Am 24. März: Die "Lange Nacht der Planeten" – für Erwachsene und Kinder

Mittwoch, 21. März 2012

Berliner DLR-Institut für Planetenforschung und Planetarium am Insulaner gehen am bundesweiten Astronomietag der Frage nach Leben im Universum nach


Alljährlich wird vom Verein für Sternfreunde e.V., einer bundesweiten Vereinigung von Hobby-Astronomen, ein Astronomietag veranstaltet. Dieses Jahr findet der Astronomietag am 24. März statt und wird durch zahlreiche Aktivitäten in vielen Observatorien, Sternwarten und Planetarien begangen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird dabei gemeinsam mit dem Berliner Planetarium am Insulaner und auf der dortigen Wilhelm-Foerster-Sternwarte eine "Lange Nacht der Planeten" veranstalten (16 Uhr bis Mitternacht). Neben der Beobachtung von Planeten und dem Mond mit dem Teleskop soll außerdem in mehreren Vorträgen ein großes Thema der Astronomie der Allgemeinheit – Kindern und Erwachsenen gleichermaßen – näher gebracht werden: Wie wahrscheinlich ist es, dass es Leben auch auf anderen Körpern des Sonnensystems gibt – oder darüber hinaus?

Die Gelegenheit, sich mit den Planeten des Sonnensystems näher vertraut zu machen, ist jetzt, kurz nach der Tag-und-Nacht-Gleiche des astronomischen Frühlingsbeginns, noch günstig: Der Mars steht um Mitternacht hoch im Süden, Venus und Jupiter, die beiden hellsten Planeten, folgen der Sonne nach deren Untergang im Westen in Richtung Horizont, und später in der Nacht lässt sich schon mit einem kleinen Fernrohr auch der majestätische Saturn mit seinen Ringen beobachten. Ein zunehmender Mond, unser nächster Himmelskörper, offenbart uns in den ersten Abendstunden seine mit Kratern übersäte Oberfläche – natürlich immer einen klaren Nachthimmel vorausgesetzt: Die Vereinsmitglieder der Wilhelm-Foerster-Sternwarte werden den Besuchern Gelegenheit geben, selbst einmal durch ein ‚richtiges’ Teleskop zu blicken, das die Wolkenhülle des Saturn, den "Mann im Mond", die Wüstenregionen auf dem Mars oder die großen "Galileischen" Monde des Jupiter näher bringt.

Ein Blick durchs Teleskop, Planetenspiele für Kinder, spannende Vorträge

Doch auch wenn das Wetter nicht mitspielt wird den Besuchern im Planetarium am Fuße des Insulaners ein abwechslungsreiches Programm geboten. Kindern und Jugendlichen haben die Möglichkeit zum Basteln, Spielen und Experimentieren. Im Vortragsprogramm werden Wissenschaftler vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof einer der spannendsten Fragen der Wissenschaft nachgehen: Warum gibt es auf der Erde Leben – und auf unseren Nachbarplaneten offensichtlich nicht? Unter der Ägide der Helmholtz-Gemeinschaft führt das Adlershofer Institut seit mehr als drei Jahren eine internationale Forschungsallianz mit dem Titel "Planetenentwicklung und Leben" an, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt: Was unterscheidet die Erde beispielsweise von ihrem Nachbarplaneten Venus, so dass es hier Leben, dort aber eine heiße, lebensfeindliche Hölle gibt? Könnte der Mars, auf dem früher Wasser floss, der heute aber ein kalter Wüstenplanet ist, vielleicht doch Leben beherbergen? Was verbirgt sich unter den Eispanzern von Eismonden des Jupiter und Saturn – warme, mineralreiche Ozeane, die Voraussetzungen für Leben bieten könnten? Und was lässt sich aus den vielen hundert Planeten an anderen Sternen, den Exoplaneten, in vielen Lichtjahren Entfernung deuten? Die Wissenschaftler des DLR wollen in der Langen Nacht der Planeten versuchen, den Stand der Forschung darzulegen und Antworten auf Fragen des Publikums zu geben.

