Mittwoch, 11. Januar 2012
Ein gut gefüllter Hörsaal
Ein gut gefüllter Hörsaal: künftig auch in der zivilen Sicherheitsforschung
Quelle: DLR (CC-BY 3.0).
Struktur der "Helmholtz-Research School on Security Technologies"
Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung: Doktoranden bei der Arbeit im Labor
Womit lassen sich versteckte Sprengstoffe aufspüren? Was deutet auf eine drohende Massenpanik hin? Wie lässt sich die Überlebenschance von Unfallopfern erhöhen? Das alles sind Fragen, auf die Sicherheitsforscher Antworten suchen. Das Berliner Sicherheitsforschungskolloquium leistet einen maßgeblichen Beitrag zur Vernetzung der unterschiedlichen Akteure.
Als typischer Querschnittsbereich umfasst die Sicherheitsforschung eine Vielzahl von unterschiedlichen Themen und Disziplinen. Sie erstreckt sich über die Natur- und Ingenieurwissenschaften zu den Geistes- und Sozialwissenschaften, sie verbindet die Forschung und Entwicklung zu einzelnen Anwendungen, Netzwerken und Infrastrukturen. Im Querschnittsbereich "Sicherheitsforschung" des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt etwa werden sämtliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten innerhalb des DLR mit verteidigungs- und sicherheitsrelevanten Bezug geplant und gesteuert.
Um der Themenbreite dieses neuen Forschungsgebietes gerecht zu werden, ist ein intensiver Austausch aller Beteiligten notwendig. Das Ende 2011 ins Leben gerufene Berliner Sicherheitsforschungskolloquium soll dazu einen maßgeblichen Beitrag leisten. Die interdisziplinär ausgerichtete Veranstaltung wird von der Helmholtz Research School on Security Technologies, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität (TU) Berlin organisiert. Eingeladen sind alle Akteure der Sicherheitsforschung in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und darüber hinaus.
Das Sicherheitsforschungskolloquium bietet ein Forum zur wissenschaftlichen Diskussion und zum fachlichen Austausch. Renommierte Experten aus dem In- und Ausland berichten dort über neueste Entwicklungen in der Sicherheitsforschung. Zu den Themen zählen neue Technologien ebenso wie systemische Ansätze und die gesellschaftspolitische Dimension.
Zum Auftakt im November 2011 sprach Professor Dr. Jörg Krüger vom Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der TU Berlin und dem Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik. In seinem Vortrag stellte er wesentliche Methoden der automatischen bildgestützten Objekterkennung dar und erläuterte ihre Bedeutung in verschiedenen Anwendungsbereichen von Safety und Security. Etwa 40 Gäste, darunter Wissenschaftler und Studierende aus Forschungseinrichtungen und Industrie sowie Vertreter öffentlicher Einrichtungen, nahmen an dem ersten Kolloquium in der TU Berlin teil.
"Der positive Anklang lässt erwarten, dass das Berliner Sicherheitsforschungskolloquium zu einer dauerhaften Bereicherung der Sicherheitsforschung wird", so Professor Dr. Heinz-Wilhelm Hübers vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin. Das Kolloquium soll künftig in jedem Semester stattfinden. Im Wintersemester 2011/12 sind insgesamt sechs Veranstaltungen geplant:
10.11.2011 Spezielle Methoden der bildgestützten Objekterkennung im Kontext sicherheitstechnischer Anwendungen Vortrag: Prof. Dr. Jörg Krüger, TU Berlin
24.11.2011 VABENE – Verkehrsmanagement bei Großereignissen und Katastrophen Vortrag: Dipl.-Ing. Marc Hohloch, DLR
12.01.2012 SinoVE Management: Herausforderungen des Wissenstransfers der Endanwender bis hin zur technischen Innovation in der Praxis Vortrag: Jörg Rhode, Deutsche Bahn Kommunikationstechnik GmbH
19.01.2012 Photonische Sensoren zur Detektion von Explosivstoffen Vortrag: Prof. Dr. Wolfgang Schade, Fraunhofer Heinrich Hertz Institut/ TU Clausthal
26.01.2012 Vortrag: Dr. Friedrich Tönsing, T-Systems Enterprise Services GmbH
09.02.2012 Vortrag: Prof. Dr. Volker Roth, FU Berlin
Zuletzt geändert am:11.01.2012 12:05:49 Uhr