Sicherheit

Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrtmedizin – DLR und Luftwaffe vereinbaren engere Kooperation

Gerzer

Donnerstag, 27. Oktober 2011

  • Handschlag nach abgeschlossenem Vertrag Handschlag nach abgeschlossenem Vertrag

    Handschlag nach abgeschlossenem Vertrag

    Oberstarzt Dr. Krause (links) und Prof. Gerzer (rechts) besiegeln die Kooperation im Beisein von DLR-Vorstandsmitglied Klaus Hamacher (mitte) mit einem Handschlag.

  • Kurzarmzentrifuge beim DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin

    Die vierarmige Kurzarmzentrifuge beim DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln verfügt über variable Positionen. Mit der Kurzarmzentrifuge kann unter anderem künstliche Schwerkraft simuliert werden.

  • Höhenklimasimulationskammer der Luftwaffe Höhenklimasimulationskammer der Luftwaffe

    Höhenklimasimulationskammer der Luftwaffe

    Der Auftrag des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe ist die Auswahl, Untersuchung und flugphysiologische Ausbildung von Luftfahrzeugbesatzungen der Bundeswehr.

  • Humanzentrifuge AMST Humanzentrifuge AMST

    Humanzentrifuge AMST

    Die Institute des DLR und der Luftwaffe betreiben Großanlagen wie Druckkammern und Humanzentrifugen, die für unterschiedliche wissenschaftliche Fragestellungen eingesetzt werden.

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Die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeiten in Zukunft noch enger mit ihren Kollegen des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe zusammen. In Köln wurde dazu am 24. Oktober 2011 ein Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Mit dieser Vereinbarung erhält die seit Jahrzehnten bestehende Zusammenarbeit des DLR- Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin mit dem Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe eine neue Qualität. Vorgesehen sind unter anderem das gemeinsame Durchführen von Forschungsvorhaben, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und das gemeinsame Nutzen vorhandener Ressourcen.

Nutzung von Synergien

In Anwesenheit des Stellvertretenden DLR-Vorstandsvorsitzenden Klaus Hamacher, des Stellvertretenden Amtschefs des Luftwaffenamtes Brigadegeneral Günter Giesa sowie des Generalarztes der Luftwaffe Generalarzt Dr. Jörg Binnewies, unterzeichneten die beiden Institutsleiter Prof. Rupert Gerzer und Oberstarzt Dr. Wolfgang Krause die Kooperationsvereinbarung.

Im Rahmen der Unterzeichnung in den Räumen des Offiziersheims der Kaserne in Köln-Wahn, betonte Prof. Gerzer die durch die Zusammenarbeit entstehenden Synergieeffekte. "In Zukunft wird es möglich sein, ein weltweit konkurrenzfähiges Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin zu etablieren."

Vielfältige Aufgabenbereiche

Das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin befasst sich schwerpunktmäßig mit lebenswissenschaftlichen Fragestellungen im Hinblick auf Verkehr, Luftfahrt, Raumfahrt und Sicherheitsforschung. Im Fokus steht dabei die Vorsorge für den Erhalt der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Menschen in der mobilen Gesellschaft.  Ziel des Instituts ist langfristig und richtungsweisend zu einer verbesserten Effektivität und Effizienz des Menschen im Zusammenspiel mit Maschinen und der Umwelt beizutragen. Ein Aufgabenschwerpunkt ist die medizinische Unterstützung bei der Auswahl von Astronauten, fliegendem Personal sowie Fluglotsen. Zusätzlich werden am Institut die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den Menschen erforscht.

Der Auftrag des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe liegt in der Auswahl, Untersuchung und flugphysiologische Ausbildung von Luftfahrzeugbesatzungen der Bundeswehr. Dazu gehören Themenbereiche wie Flugunfalluntersuchungen, Ergonomie und Flugpsychologie.

Beide Institute betreiben Großanlagen wie Druckkammern und Humanzentrifugen, die für unterschiedliche wissenschaftliche Fragestellungen eingesetzt werden. Ab 2013 steht zusätzlich der DLR-Neubau ":envihab" zur Verfügung. ":Envihab" ist eine weltweit einzigartige Forschungsanlage, welche die Voraussetzung dafür schafft, integrative lebenswissenschaftliche Forschung mit innovativen Ansätzen auf hohem internationalen Niveau durchzuführen. Die gemeinsame Nutzung dieser Anlagen erweitert das Forschungsportfolio beider Einrichtungen.

Zuletzt geändert am:
04.11.2011 15:28:04 Uhr

Kontakte

 

Michel Winand
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Köln

Tel.: +49 2203 601-2144

Fax: +49 2203 601-3502
Dr.rer.medic. Dipl.-Ing. Thomas Weber
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Biomedizinisches Wissenschafts-Unterstützungszentrum

Tel.: +49 2203 601-3524