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Alle Jahrgänge

Ceres: Ungewöhnliche Hangrutschungen und instabile Kraterwände

25. August 2015

Je dichter die Dawn-Raumsonde mit ihrer Kamera an Bord über dem Zwergplaneten Ceres fliegt, desto rätselhafter - und somit spannender - scheint der Himmelskörper. "Einiges, was wir sehen, haben wir so noch nirgendwo sonst im Sonnensystem entdeckt", sagt Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Außer auf der Erde - da gibt es ja fast alles." Mittlerweile blickt Dawn aus nur noch 1470 Kilometern Entfernung auf die Oberfläche von Ceres hinunter. Die ersten Bilder aus dem so genannten HAMO-Orbit (High Altitude Mapping Orbit) zeigen eine "Pyramide" mit ungewöhnlichen Hangrutschungen, instabile Kraterwände und Gebirgsketten. "Über vieles können wir derzeit nur spekulieren." Woher die hellen Streifen entlang des pyramidenförmigen Bergs stammen oder auch ob der Boden des Zwergplaneten aus unterschiedlichem Material besteht, sind Fragen, auf die die Planetenforscher noch Antworten suchen.

Churyumov%2dGerasimenko

Komet Churyumov-Gerasimenko unterwegs zum sonnennächsten Punkt

11. August 2015

Schon seit Wochen wird Komet Churyumov-Gerasimenko aktiver und schleudert Gas und Staub ins All - doch den tatsächlich sonnennächsten Punkt auf seiner Bahn, das Perihel, erreicht er am 13. August 2015 exakt um 4.03 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Anschließend wird er 6,5 Jahre benötigen, bis er auf seiner nächsten Runde um die Sonne erneut dort ankommt. "Aber selbst wenn der Komet der Sonne am nächsten ist, hat er noch einen Abstand von über 185 Millionen Kilometer zu ihr, befindet sich also zwischen den Bahnen von Erde und Mars", erläutert Kometenforscher Dr. Ekkehard Kührt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Erde ist beispielsweise nur rund 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Trotzdem wird es auf dem Kometen wegen der fehlenden Atmosphäre heißer werden als auf der Erde: "Die maximale Temperatur von Churyumov-Gerasimenko, die jahreszeitlich bedingt zurzeit in den südlichen Breiten auftritt, wird bei rund 80 Grad Celsius liegen." Da bringt es die Erde im amerikanischen Death Valley auf einen Hitzerekord von gerade einmal 56,7 Grad Celsius. Und auch wenn Churyumov-Gerasimenko kräftig an Masse verliert - die Gezeitenkräfte der Sonne sind in dieser Entfernung viel zu schwach, als dass es den Kometen zerreißen würde, wie es schon oft bei anderen Kometen in unmittelbarer Nähe zur Sonne oder zu Jupiter passiert ist.

Virtueller Flug mit Mars Express über Atlantis Chaos

3. August 2015

Um das sagenumwobene Atlantis ranken sich unzählige Mythen. Der Philosoph Platon beschrieb um 350 vor Christus eine Seemacht, die in der Antike von Atlantis aus große Teile Europas und Afrikas kontrollierte. Vermutlich handelt es sich um eine Insel, deren Bewohner viele Gebiete rund ums Mittelmeer und die dort lebenden Völker beherrschte.

