Raumfahrt

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Alle Jahrgänge

EMSec

Entführte Fähren, die Suche nach dem Mann über Bord und driftendes Popcorn

2. September 2016

Im Lagezentrum leuchtet auf dem Bildschirm ein Alarm auf - eine Personenfähre hat scheinbar grundlos ihren geplanten Kurs verlassen. Schließlich verschwindet das AIS-Signal (Automatic Identification Signal) auf der Anzeige. Spätestens jetzt müssen alle schiffsspezifischen Informationen angefordert und miteinander abgeglichen werden, um die Lage schnell zu klären und unverzüglich handeln zu können. Für das Projekt EMSec („Echtzeitdienste für die Maritime Sicherheit - Security“) gehört dieses Szenario zu den Fällen, die in der Woche vom 5. bis 9. September 2016 erprobt werden. Als entführte Fähre dient die „Bayreuth“ der Bundespolizei See, der Tatort liegt in der Deutschen Bucht bei Helgoland, und das Lagezentrum wird vom EMSec-Forschungsverbund in Cuxhaven aufgebaut und betreut. Die Informationen kommen dabei in nahezu Echtzeit von Satelliten aus dem Weltraum und von Kameras an Bord von Flugzeugen. „Wir wollen erreichen, dass aus unterschiedlichen Datenquellen eindeutige und logische Schlüsse in Echtzeit gezogen werden können - und bündeln dafür die bereits bestehenden Kompetenzen aller Partner“, erläutert Dr. Stephan Brusch, EMSec-Projektleiter im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Rosetta, MERLIN und Copernicus: Das DLR beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung

29. August 2016

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligte sich wieder am Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin. Am 27. und 28. August 2016 konnten die Besucher im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) noch einmal die Highlights der Kometenmission Rosetta Revue passieren lassen und Experten persönlich befragen. Zudem konnten sie sich über den deutsch-französischen Klimasatelliten MERLIN, der das klimaschädliche Methangas in der Erdatmosphäre beobachten soll, und den Raumfahrt-Wettbewerb INNOSpace-Masters informieren.

Hütte Regina Margherita

Höhenkrank für Marsmissionen

22. August 2016

Kopfschmerzen, Übelkeit oder auch angeschwollene Hände und Füße - das alles kommt auf die Probanden zu, die derzeit zügig zu Europas höchstgelegenem Gebäude aufsteigen, um freiwillig unter der Höhenkrankheit zu leiden. Auf der italienischen Schutzhütte Regina Margherita in den Walliser Alpen werden zehn Probanden für sechs Tage genau untersucht, wenn ihr Körper auf 4554 Metern Höhe über dem Meeresspiegel auf Sauerstoffmangel und geringen Luftdruck reagiert. "Wenn in Zukunft Astronauten in einem Habitat auf dem Mars stationiert sind, werden sie sehr wahrscheinlich in einer ähnlichen Druckatmosphäre leben und arbeiten", erläutert der ärztliche Leiter der Studie, Dr. Ulrich Limper vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. "Wir können aber bisher nicht vorhersagen, bei welchen Personen die Höhenkrankheit auftritt und was ihre Ursachen sind." Eine mögliche Erklärung: "Der Sauerstoffmangel in der Höhe schädigt die Gefäßbarriere - Flüssigkeit und Eiweiße wandern daher ins Bindegewebe, und es entstehen zum Teil gefährliche Ödeme im Körper, besonders in der Lunge und dem Gehirn."

Schiaparellis Landestelle auf dem Mars

12. August 2016

Diese Aufnahmen der Stereokamera HRSC auf Mars Express zeigen einen Teil der Region Meridiani Planum. Dort wird am 19. Oktober 2016 das ESA-Landemodul Schiaparelli aufsetzen, nicht weit entfernt von der Stelle, an der am 25. Januar 2004 der NASA-Rover Opportunity gelandet ist und seither das Gebiet erforscht.

Kometenfieber mit Rosetta und Philae

8. August 2016

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eröffnet eine Ausstellung zur Rosetta-Mission im Museum für Naturkunde Berlin.

Teamwork über der Nordsee – gemeinsame Flugkampagne von MACS und F-SAR

3. August 2016

Wie sich Radardaten und Daten optischer Bildgebungsverfahren in Zukunft noch besser ergänzen können, testete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) über Helgoland. Das Institut für Optische Sensorsysteme und das Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme unternahmen hierzu eine gemeinsame Befliegung, um neue Methoden der Radar-Optik-Datenfusion zu entwickeln.

GALANT gegen Jamming und Spoofing - Unterdrückung von Stör- und Täuschsignalen auf See

1. August 2016

Mit gefälschten GPS-Signalen lassen sich Schiffe auf Abwege bringen. Werden Signale zur Schiffsnavigation gestört oder getäuscht, können Position und weitere kritische Daten wie beispielsweise Kurs und Geschwindigkeit beeinflusst werden. Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erprobten in einer dreitägigen Messkampagne dazu nun neue Empfangssysteme und Verfahren zur Störunterdrückung. Mit diesen Systemen lassen sich zukünftige Stör- und Täuschversuche erkennen. Deren Einfluss auf Bordsensoren kann damit drastisch verringert werden, was wiederum zur Sicherheit des Schiffsverkehrs beiträgt.

