Raumfahrt

Das DLR im Jahr 2018

Donnerstag, 1. Februar 2018

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  • Die Tandem%2dL%2dSatelliten mit großen entfaltbaren Reflektorantennen im Formationsflug
    Die Tandem-L-Satelliten mit großen entfaltbaren Reflektorantennen im Formationsflug

    Tandem-L ist ein Vorschlag für eine hochinnovative Satellitenmission zur globalen Beobachtung von dynamischen Prozessen auf der Erdoberfläche in einer bisher nicht erreichten Qualität und Auflösung.

  • "Urban Liner" der TU München
    "Urban Liner" der TU München

    Die Münchner entwarfen mit ihrem "Urban Liner" ein ungewöhnlich aussehendes Flugzeug mit Hybridantrieb. Auffallendstes Merkmal ist das einzelne Triebwerk, das am Heck zwischen den Leitwerken angebracht ist. Geht es nach den Studierenden, soll der Treibstoffverbrauch halbiert und der Stickoxidausstoß gar um 80 Prozent verringert werden können.

  • Kerosin aus Sonnenenergie
    Kerosin aus Sonnenenergie

    Mit der solarthermischen 50 Kilowatt-Anlage beim spanischen Projektpartner IMDEA in Madrid wird Synthesegas aus Sonnenlicht hergestellt.

  • Ein Szenario für Automatisierung im Verkehr
    Automatisch unterwegs

    Autofahrer können sich mit einer zunehmenden Automatisierung auf andere Tätigkeiten konzentrieren. Das DLR entwickelt Testmethoden und Verfahren, um automatisierte Fahrzeuge zuverlässig zu testen.

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    NGT CARGO-Triebwagenzug

    Flexibles Zugkonzept: Die Einzelwagen bilden einen Verband und werden mit ein oder zwei Triebköpfen zu einem vollständigen Triebwagenzug zusammengestellt.

  • Die Highlights der DLR-Forschung 2018 aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung.
  • Schwerpunkt(e): Mobilität, Digitalisierung, Sicherheit, Raumfahrt, Luftfahrt, Energie

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist in der Ausrichtung seiner Aufgaben und Forschungsthemen einmalig in Deutschland und Europa - als nationales Forschungszentrum und Raumfahrtagentur sowie als Projektträger. Mit dem Aufbau von sieben neuen Forschungsinstituten ist deren Anzahl an 20 Standorten auf insgesamt 40 gestiegen. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DLR liegt jetzt bei 8200, Tendenz steigend. Mit 178 Großforschungsanlagen und vielen internationalen Kooperationen stellt sich das DLR den großen Herausforderungen der Gesellschaft wie Digitalisierung, Klimaschutz und Mobilität.

"Im Jahr 2018 beginnen wir, die DLR Strategie 2030 umzusetzen. Diese zielt darauf ab, die Kernkompetenzen des DLR in der Luft- und Raumfahrtforschung zu stärken, die Energie-, Verkehrs- und Sicherheitsforschung auszubauen und Synergiepotenziale zwischen den Forschungsbereichen stärker zu nutzen", erklärt Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. "Neu hinzu kommt der Querschnittsbereich Digitalisierung mit interdisziplinären Projekten."

Forschung und Entwicklung

Der Querschnittsbereich Digitalisierung im DLR umfasst 2018 acht Projekte, die mit einem Gesamtbudget von rund 40 Millionen Euro ausgestattet sind. Dazu gehören unter anderem die intelligente Mobilität und Robotik, virtuelle Zulassungsverfahren, Cyber-Sicherheit sowie der Bereich Data Science. Für den Klimaschutz und die Energiewende bearbeitet das DLR interdisziplinär wichtige Themen, wie alternative Brennstoffe und Energiespeicher.

Die DLR-Luftfahrtforschung erweitert das Portfolio mit seinen neuen Instituten auf die Themen Instandhaltung und Modifikation, Systemarchitekturen, Softwaremethoden, das virtuelle Triebwerk und das virtuelle Produkt. Mit einem in Bremen geplanten Pilotprojekt, dem "Virtual Product House”, erfolgt ein erster Schritt in Richtung eines großen Zieles. In Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft soll ein Integrations- und Testzentrum für die virtuelle Simulation von Luftfahrttechnologien aufgebaut werden. Zudem wird zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses die im letzten Jahr erfolgreich gestartete NASA/DLR Design Challenge fortgeführt.