Churyumov%2dGerasimenko

Churyumov-Gerasimenko: Fast wie Firn und geformt im Hagel

30. Juli 2015

Bereits während des langsamen Abstiegs von Lander Philae am 12. November 2014 auf Komet Churymov-Gerasimenko starteten die ersten Instrumente an Bord mit Messungen. Drei Mal setzte Philae im Laufe der spektakulären ersten Landung auf einem Kometen auf, streifte noch einen Kraterrand und kam schließlich um 18.31 Uhr mitteleuropäischer Zeit am ungeplanten Landeplatz Abydos zur Ruhe. "Wir hätten es wohl nie gewagt, eine Landung in einem so rauen Gelände wie Abydos zu versuchen“, erläutert Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Doch so konnten die Instrumente an zwei unterschiedlichen Stellen des Kometen messen. Und was Philae seinen Wissenschaftlern am Boden mit den ersten jemals auf einer Kometenoberfläche erfassten Daten mitteilte, bestätigte zum Teil das bisherige Bild von Kometen - zum Teil ließ er die Wissenschaftler aber auch staunen: Eine Oberfläche, die mit grobem Material bedeckt ist, ein überraschend harter Untergrund, der es der Hammersonde MUPUS schwer machte, und Moleküle, wie man sie bisher noch nicht in der Umgebung von Kometen festgestellt hatte. "Die Experimente direkt vor Ort haben zu neuen, zum Teil unerwarteten Einsichten in die Natur des Kometen geführt“, fasst DLR-Planetenforscher Dr. Ekkehard Kührt, der den wissenschaftlichen DLR-Anteil an der Mission betreut, zusammen. "Manches lässt sich eben nur messen, wenn man ganz nah dran ist.“ In einer Sonderausgabe von "Science“ werden diese Ergebnisse am 31. Juli 2015 veröffentlicht.

Philae%2dBodenmodell

Kopfzerbrechen um Lander Philae

20. Juli 2015

Erst meldet sich Lander Philae am 9. Juli 2015 um 19.45 Uhr bei seinem Team im Lander-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) - nur um dann wieder in Schweigen zu verfallen. Seitdem arbeitet das Team daran, mit Tricks und Kniffen wieder in Kontakt mit dem Lander zu treten und ihn für wissenschaftliche Messungen zu betreiben. "Auf unser gesendetes Kommando, das Instrument ROMAP einzuschalten, hat er noch nicht geantwortet", erläutert Philae-Projekteiter Dr. Stephan Ulamec vom DLR. An einem baugleichen Modell im Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) des DLR testen die Ingenieure deshalb zurzeit verschiedene Kommandos, mit denen sie Philae aktivieren und optimieren wollen. "Wir haben in den bisher empfangenen Daten auch Anzeichen dafür, dass Philae sich bewegt haben könnte und seine Antenne dadurch womöglich mehr verdeckt oder anders ausgerichtet ist."

Erstes Marsbild von Mariner 4

50 Jahre vor Pluto-Flyby: Die ersten Bilder vom Mars

14. Juli 2015

Während am heutigen 14. Juli alle Aufmerksamkeit der Astronomen und Raumfahrtfans auf den nahen Vorbeiflug der amerikanischen Sonde New Horizons am Pluto konzentriert ist, erinnern sich "ältere Semester" daran, dass vor genau 50 Jahren ein ganz ähnlicher Planetenvorbeiflug ebenfalls Geschichte schrieb: An diesem Tag passierte die NASA-Sonde Mariner 4 den Mars und funkte die ersten 22 Bilder unseres äußeren Nachbarplaneten zur Erde. Für die damalige Zeit eine großartige Leistung.

Philae%2dKontrollraum

Neues Lebenszeichen von Philae: Kommandos erfolgreich ausgeführt

10. Juli 2015

Lander Philae hat am 9. Juli 2015 von 19.45 Uhr bis 20.07 Uhr erneut Daten gesendet - darunter auch Mess-Daten des Instruments CONSERT. Auch wenn die Verbindung dabei mehrfach abbrach, blieb ein Kontakt zu Philae über insgesamt zwölf Minuten stabil. "Philaes Lebenszeichen beweist uns, dass die Kommunikationseinheit am Lander weiterhin funktioniert und unsere Kommandos empfängt", sagt DLR-Ingenieur Dr. Koen Geurts aus dem Lander-Kontrollraumteam am DLR Köln. Dabei war die Stimmung in den letzten Tagen durchaus durchwachsen gewesen: Seit dem 24. Juni 2015 hatte sich der Lander nicht mehr bei seinem Team im Lander-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeldet. Auch auf ein erstes Test-Kommando, das Instrument CONSERT einzuschalten, reagierte der Lander am 5. Juli 2015 nicht. Philae hatte es seinem Team nicht leichtgemacht, an sein Überleben auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko zu glauben. Jetzt antwortete Philae erneut auf ein zweites Kommando, CONSERT einzuschalten.

