Raumfahrt

DLR und polnisches Raumfahrtforschungszentrum kooperieren: Universitäten entwickeln gemeinsam zwei Kleinsatelliten

Mittwoch, 12. September 2012

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  • Deutsch-Polnisches Kleinsatellitenprojekt

    Deutschland und Polen haben am 12. September 2012 auf der ILA in Berlin den Grundstein für eine Kooperation in der Raumfahrt gelegt: Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR-Raumfahrtmanagements (rechts), und Prof. Marek Banaszkiewicz, Direktor des Raumfahrtforschungszentrums CBK der Polnischen Akademie der Wissenschaften (links), haben im Beisein von Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler (2. von rechts), Andrzej Szynka, Chargé d'Affaires der polnischen Botschaft in Berlin (2. von links) und dem DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Johann-Dietrich Wörner (Mitte) am Messestand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Absichtserklärung für die erste bilaterale Satellitenmission unterzeichnet. „German-Polish Formation Flying Technology Demonstration Mission“ heißt das Universitätsprojekt. Eine Technologiedemonstration, bei dem im Jahr 2016 zwei Kleinsatelliten im engen Formationsflug im All kreisen sollen.

  • Nanosatelliten

    Nanosatelliten im All

    Deutschland und Polen wollen gemeinsam ins All starten.

Polen ist das offizielle Partnerland der ILA Berlin Air Show 2012. Polen steht zudem kurz davor, 20. Mitgliedsland der Europäischen Weltraumorganisation ESA zu werden. Vor diesem Hintergrund haben Deutschland und sein östliches Nachbarland am 12. September 2012 auf der ILA den Grundstein für eine Kooperation in der Raumfahrt gelegt.

Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR-Raumfahrtmanagements, und Prof. Marek Banaszkiewicz, Direktor des Raumfahrtforschungszentrums CBK der Polnischen Akademie der Wissenschaften, haben im Beisein von Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler am Messestand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Absichtserklärung für die erste bilaterale Satellitenmission unterzeichnet. "German-Polish Formation Flying Technology Demonstration Mission" heißt das Universitätsprojekt. Eine Technologiedemonstration, bei dem im Jahr 2016 zwei Kleinsatelliten im engen Formationsflug im All kreisen sollen. "Das ist ein Symbol für die engen bilateralen Beziehungen der beiden Nachbarländer. 20 Jahre nach Inkrafttreten des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages wird diese Zusammenarbeit jetzt auch in der Raumfahrt vertieft", sagte DLR-Vorstand Dr. Gerd Gruppe. "Mit diesem Projekt setzen wir ein wichtiges Zeichen für den Ausbauunserer Kooperation in Europa. Polen ist bald neues ESA-Mitglied und unser größter Nachbar im Osten. Ich freue mich, dass wir mit einem hochattraktiven Thema den wissenschaftlichen Nachwuchs ansprechen, in einem technologisch anspruchsvollen Projekt interkulturell zusammenzuarbeiten", so Gruppe weiter.

Die beiden Kleinsatelliten werden jeweils von einem deutschen beziehungsweise polnischen Universitätsteam gebaut. Für Deutschland sind die TU Berlin und die Universität Würzburg beteiligt. Für Polen übernimmt das Raumfahrtforschungszentrum CBK die federführende Koordination der beteiligten Universitäten in Krakau und Lodz. Die Satelliten dienen als Technologiedemonstratoren.

Um den Formationsflug in rund 500 Kilometer Höhe möglich zu machen, werden die beiden eigenständigen, großen Nanosatelliten mit den Abmessungen 20 mal 20 mal 35 Zentimeter so ausgestattet, dass sie einen definierten Abstand zueinander einhalten. Der deutsche Satellit erhält eine aktive, in drei Achsen stabilisierte Lageregelung und einen Antrieb. "Wir stehen bei dem Projekt vor der großen Herausforderung, diese Lageregelung und den Antrieb auf engstem Raum unterzubringen. Wir greifen hierbei auf neue Technologien zur Lageregelung zurück, die wir mit dem Kleinsatelliten BEESAT-2 erproben wollen. Dieser soll im Frühjahr 2013 startet werden", erklärt Prof. Klaus Brieß, Leiter des Fachgebiets  Raumfahrttechnik am Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin. Außerdem sind optische Instrumente und Funk mit an Bord. Ein Instrument zur Abstandskontrolle der beiden Satelliten soll die technischen Komponenten abrunden. "BEESAT" steht für "Berlin Experimental and Educational Satellite".

Veranstaltungshinweis: Das DLR, CBK und der BDLI richten am 13. September von 11 bis 13.15 Uhr im ILA Space Pavilion unter dem Titel  "Neighbours on Ground, Partners in Space" das erste Polnisch-Deutsche Raumfahrtforschungs- Symposium aus.

Zuletzt geändert am:
18.09.2012 15:49:38 Uhr

Kontakte

 

Martin Fleischmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement, Kommunikation

Tel.: +49 228 447-120

Fax: +49 228 447-386
Christian Nitzschke
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement, Technik für Raumfahrtsysteme und Robotik

Tel.: +49 228 447-366

Fax: +49 228 447-718