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Deutscher UN-Botschafter besucht DLR in Köln

Montag, 21. Oktober 2013

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  • Prof. Dr. Ing Johann%2dDietrich Wörner (links) und Botschafter Konrad Max Scharinger

    Prof. Dr. Ing Johann-Dietrich Wörner (links) und Botschafter Konrad Max Scharinger

    Experten des DLR, der Universität zu Köln sowie der ESA informierten über die neuesten Entwicklungen bei dem Projekt NEOShield (Asteroidenabwehr), UN-SPIDER (United Nations Platform for Space-based Information for Disaster Management and Emergency Response) sowie zum Thema Weltraumschrott und den damit verbundenen Rechtsfragen.

  • Darstellung des Weltraummülls

    Darstellung des Weltraummülls

    Darstellung des Weltraummülls: 20.000 Teilchen größer als 10 Zentimeter umkreisen die Erde.

  • Der überflutete Higashi%2dMatsushima%2dFlughafen bei Sendai

    Der überflutete Higashi-Matsushima-Flughafen bei Sendai

    Das Radarbild des deutschen Erdbeobachtungssatelliten TerraSAR-X vom 12. März 2011, 21:43 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, veranschaulicht die Folgen des Tsunamis für den Flughafen Higashi-Matsushima sowie den Hafen Ishinomaki in der Region Sendai an der Ostküste Japans. Die blauen Flächen zeigen die Überflutung an, die magentafarbenen Gebiete zeigen das Ausmaß der zerstörten Infrastruktur.

  • Erdbeben Japan

    Radaraufnahme vom Erdbeben in Japan 2011

    Satellitendaten der deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X halfen im Rahmen der "International Charter on Space and Major Disasters", Hilfsaktionen nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami in Japan zu koordinieren. Dank der Radardaten, die am 12. März 2011 aufgenommen wurden, konnten überschwemmte Gebiete und zerstörte Infrastruktur erkannt sowie befahrbare von unbefahrbaren Straßen unterschieden werden. So konnten die Hilfskonvois und Rettungskräfte ihre Ziele sicher erreichen.

  • Teilnehmer des Informationsbesuchs

    Teilnehmer des Informationsbesuchs

    Experten des DLR, der Universität zu Köln sowie der ESA informierten über die neuesten Entwicklungen bei dem Projekt NEOShield (Asteroidenabwehr), UN-SPIDER (United Nations Platform for Space-based Information for Disaster Management and Emergency Response) sowie zum Thema Weltraumschrott und den damit verbundenen Rechtsfragen. Gemeinsam mit Botschafter Scharinger, als Leiter der deutschen Delegation im VN Komitee zur friedlichen Nutzung des Weltraums, wurden für Deutschland relevante Themen in diesem Kontext diskutiert und fachlich weiterentwickelt.

Weltraumschrott, Asteroidenabwehr, weltraumgestütztes Katastrophen- und Krisenmanagement sowie Weltraumrecht: das waren die zentralen Themen über die sich Konrad Max Scharinger, Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei dem Büro der Vereinten Nationen (United Nations, UN) in Wien am 21. Oktober 2013 während seines Besuchs beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln informierte.

Experten des DLR, der Universität zu Köln sowie der ESA informierten über die neuesten Entwicklungen bei dem Projekt NEOShield (Asteroidenabwehr), UN-SPIDER (United Nations Platform for Space-based Information for Disaster Management and Emergency Response) sowie zum Thema Weltraumschrott und den damit verbundenen Rechtsfragen. Gemeinsam mit Botschafter Scharinger, als Leiter der deutschen Delegation im UN-Komitee zur friedlichen Nutzung des Weltraums, wurden für Deutschland relevante Themen in diesem Kontext diskutiert und fachlich weiterentwickelt.

Bei seinem Besuch betonte Botschafter Scharinger die Bedeutung der Raumfahrt für die Weltgemeinschaft:  "Der spektakuläre Eintritt eines Asteroiden in die Erdatmosphäre in Sibirien im Februar dieses Jahres oder die Gefährdung von Satelliten in ihrer Umlaufbahn durch Weltraumschrott zeigen beispielhaft, dass Weltraumangelegenheiten einen sehr konkreten Einfluss auf unser Leben haben und damit ein zunehmend wichtiger Bestandteil unserer Politik sind. "

Schnelle Hilfe im Katastrophenfall

Wissenschaftler des DLR arbeiten seit Jahren in mehreren Projekten mit den Vereinten Nationen zusammen. Über das Wissensportal UN-SPIDER können Hilfskräfte im Katastrophenfall Hilfestellung und Zugang zu aktuellen Lageinformationen erhalten. Angeschlossene Regionale Büros (Regional Support Offices) sind eng vernetzt mit anderen Institutionen und Initiativen und unterstützen gemeinsam im Katastrophenfall. Das UN-SPIDER Büro in Bonn erfüllt die Brückenfunktion zwischen Katastrophenmanagern und Experten in der Nutzung von weltraumbasierten Informationen.

Eine weitere Kooperation besteht mit der "International Charter Space and Major Disasters". Insgesamt 15 Raumfahrtagenturen haben sich zusammengeschlossen und zum Austausch ihrer Daten bereit erklärt. Das DLR übernahm 2013 für sechs Monate den Vorsitz der Charta.
Um im Katastrophenfall schnell und effizient Hilfe leisten zu können, werden die Daten von Erdbeobachtungs- ,Wetter-, Kommunikations- und Navigationssatelliten von den beteiligten Raumfahrtnationen bereitgestellt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch die Ausbildung von Personal, das im Umgang mit den Daten aus der Raumfahrt geschult ist.

 "Die International Charter und UN-SPIDER arbeiten seit einigen Monaten enger zusammen. Dadurch, dass erste Kandidaten aus dem UN-SPIDER-Umfeld Schulungen zu Projektmanagern von der International Charter erhalten haben, stehen im Katastrophenfall mehr Ressourcen zur Verfügung, was Reaktionszeiten weiter verkürzen kann. " beschreibt Prof. Dr. Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR, die Zusammenarbeit.

Weltraumrecht

Das Weltall als internationaler Raum und  "Eigentum der gesamten Menschheit " ist aus juristischer Sicht ein schwieriger Raum, der verlässliche Regelungen auf internationaler Ebene bedarf. Zum Beispiel muss definiert sein, wer für Schäden haftet, die aus der Raumfahrt entstehen. Der Weltraumvertrag von 1967 bildet die Grundlage des Weltraumrechts, das seitdem ständig verfeinert wird. Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR-Raumfahrtmanagements sagte zum Stellenwert des Weltraumrechts: "Der Weltraum wird heute so intensiv genutzt, wie nie zuvor; es ist eng geworden. Wegen der unterschiedlichen Nutzergruppen benötigen wir  verlässliche Regelungen für ein funktionierendes Miteinander. Das reicht von der Zulassung von Satelliten über die Haftung bis zu Versicherungsfragen. Hier sind die Vereinten Nationen gefordert."

Deutschland engagiert sich seit Jahren in dieser Thematik. Ab 2014 übernimmt Prof. Kai-Uwe Schrogl, Experte für Weltraumrecht, für Deutschland den Vorsitz des Rechtsunterausschusses des VN-Büros für Weltraumfragen in Wien.

Zuletzt geändert am:
23.10.2013 22:46:11 Uhr

Kontakte

 

Michel Winand
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Köln

Tel.: +49 2203 601-2144

Fax: +49 2203 601-3502
Dr. Christiane Lechtenbörger
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Strategie und Internationale Beziehungen

Tel.: +49 2203 601-3010

Fax: +49 2203 601-3906