Perspektivische Ansicht von Ascuris Planum auf dem Mars

Tektonischer Stress auf dem Mars: die Horst- und Grabenlandschaft von Ascuris Planum

9. Juli 2015

Im Vergleich zu Physik, Mathematik oder Astronomie ist die Geologie eine junge Wissenschaft. Sie entwickelte sich erst in den letzten paar Jahrhunderten zu einem eigenen Forschungszweig. Dieser gründete auf den Erfahrungen bei der Suche nach Rohstoffen und Erzen in Europa. Vor allem in den Mittelgebirgen im Zentrum des Kontinents und den Alpen wurde Bergbau betrieben, weshalb zahlreiche deutsche Fachbegriffe Eingang in die heute überwiegend englische geologische Fachterminologie fanden. Ein besonders markantes Beispiel hierfür ist die sogenannte "Horst- und Grabenstruktur". Dieses auffällige tektonische Phänomen von tiefen Gräben und dazwischen liegenden erhöhten Schollen findet man auf dem Mars an zahlreichen Stellen.

Philae

Kontakt zu Philae weiterhin unregelmäßig und instabil

26. Juni 2015

Trotz neuer Flugbahn und einer Annäherung an den Kometen Churyumov-Gerasimenko von 200 Kilometer auf 180 Kilometer bleiben die Kontakte zu Lander Philae unregelmäßig und kurz. Nach dem ersten Kontakt am 13. Juni 2015 meldete sich Philae insgesamt noch sechs Mal beim Lander-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Zu den letzten drei berechneten Möglichkeiten für eine Verbindung zu Philae konnten allerdings keine Daten empfangen werden. "Im Moment spielen wir mit der Geometrie zwischen Orbiter Rosetta und Lander Philae", sagt DLR-Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec. "Der letzte Kontakt am 24. Juni 2015 dauerte 20 Minuten, allerdings brach die Verbindung immer wieder ab." Nun analysieren die Missionsteams des DLR und der ESA, ob und mit welchen Maßnahmen bessere Kontakte mit Lander Philae möglich sind.

Istok%2dKrater

Flüssiges Wasser auf dem Mars in schöner Regelmäßigkeit

24. Juni 2015

Knochentrocken und staubig zeigt der Mars sich heute - doch die Untersuchung des Istok-Kraters hat jetzt gezeigt: In regelmäßigen Abständen strömten von seinen Kraterwänden so genannte Muren - flüssiges Wasser vermischt mit Gesteins- und Staubpartikeln - in sein Inneres. "Das Überraschende daran ist: Dies muss ziemlich häufig geschehen sein", erläutert Ernst Hauber, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Er ist Koautor einer Studie, die von Tjalling de Haas von der Universität Utrecht geleitet wurde und die am 23. Juni 2015 im Fachjournal Nature Communications erschienen ist. Die Forscher haben untersucht, wieviel Muren in welchen zeitlichen Abständen notwendig waren, um die festgestellten Ablagerungen im Krater zu erklären. Die jüngsten Ströme mit flüssigem Wasser sind nach diesen Schätzungen in den letzten Hunderttausenden von Jahren erfolgt. "Für uns Planetenforscher ist das quasi gestern", betont DLR-Wissenschaftler Ernst Hauber. Die Muren im Istok-Krater gingen seit seiner Bildung mit einer Häufigkeit ab, die auch in extrem trockenen Gebieten auf der Erde festgestellt wurde.

Philae

Nächtlicher Kontakt mit Philae

15. Juni 2015

Lander Philae hat sich am 14. Juni 2015 erneut gemeldet: Von 23.22 Uhr an sendete er bis 23.26 Uhr einige Datenpakete, die nun im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgewertet werden. "Allerdings war dieses Mal die Verbindung zu ihm relativ instabil", sagt Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom DLR. Am 13. Juni 2015 hatte der Lander sich zum ersten Mal nach seinem fast siebenmonatigen Winterschlaf für 85 Sekunden zurückgemeldet und erste Daten zu seinem Zustand gesendet. Auch nach dem zweiten Kontakt bestätigten die aktuellen Daten, dass Philae auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko in einem guten Zustand steht und betriebsbereit ist. Nun sollen die Bahnen des Orbiter Rosetta angepasst werden, damit längere Kontaktzeiten zu Philae möglich sind.