Vortragsprogramm im Kuppelsaal des Planetariums:


16.00 Uhr Wilhelm-Foerster-Sternwarte Abenteuer Planeten (für Kinder)
17.15 Uhr Dipl.-Math. Wilfried Tost Sternschnuppensucher
18.00 Uhr Dr. Martin Knapmeyer Der Mond
18.45 Uhr Prof. Dr. Tilman Spohn Planetenentwicklung und Leben
19.30 Uhr Dipl.-Geol. Ernst Hauber Leben auf dem Mars?
20.15 Uhr Prof. Dr. Heike Rauer Die Suche nach der ‚zweiten Erde’
21.00 Uhr Wilhelm-Foerster-Sternwarte Der aktuelle Sternenhimmel
21.45 Uhr Dr. Frank Sohl ‚Bewohnbare’ Eismonde im Sonnensystem
22.30 Uhr Prof. Dr. Alan Harris Asteroiden: eine Frage von Leben und Tod
23.15 Uhr Wilhelm-Foerster-Sternwarte Musikalische Reise zu den PlanetenVortragsprogramm im Seminarraum auf der Insulaner-Sternwarte:
19.00 Uhr Dipl.-Phys. Michael Mommert Asteroiden – die kleinen Planeten
19.45 Uhr Dipl.-Ing. Marlene Bamberg Planeten unter Beschuss:
  das Einmaleins der Kraterkunde
20.30 Uhr Dipl.-Ing. Olaf Peters Ein Spaziergang auf dem Mond
21.30 Uhr Dipl.-Geophys. Dennis Höning Monde des äußeren Sonnensystems
22.15 Uhr Dipl.-Math. Lena Noack Erde und erdähnliche Planeten
23.00 Uhr Dipl.-Inf. Ana-Catalina Plesa Vulkanismus und Plattentektonik

Zuletzt geändert am: 29.03.2012 10:10:34 Uhr

URL dieses Artikels

  • http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10231/336_read-3157/year-all/336_page-2/

Kontakte

Ulrich Köhler
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

DLR-Institut für Planetenforschung

Tel.: +49 30 67055-215

Fax: +49 30 67055-402
Melanie-Konstanze Wiese
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Kommunikation, Berlin und Neustrelitz

Tel.: +49 30 67055-639

Fax: +49 30 67055-8639

Lange Nacht der Planeten

Lange Nacht der Planeten

Die Gelegenheit, sich mit den Planeten des Sonnensystems näher vertraut zu machen, ist jetzt, kurz nach der Tag-und-Nacht-Gleiche des astronomischen Frühlingsbeginns, noch günstig: Der Mars steht um Mitternacht hoch im Süden, Venus und Jupiter, die beiden hellsten Planeten, folgen der Sonne nach deren Untergang im Westen in Richtung Horizont, und später in der Nacht lässt sich schon mit einem kleinen Fernrohr auch der majestätische Saturn mit seinen Ringen beobachten. Ein zunehmender Mond, unser nächster Himmelskörper, offenbart uns in den ersten Abendstunden seine mit Kratern übersäte Oberfläche – natürlich immer einen klaren Nachthimmel vorausgesetzt: Die Vereinsmitglieder der Wilhelm-Foerster-Sternwarte werden den Besuchern Gelegenheit geben, selbst einmal durch ein ‚richtiges’ Teleskop zu blicken, das die Wolkenhülle des Saturn, den "Mann im Mond", die Wüstenregionen auf dem Mars oder die großen "Galileischen" Monde des Jupiter näher bringt.

Links

  • Vereinigung der Sternfreunde e.V. - Astronomietag
    (http://www.vds-astro.de/)
  • Planetarium am Insulaner
    (http://www.planetarium-berlin.de)
  • DLR-Institut für Planetenforschung
    (http://www.dlr.de/pf/)