MARSAT - Hilfe aus dem All für die maritime Welt

29. Juli 2016

Ein neues Firmennetzwerk sorgt zukünftig für mehr Sicherheit und geringere Kosten beim Schiffsverkehr: Im Projekt MARSAT arbeiten nun fünf privatwirtschaftliche Unternehmen und eine Forschungseinrichtung eng zusammen, um mit Hilfe von Satellitendaten neue Dienste für die maritime Wirtschaft zu entwickeln.

Vorsicht, heiß: Wie reagiert die Struktur einer Rakete bei einem Hyperschall-Flug?

19. Juli 2016

Bei einem Hyperschallflug nimmt die Oberfläche einer Rakete an der Außenseite eine extrem hohe Temperatur an. Doch wie genau verändert sich die Oberflächenstruktur bei unterschiedlichen Luftwiderständen und mit Blick auf Wärmefluss und Beschleunigung? Diese und ähnliche Fragen wollen Wissenschaftler und Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Studierende der RWTH Aachen University im Flugexperiment ROTEX-T untersuchen.

Fünfzehn Jahre Katastrophenhilfe aus dem All - weltweite Muster und Trends

14. Juli 2016

Das Betrachten und Verwenden von Satellitenbildern gehört heute zum Alltag. Noch vor fünfzehn Jahren arbeiteten nur wenige Fachleute mit den kostbaren Weltraumdaten. Eine besondere Spezialisierung hat sich dabei seither sehr rasant entwickelt - die Nutzung von Satellitendaten für das Katastrophenmanagement. Ein internationales Expertenteam unter Federführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nun die historische Entwicklung der satellitengestützten Notfallkartierung analysiert. In der aktuellen Sonderausgabe des Fachjournals "Science" präsentieren die Forscher globale Muster sowie bisherige und kommende Trends.

Mascot

Gesundheitscheck für Asteroidenlander Mascot

14. Juli 2016

Das Reisen durch das Weltall ist nicht ohne - erst der stressige Start mit kräftigen Erschütterungen, dann der lange Flug durch Kälte und Vakuum. Asteroidenlander Mascot (Mobile Asteroid Surface Scout) ist mittlerweile seit anderthalb Jahren an Bord der japanischen Raumsonde Hayabusa 2 unterwegs und zurzeit rund 65 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Nun schalteten die Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) aus dem Kontrollraum des DLR in Köln den schuhkartongroßen Lander und seine vier Instrumente aus Deutschland und Frankreich am 14. Juli 2016 erneut ein, um in den nächsten Tagen vor allem eines herauszufinden: Wie steht es um die Gesundheit von Mascot und den Experimenten an Bord?

Sonnenfeuer für eine Millisekunde - Einzigartiger Windkanal des DLR simuliert seit 25 Jahren den Wiedereintritt von Raumfahrzeugen

12. Juli 2016

Der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre gilt als einer der kritischsten Momente der Raumfahrt. Um die gewaltigen Geschwindigkeiten und Temperaturen zu simulieren, die dabei auftreten, verfügt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen seit 25 Jahren über eine einzigartige Großanlage.

Start des WFP Innovation Accelerator

Technologien für humanitäre Hilfe

11. Juli 2016

Eine Welt ohne Hunger – für dieses Ziel arbeitet das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (UN World Food Programme, WFP) mit Partnern aus Politik, Industrie und Wissenschaft. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt humanitäre Hilfe seit vielen Jahren. Die wachsende Bedeutung von Technologien und Innovationen im Kampf gegen den Hunger und in Reaktion auf weltweite Notlagen wurde am 11. Juli 2016 im Rahmen des offiziellen Starts des WFP Innovation Accelerators mit internationalen Akteuren auf höchster Ebene diskutiert. Die neue Einrichtung des WFP wurde von Ertharin Cousin, WFP-Exekutivdirektorin, Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und dem Bayrischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München eröffnet.

Spuren von Wasser in einem der größten Täler auf dem Mars

7. Juli 2016

Mawrth Vallis ist mit einer Länge von 600 Kilometern und einer Tiefe von bis zu zwei Kilometern eines der größten Täler auf dem Mars. Zudem könnte es eine mögliche Landestelle für die ESA-Mission ExoMars und die NASA-Mission Mars 2020 sein.

Biomex

Zurück aus dem Weltall

4. Juli 2016

So unauffällig die kleinen Behälter sind, die zurzeit im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auseinandergebaut werden - in ihnen befinden sich eventuell Überlebende, die über 530 Tage die Bedingungen des Weltraums überstanden haben. Mehrere hundert Organismen wie beispielsweise Bakterien, die Biofilme formen, Pilze, Flechten, Moose und Archaen, die auf der Erde besonders salzhaltige Umgebungen lieben, kehrten gemeinsam mit Astronaut Tim Peake im Sojus-Raumschiff von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde zurück. Dort waren auch die DLR-Experimente BIOMEX (Biology and Mars Experiment) und BOSS (Bio Organisms Surfing Space) an der Außenseite der Station befestigt und dem Weltraumvakuum sowie der starken UV-Strahlung der Sonne ausgesetzt. "Wir bauen nun die einzelnen Proben aus und schicken sie zur Auswertung an die internationalen Forschergruppen zur Auswertung", erläutert DLR-Strahlenbiologin Dr. Elke Rabbow. "Die Ergebnisse werden uns dann zeigen, welche Organismen im All überleben können."

