lassen.
Jahrelang jonglierte Dr. Christine Arlt mit Teilchen auf allerkleinster Ebene, den Nanos. Heute ist die 32-Jährige Wissenschaftlerin Stellvertreterin des Direktors des DLR-Instituts für Faserverbundleichtbau und Adaptronik beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit dem gleichen Eifer, mit dem sie sich in die Welt der Nanos und Polymere eingearbeitet hat, brennt sie jetzt für ihren neuen Aufgabenbereich, schafft neue Angebote für die Mitarbeiter und entwickelt die gemeinsame Institutskultur weiter. In unserer Reihe "Menschen im DLR" stellen wir die Wissenschaftlerin und Managerin vor.
Das Geschäftsmodell der "Low Cost Carrier" läutete vor rund zehn Jahren eine weitere Ära im deutschen und europäischen Luftverkehr ein. Nach hohen Wachstumsraten in den ersten Jahren sind 2011 und 2012 verstärkt Sättigungstendenzen zu erkennen, der Anteil des Low Cost Flugangebots ist um zwei Prozent gesunken. Bei nur noch wenigen Zielgebieten wie beispielsweise nach Nord- und Osteuropa ist noch ein geringfügiges Wachstum zu erkennen. Seit der Einführung der Luftverkehrssteuer im Jahr 2011 gibt es sogar einen Rückgang im Low Cost Verkehr, der sich Anfang 2012 mit rund 14 Prozent weniger Flügen verstärkt fortsetzte – Deutschland rutscht bei den Starts im internationalen Vergleich vom zweiten auf den vierten Platz. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neue "Low Cost Monitor 2012" (LCM) des DLR.
Die ersten Atmosphärenforscher waren noch auf Ballone angewiesen, um ihrem Forschungsobjekt möglichst nahe zu kommen. Als sich das Institut für Physik der Atmosphäre des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 1. Juli 1962 gründete, konnten die Wissenschaftler schon wesentlich komfortabler mit einem Flieger die Atmosphäre erkunden. Von Dekade zu Dekade jedoch kamen neue Aufgabenfelder und Techniken hinzu. Am 29. Juni 2012 feiert das Institut sein 50-jähriges Bestehen mit einem wissenschaftlichen Kolloquium. Zeitgleich verabschiedet sich Prof. Dr. Ulrich Schumann, der in den vergangenen 30 Jahren das Institut als Direktor leitete. Sein Nachfolger wird Prof. Dr. Markus Rapp.
Seit dem 1. Oktober 1982 leitet Prof. Dr. Ulrich Schumann das DLR-Institut für Physik der Atmosphäre. In diesen 30 Jahren hat er das Institut an die Spitze der Atmosphärenforschung weltweit geführt, am 30. Juni 2012 geht er in den Ruhestand - im Interview spricht er über die Verbindung von Theorie und Praxis, die Bedeutung von Forschungsflugzeugen und seine Pläne für die Zeit nach dem DLR.
Am 27. Juni 2012 endet im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig ein historisches Kapitel deutscher Luftfahrtgeschichte: Das Forschungsflugzeug VFW-614 ATTAS (Advanced Technologies Testing Aircraft System) beendet nach fast 27 Jahren seine Dienstkarriere. Dann wird es kein Flugzeug dieses Typs mehr am Himmel geben. ATTAS hat in seiner Dienstzeit Wirbelschleppen und lärmarme Landeanflüge untersucht, war als fliegender Simulator im Einsatz und hat Flugführungs-Technologien erprobt.
Die Herausforderungen im Luftverkehr nehmen stetig zu – Kapazitätssteigerung, Pünktlichkeit und Effizienz müssen mit einem möglichst umweltfreundlichen und lärmarmen Betrieb in Einklang gebracht werden. Mit dem neuen "Validierungszentrum Luftverkehr", das am 27. Juni 2012 in Braunschweig eingeweiht wurde, kann das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zukünftig Ideen für den Luftverkehr auf ihre Praxistauglichkeit noch umfassender untersuchen.