Lander%2dKontrollraum DLR

Lander Philae ist wach: "Hallo" aus dem All

14. Juni 2015

Lander Philae hat sich am 13. Juni 2015 um 22.28 Uhr wieder aus seinem Winterschlaf zurückgemeldet und die ersten Daten zur Erde gesandt. Über 300 Datenpakete hat das Team des Lander-Kontrollzentrums des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgewertet: "Philae geht es sehr gut: Er hat eine Betriebstemperatur von minus 35 Grad Celsius und verfügt über 24 Watt", erläutert DLR-Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec. "Der Lander ist somit betriebsbereit." 85 Sekunden lang "sprach" Philae mit seinem Bodenteam bei seinem ersten Kontakt seit seinem Winterschlaf.

Ceres

Flug über Zwergplanet Ceres

8. Juni 2015

Erst fliegt die Raumsonde Dawn entlang des Äquator, dann geht es dicht über Nord- und Südpol hinweg: Die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben mit bisherigen Aufnahmen der Kamera an Bord der Dawn-Sonde und ihren ersten dreidimensionalen Geländemodellen einen filmischen Überflug über die eisige Ceres erstellt. "Jetzt sehen wir zum ersten Mal die komplette Ceres mit ihren drei Dimensionen", sagt DLR-Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann, der an der Dawn-Mission der NASA beteiligt ist. Der virtuelle Flug in mehr als 335 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde geht über Kraterlandschaften, helle Flecken und ausgedehnte Ebenen.

Ceres

Zwergplanet Ceres: Krater, Einsturzsenken und ungewöhnliche Linien

28. Mai 2015

Das, was Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) von Zwergplanet Ceres zu sehen bekommen hat, lässt nur einen Schluss zu: "Ceres ist geologisch extrem spannend." Der größte Körper im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter sorgt nämlich bereits aus der Ferne betrachtet für jede Menge Gesprächsstoff unter den Wissenschaftlern. Auch das Foto, das die Kamera an Bord der Dawn-Sonde am 23. Mai 2015 aus 5100 Kilometern Entfernung aufnahm, zeigt wieder Strukturen, die zurzeit noch nicht erklärt werden können: "Wir erkennen eine ungewöhnlich große Ansammlung von kleinen runden Strukturen auf engem Raum - dazu gehören kleinere so genannte Sekundär-Krater, die bei großen Einschlägen durch das dadurch ausgeworfene Material entstanden sind, aber auch längere linienförmige Anordnungen und sehr wahrscheinlich Einsturzsenken", erläutert der DLR-Planetenforscher, der an der amerikanischen Dawn-Mission wissenschaftlich beteiligt ist. "Ähnliche Strukturen gibt es zwar auf den Eismonden von Jupiter und Saturn, aber nicht in dieser Dichte."

Ceres

Dawn: Näher und näher an Zwergplanet Ceres

21. Mai 2015

Zuletzt umkreiste die Dawn-Sonde den Zwergplaneten Ceres in einer Höhe von 13600 Kilometern - mittlerweile schraubt sie sich nach und nach auf eine Höhe von 4400 Kilometern hinunter und blickt während ihrer Reise auch auf die geheimnisvollen hellen Flecken, deren Ursprung die Wissenschaftler bisher noch nicht erklären können. Am 16. Mai 2015 entstand dabei eine Aufnahme aus 7200 Kilometern Entfernung, die in einem der Krater gleich eine ganze Gruppe dieser Flecken zeigt. "An diesen Stellen reflektiert Material auf der Oberfläche von Ceres die Sonnenstrahlen besonders stark", erläutert Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Wissenschaftler der Dawn-Mission. "Es könnte frisches Eis sein, es könnte Salz sein - da gehen die Meinungen noch auseinander."

Die Struktur Siloe Patera im Marshochland

Siloe Patera – ein Supervulkan auf dem Mars?