Die Sentinel%2d2A Satellitenbildaufnahme vom 11.2.2016 zeigt Dadaab, den größten Flüchtlingslagerkomplex der Welt und dessen Umgebung. Derzeit leben in den Camps ca. 328.000 Flüchtlinge

Erdbeobachtung für die humanitäre Hilfe

24. Juni 2016

Sie fliegen in bis zu mehreren hundert Kilometern Abstand zur Erde und können doch detaillierte Informationen liefern, die den Helfern am Boden ihre Arbeit erleichtern: die Erdbeobachtungssatelliten, deren Technologie in den nächsten zwei Jahren mit dem Projekt EO4HumEn+ (Extended EO-based services for dynamic information needs in humanitarian action) auch für humanitäre Hilfsorganisationen im Einsatz ist.

BIROS erfolgreich ins All gestartet

Feuerdetektionssatellit BIROS erfolgreich ins All gestartet

22. Juni 2016

Am 22. Juni 2016 um 5:55 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit startete der Kleinsatellit BIROS (Bi-Spektral Infrared Optical System) vom indischen Weltraumbahnhof Satish Dhawan Space Centre an Bord einer PSLV-Trägerrakete (Polar Satellite Launch Vehicle) erfolgreich ins All. Der Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird nun in 515 Kilometer Höhe Hochtemperaturereignisse auf der Erde aufspüren.

MiroLab

DLR-Technologie für den Roboter-Einsatz am Operationstisch

21. Juni 2016

Der Chirurg sitzt an der Konsole, und Roboterarme setzen seine Kommandos mit höchster Präzision am Patienten um - führen exakte Schnitte aus, setzen Schrauben oder vernähen auf kleinstem Raum durchtrennte Adern. Dabei spürt der Arzt über seine Steuerung genau, was die Instrumentenspitzen am Roboter ausführen, so als ob er sie selbst in den Händen halten würde. Roboter und Mensch arbeiten gemeinsam Hand in Hand zusammen. "Unser Roboter MIRO erleichtert dem Chirurgen die Arbeit, indem er zum Beispiel leichte Ungenauigkeiten der menschlichen Handbewegungen herausfiltert oder Bewegungen des Chirurgen in verkleinertem Maßstab hoch präzise ausführt und so Operationen optimiert", betont Prof. Alin Albu-Schäffer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Lizenz für den vom DLR entwickelten Medizinroboter MIRO wurde nun an das amerikanische Unternehmen Medtronic verkauft, das weltweit größte Medizintechnik-Unternehmen, das Technologien des DLR-Robotersystems für einen Medizinroboter weiterentwickeln und in den nächsten Jahren auf den Markt bringen möchte. Mit diesem Roboter will das Unternehmen zunehmend von der invasiven zur minimal-invasiven Operationstechnik übergehen.

Tim Peake

Astronaut Tim Peake: Von der Raumstation direkt ins :envihab des DLR

19. Juni 2016

Seine erste Nacht auf irdischem Boden nach sechs Monaten im All war für ESA-Astronaut Tim Peake nicht besonders lang: Zunächst musste er von der Internationalen Raumstation ISS bis nach Köln in die Forschungsanlage :envihab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) reisen, anschließend führten die DLR-Mediziner unmittelbar nach seiner Ankunft die ersten medizinischen und wissenschaftlichen Untersuchungen durch. Für das Team des DLR ist Tim Peake nach dem Deutschen Alexander Gerst und dem Dänen Andreas Mogensen bereits der dritte Astronaut, der für diesen "Gesundheitscheck" nach Köln geflogen wurde. Um 11.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit war Peake am 18. Juni 2016 nach einem dreistündigen Flug mit der Sojus-Kapsel in der kasachischen Steppe gelandet. Per Hubschrauber und Flugzeug ging es dann über Moskau nach Köln, wo er am 19. Juni 2016 gegen 3 Uhr landete.

Augenuntersuchung

Test auf Herz und Nieren für den Flug ins All

17. Juni 2016

Von den über 550 Astronauten, die im Weltall geflogen sind, waren nur knapp 60 Frauen. Die vier europäischen Raumfahrerinnen dieser kleinen Gruppe kamen aus England, Frankreich und Italien. Und Deutschland war bisher noch nicht mit einer Astronautin vertreten. Nun sucht das Unternehmen HE Space die erste deutsche Astronautin, die für zehn Tage auf der Internationalen Raumstation ISS leben und arbeiten soll. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt das Projekt und führt die psychologischen und medizinischen Untersuchungen der Bewerberinnen durch.

 
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