Gewitter haben einen erheblichen Einfluss auf die globale Ozonbildung: Blitze setzen Stickoxide frei, die in Höhen von zehn Kilometern Ozon produzieren, starke Aufwinde in Gewittern transportieren Emissionen vom Boden in die obere Atmosphäre. Doch wie groß ist dieser Einfluss - auch im Vergleich zum Luftverkehr?
Die einzelnen Akteure am Flughafen wie Flugsicherungen, Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber arbeiten mit jeweils eigenen Systemen und sind kaum vernetzt. Im Projekt Total Airport Management Suite (TAMS) haben Wissenschaftler des DLR gemeinsam mit Partnern aus der Industrie diese Problematik untersucht und ein System entwickelt, bei dem alle Einzel-Systeme integriert, Störquellen angezeigt und Lösungsvorschläge geliefert werden – und das erstmalig sowohl land- als auch luftseitig verzahnt.
Insekten vollbringen wahre fliegerische Meisterleistungen: Wenn Heuschrecken große Strecken überbrücken oder Motten über Blumen schweben, können Aerodynamiker nur staunen. Darum haben Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit der Universität Oxford und der Messtechnik-Firma LaVision den Flug von Heuschrecken und Motten in einem Windkanal in Göttingen untersucht. Modernste Messtechnik machte die Luftströmung hinter den Tieren in bislang unerreichter dreidimensionaler Auflösung sichtbar. Die Erkenntnisse bringen Ingenieure dem Bau von Mikro-Flugzeugen näher, die eines Tages ähnlich wie Insekten fliegen sollen.
Am 24. April 2012 begeht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Jubiläum "100 Jahre Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) - 100 Jahre Luftfahrtforschung in Berlin." Ab 19.00 Uhr können Sie hier einen Livestream der Veranstaltung sehen.
Soll ein neues Flugzeug entworfen werden, müssen viele Fachgebiete berücksichtigt werden. Das DLR hat eine Open-Source-Software entwickelt, mit der am Flugzeugentwurf beteiligte Fachgebiete interdisziplinär zusammenarbeiten können.
Der frühere Testpilot Richard Perlia, ältester noch lebender Mitarbeiter der ehemaligen Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) in Berlin (heute DLR), ist, wie jetzt bekannt wurde, unlängst in Berlin kurz vor seinem 107. Geburtstag gestorben.
Wetter hat einen großen Einfluss auf den Flugverkehr - 40 bis 50 Prozent der Verspätungen an europäischen Flughäfen sind nach Einschätzung von Eurocontrol auf widrige Wetterbedingungen zurückzuführen. Wissenschaftler des DLR haben sich dieses Problems im Projekt "Wetter und Fliegen" angenommen.
Auf 1.187 Linienflügen testete die Lufthansa AG Biokerosin im Langzeitversuch. Dabei wurde eines der Triebwerke des Airbus A321 mit einer Treibstoffmischung mit 50 Prozent bio-synthetischem Kerosin betrieben. Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersuchten den Schadstoffausstoß beider Triebwerke. Das Ergebnis zeigt: Biokerosin kann problemlos im Flugbetrieb eingesetzt werden und erzeugt keinen höheren Schadstoffausstoß als marktübliches Kerosin.
Hubschrauberflüge und -landungen unter eingeschränkten Sichtbedingungen wie beispielsweise bei Einsätzen in der Wüste oder im Schnee stellen immer eine besondere Herausforderung für die Piloten dar. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit einer Testreihe im Flugsimulator ein neues Helm-Display in Betrieb genommen, das in Zukunft Hubschrauberpiloten bei Landungen in Ausnahmesituationen unterstützen kann.
Vom 14. bis 19. Februar 2012 findet die Singapore Airshow statt. Die größte Luft-und Raumfahrt-Messe in Asien ist ein wichtiger Treffpunkt für die weltweite Luftfahrt-Branche. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert Forschung für einen umweltfreundlicheren und leiseren Luftverkehr durch elektrische Bodenantriebe von Flugzeugen.
Die Küstengebiete von Malaysia sind wichtige Quellgebiete von natürlichen biogenen Halogenverbindungen, die die Ozonschicht schädigen können. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des DLR gemeinsam mit Partnern im Projekt SHIVA.