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ROSAT über Golf von Bengalen in Erdatmosphäre eingetreten

Dienstag, 25. Oktober 2011

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  • ROSAT am 14. Oktober 2011

    Der deutsche Forschungssatellit ROSAT ist am 23. Oktober 2011 um 3.50 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (1.50 Uhr UTC) über dem Golf von Bengalen wieder in die Erdatmosphäre eingetreten. Ob Teile die Erdoberfläche erreicht haben, ist nicht bekannt. Die Aufnahme zeigt den Röntgensatelliten am 14. Oktober 2011, also neun Tage vor seinem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, zirka einen Kilometer westlich von Aachen an der deutsch-niederländischen Grenze. Im Einsatz war ein Teleskop mit einer 25,4 Zentimeter großen Öffnung (10"). Gut erkennbar sind das ROSAT-Teleskop (Hauptkörper) sowie die Solarpanele.

  • Der Satellit ROSAT am 20. Oktober 2011

    Wenige Tage vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre hat das Zielabbildungsradar der in Europa einzigartigen Großradaranlage TIRA (Tracking and Imaging Radar) des Fraunhofer-Instituts für Hochfrequenzphysik und Radartechnik in Wachtberg bei Bonn den Röntgensatelliten ROSAT aufgenommen. TIRA gehört zu dem weltweiten Netz von Messstationen, die ROSAT-Daten gesammelt haben. Auf dieser Grundlage wurde die Umlaufbahn von ROSAT vermessen und Abbildungen berechnet. Die Aufnahme vom 20. Oktober 2011 zeigt beispielsweise deutlich den Antennenmast des Satelliten.

Der deutsche Forschungssatellit ROSAT ist am 23. Oktober 2011 um 3.50 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (1.50 Uhr UTC) über dem Golf von Bengalen wieder in die Erdatmosphäre eingetreten. Ob Teile die Erdoberfläche erreicht haben, ist nicht bekannt. Die Bestimmung des Wiedereintrittsortes erfolgte auf Basis und nach Auswertung der von den internationalen Partnern, insbesondere den USA, zur Verfügung gestellten Daten.

"Mit dem erfolgten Wiedereintritt von ROSAT findet eine der erfolgreichsten wissenschaftlichen Raumfahrtmissionen Deutschlands ihren endgültigen Abschluss. Der Einsatz aller Beteiligten im DLR und unserer nationalen und internationalen Partner war mustergültig. Dafür gebührt allen mein ausdrücklicher Dank", erklärte Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. 

Über ROSAT

Als am 1. Juni 1990 der Röntgensatellit ROSAT ins Weltall startete, nahm damit eine Mission ihren Anfang, mit der die Wissenschaftler zum ersten Mal den gesamten Himmel mit einem abbildenden Teleskop auf Röntgenquellen untersuchten. Etwa 80.000 kosmische Röntgenquellen wurden registriert, dazu 6.000 Quellen im extremen Ultraviolettbereich. Mehr als 4.000 Wissenschaftler aus 24 Ländern nutzten die Möglichkeit, in den acht Jahren Satellitenbetrieb Messungen in Auftrag zu geben und auszuwerten. Viele Vorgänge im heißen Universum sind durch ROSAT erstmals beobachtet worden.

Zuletzt geändert am:
26.10.2011 09:50:44 Uhr

Kontakte

 

Sabine Göge
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leiterin DLR-Kommunikation

Tel.: +49 2203 601-2133

Fax: +49 2203 601-3249
Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Pressesprecher

Tel.: +49 2203 601-2474

Fax: +49 2203 601-3249