Der globale Wandel und der Klimawandel stellen große Herausforderungen an unsere Gesellschaft. Die Raumfahrtforschung des DLR unterstützt die kontinuierliche und weltweite Beobachtung der Atmosphäre und der Erde aus dem Weltraum. Große Erwartungen haben wir für das Projekt TanDEM-L. Zwei Radar-Erdbeobachtungssatelliten werden die Landmasse der Erde in drei Dimensionen alle acht Tage abbilden. Das DLR forscht und entwickelt auch im Bereich der schnellen optischen Kommunikation über Satelliten sowie zur kryptographischen Sicherung mit Hilfe von Quantentechnologien.

Das Energiesystem befindet sich mit der Energiewende in einem epochalen Wandel. Die Umstellung auf erneuerbare Energien zur Vermeidung klimaschädlicher Emissionen erfordert Mechanismen, um Energie auch dann zuverlässig und kostengünstig bereitzustellen, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht. Die DLR-Energieforschung konzentriert sich daher auf die Entwicklung von hocheffizienten Techniken zur Energiegewinnung, -speicherung und -nutzung. Aber auch die Entwicklung von Technologien und Konzepten, mit denen die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität miteinander gekoppelt werden können, stehen im Mittelpunkt der DLR-Energieforschung. Das DLR arbeitet dazu unter anderem an alternativen Brennstoffen, an effizienten Strom-Wärme-Strom-Speichern und an der Energievernetzung. Auf der HannoverMesse 2018 stellt das DLR solche Lösungen zur Sektorenkopplung vor.

Im Bereich der Verkehrsforschung ist das DLR die zweitgrößte institutionell geförderte Verkehrsforschungseinrichtung in Europa. Unser Ziel ist eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität, für die wir an Konzepten und Technologien für Straße und Schiene und einen intermodalen Verkehr arbeiten. Mit dem Testfeld Niedersachsen entwickelt das DLR gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft automatisierte und vernetzte Fahrzeugfunktionen und Mobilitätslösungen. Eine Kernfrage ist dabei, sicherzustellen, dass die Automatisierung mindestens so gut ist wie der Mensch. Dazu arbeitet das DLR an Testverfahren sowie der Interaktion und Kommunikation zwischen Mensch und Fahrzeug. Für eine umweltverträgliche Mobilität arbeiten wir an alternativen Antrieben und Kraftstoffen sowie an der Sektorkopplung mit dem Energiesystem.

Im Querschnittsbereich Sicherheitsforschung bestimmen die maritime Sicherheit und die Integration unbemannter Systeme in den Luftraum die Arbeit im Jahr 2018. In interdisziplinären und schwerpunktübergreifenden Projekten liefern 24 DLR-Institute Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von sicherheitsrelevanten Technologien. Beispiele sind die Flughafensicherheit und das satellitengestützte Krisenmanagement sowie das Verkehrsmanagement bei Großereignissen und Katastrophen.

Management

Als einer der größten Einrichtungen seiner Art in Deutschland ergänzt der DLR Projektträger die wissenschaftliche Expertise des DLR mit seinen Managementkompetenzen. Im Jahr 2017 hat der DLR Projektträger mehr als 10.000 Vorhaben mit 1,1 Milliarden Euro Fördergelder betreut. Gemeinsam mit seinen Auftraggebern entwickelt der DLR Projektträger unter anderem Forschungsschwerpunkte, darunter solche mit Fokus auf Elektromobilität und Verkehr.

Das Raumfahrtmanagement im DLR legt seine diesjährigen Schwerpunkte unter anderem auf die HORIZONS-Mission von Alexander Gerst, die im Juni 2018 starten wird und auf den International Astronautical Congress IAC, der am 1. Oktober in Bremen beginnen wird. Die Ergebnisse der innovativen Experimente auf der Internationalen Raumstation (ISS), die Alexander Gerst durchführen wird, sowie der weltweit größte Weltraumkongress tragen zur Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Deutschland bei.

Das DLR ist mit seinen Forschungs-, Entwicklungs- und Managementleistungen Treiber der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen in Deutschland.

Zuletzt geändert am:
01.02.2018 15:01:29 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Pressesprecher

Tel.: +49 171 3126-466
Dorothee Bürkle
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Media Relations, Energie und Verkehr

Tel.: +49 2203 601-3492

Fax: +49 2203 601-3249