Sicherheit

Erfolgreicher Startschuss des Instituts für den Schutz maritimer Infrastrukturen

Maritime Sicherheit

Freitag, 30. Juni 2017

Autoplay
Info an
Info aus
Informationen
Schließen
Vollbild
Normal
zurück
vor
{{index}}/{{count}}
Tipp:
<Escape>, um fullscreen zu beenden.
  • Begutachtung des neuen DLR-Instituts

    Begrüßung des Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF), Prof. Dr. Otmar D. Wiestler (2. v. l.) und der Gutachter durch den Programmkoordinator Sicherheitsforschung des DLR sowie Gründungsdirektor des Instituts zum Schutz maritimer Infrastrukturen, Dr. Dennis Göge (4. v. l.) sowie der DLR-Vorstandsvorsitzenden, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund (8. v. l.).

  • Die Zukunft des martimen Lagebildes

    Digitale Zukunftsvision: Virtuelles maritimes Lagebild unter Berücksichtigung des Schutzstatus relevanter Infrastrukturen.

  • Das DLR gründet in Bremerhaven das neue Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen.
  • Die beiden Abteilungen des DLR-Instituts werden eine Vielzahl an DLR-Instituten, aber auch externer Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und behördlichen Endnutzern bei seiner Forschung für die maritime Sicherheit einbinden.
  • Schwerpunkt(e): Maritime Sicherheit, Verkehr, Raumfahrt

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in der Sitzung am 10. November 2016 die Bewilligung von finanziellen Mitteln in Höhe von 42 Millionen Euro für den Aufbau von sieben neuen Instituten für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beschlossen. Das Konzept eines dieser neuen Institute - für den Schutz maritimer Infrastrukturen - wurde am 20. April 2017 erfolgreich von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) begutachtet.

Maritime Sicherheitsforschung im DLR institutionalisiert

"Wir freuen uns sehr, dass die zukünftige Ausrichtung unsers ersten Instituts der DLR-Sicherheitsforschung so positiv bewertet wurde", freute sich die Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Pascale Ehrenfreund. Das in Bremerhaven neu gründende Institut institutionalisiert die maritime Sicherheitsforschung im DLR, die bereits seit mehreren Jahren im Vorhaben "Forschung und Entwicklung für die maritime Sicherheit und entsprechende Echtzeitdienste" verstärkt vorangetrieben wird. In diesem Vorhaben liefern derzeit acht DLR-Institute maßgebliche Beiträge zur Entwicklung innovativer Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der maritimen Sicherheit.

Gemeinsam mit der maritimen Wirtschaft trägt das Vorhaben dazu bei, wegweisende Technologien und Dienstleitungen einzuführen, die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie im Bereich der maritimen Sicherheitstechnologien stärken -auch und insbesondere für behördliche Endnutzer wie beispielsweise die Bundespolizei See. Bisher existierte in Deutschland allerdings keine Einrichtung oder Institution, die sich umfassend und unter Einbeziehung von privatwirtschaftlichen sowie behördlichen Nutzeranforderungen und Bedürfnissen mit der Forschung für den Schutz und die Sicherheit maritimer Infrastrukturen befasst. Diese Thematik wird jetzt vom neu gegründeten Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen aufgegriffen.

Digitale Zukunftsvision

"Wir wollen das maritime Lagebild der Zukunft maßgeblich mitgestalten und zwar unter Berücksichtigung des Schutzstatus relevanter Infrastrukturen", erörtert der Programmkoordinator Sicherheitsforschung des DLR sowie Gründungsdirektor des Instituts für den Schutz maritimer Infrastrukturen, Dr. Dennis Göge, die Ambitionen der neuen Einrichtung. "Wir reden in erster Annäherung von einem virtuellen Lagebild, das verschiedene Nutzer und somit Sicherheitsziele unterschiedlichster Komplexität bedienen soll. Die Realisierung wird höchste Anforderungen an wissenschaftliche sowie technologische Lösungen stellen, wobei gesellschaftliche bzw. sozioökonomische Anforderungen mit berücksichtigt werden müssen", so Dr. Göge weiter. Die Vision des Instituts sei zwar sowohl aus Sicht der Wissenschaft, aber auch der Wirtschaft, ambitioniert, aber dennoch realisierbar - kommentierte das vierköpfige Gutachtergremium im Anschluss an die Vorstellung des Konzepts. "Auch aus Sicht der Helmholtz-Gemeinschaft ist die Gründung dieses interdisziplinär agierenden Instituts an der Schnittstelle von Sicherheitsforschung und Informationstechnologien sehr zu begrüßen -ein faszinierendes Konzept bei dem es jetzt entscheidend auf die Köpfe ankommen wird, die die gesteckten Ziele umsetzen werden", fasste der Präsident der HGF, Prof. Otmar D. Wiestler, zusammen.

Institutsaufbau und -ausrichtung

Die digitale Zukunftsvision soll in zwei Abteilungen vorangetrieben und realisiert werden. In der Abteilung "Resilienz maritimer Systeme" werden Analysemethoden entwickelt, mit deren Hilfe der erreichte Grad an Resilienz in komplexen Systemen mess- und bewertbar gemacht wird. Darauf aufbauend werden neue Sicherheitskonzepte entwickelt und optimiert, die eine technologische und systemische Auslegung von Infrastrukturen nach dem Gedanken des Resilience-by-Design ermöglichen. Die Abteilung "Maritime Sicherheitstechnologien" widmet sich hingegen der Lösung einer Vielzahl an technologischen Fragestellungen, die für die Umsetzung und Erprobung von innovativen Systemkonzepten zum Schutz maritimer Infrastrukturen erforderlich sind. Dazu gehören die Realisierung neuer Methoden als Echtzeitprozessoren, ihre effiziente Einbettung in komplexe Assistenz- und Beratungssysteme oder automatisiert arbeitende Überwachungssystemen, sowie die Schaffung dafür notwendiger Informationsmanagementstrukturen. Hierfür bedarf es neben der abteilungsübergreifenden Arbeitsweise insbesondere die Einbindung einer Vielzahl an DLR-Instituten aber auch externer Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und behördlichen Endnutzern. In der Zielstruktur des Instituts werden später 50 bis 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sein.

Sicherheitsforschung im DLR

In der Sicherheitsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und des Verkehrs. Insgesamt mehr als 20 DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer sicherheitsrelevanten Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.

Zuletzt geändert am:
10.07.2017 15:46:59 Uhr

Kontakte

 

Manuela Braun
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Media Relations, Raumfahrt

Tel.: +49 2203 601-3882

Fax: +49 2203 601-3249
Dr. Dennis Göge
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Programmkoordinator Sicherheitsforschung

Tel.: +49 2203 601-4031