21. Mai 2015

Die Struktur Siloe Patera im Marshochland sorgt derzeit unter den Wissenschaftlern für große Diskussionen: Handelt es sich bei Siloe Patera tatsächlich um die Überreste eines Supervulkans? Es gibt Anzeichen, die dafür sprechen – aber auch dagegen. Ein aktuelles Beispiel für eine interessante geowissenschaftliche Debatte.

Ceres

15 Tage Rundflug um Zwergplanet Ceres abgeschlossen

11. Mai 2015

Seit dem 23. April 2015 umkreiste die Raumsonde Dawn den Zwergplaneten Ceres in einem Abstand von nur 13.600 Kilometern. Insgesamt fast 2000 Bilder nahm währenddessen die Kamera an Bord auf und deckte dabei die komplette Oberfläche des Zwergplaneten ab. "Aus diesen Daten berechnen wir nun das erste dreidimensionale Geländemodell von Ceres, das im Laufe der Mission mit immer besserer Auflösung verfeinert und optimiert wird", sagt Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Wissenschaftler im Dawn-Missionsteam. Schon jetzt aber zeigen hohe Aufwölbungen, ungewöhnliche Kraterformen, helle Flecken und erstaunlich flache Ebenen auf der Oberfläche von Ceres, dass der Zwergplanet für Diskussionen unter den Wissenschaftlern sorgen wird. "Die Aufnahmen sind zwar sehr gut, aber zurzeit können wir über vieles nur spekulieren. Ceres lässt sich nicht so einfach verstehen." Bis zum 6. Juni 2015 wird die Sonde sich nun nach und nach auf einen Abstand von nur noch 4400 Kilometern über der Oberfläche hinuntersenken und alle drei Tage den Zwergplaneten, dessen Durchmesser fast 1000 Kilometer beträgt, einmal umrunden.

Krater%2dGenerationen in Arabia Terra auf dem Mars

Generationen von Kratern bezeugen die Erosionskraft von Wind und Wasser

23. April 2015

Auf dem Mars ist es in der Hauptsache der Wind, der Geländestrukturen im Laufe von Jahrmillionen abträgt. In der Frühzeit des Mars trug dazu auch fließendes Wasser bei.

Die Gewinner von "Aktion 42" und "Abenteuer Weltraum" mit ESA%2dAstronaut Alexander Gerst

Astronaut treffen statt Schulbank drücken

15. April 2015

"Es soll ein Tag sein, der euch vor allem eines macht: Spaß!", begrüßt Dr. Volker Kratzenberg-Annies, zuständig für die Nachwuchsförderung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die 24 Schülerinnen und Schüler am Mittwochmorgen. Sie haben nämlich bei den Wettbewerben "Aktion 42" beziehungsweise "Abenteuer Weltraum" teilgenommen und gewonnen - und zwar ein Treffen mit dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst.

Mars

Der Mars im Großformat

14. April 2015

Bisher gab es den Mars im Streifenformat, Bahn um Bahn sorgfältig mit der europäischen Sonde Mars Express abgeflogen und zu dreidimensionalen Höhenmodellen und Perspektivbildern verarbeitet - nun haben die Planetenforscher unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstmals diese unterschiedlichen 50 bis 100 Kilometer breiten Streifen zu einer großformatigen und einheitlichen Karte zusammengefügt. 2,3 Millionen Quadratkilometer Oberfläche deckt das erste Mosaik ab, das sich über die weitläufige, kraterübersäte Hochlandregion des Roten Planeten, Teile des Ausflusstals Ares Vallis, des chaotischen Gebiets Aram Chaos oder auch die Ebenen Meridiani Planum und Chryse Planitia erstreckt. "Gerhard Mercator und Carl Friedrich Gauß haben die Erde vermessen, wir folgen mit unserer Vermessung des Mars ihrer Tradition", sagt Prof. Ralf Jaumann, DLR-Planetenforscher und wissenschaftlicher Leiter der hochauflösenden Stereokamera HRSC auf der Mars-Express-Sonde. "In der Qualität, die wir jetzt mit den Aufnahmen der HRSC-Kamera erreichen, wurde dies vorher noch nicht umgesetzt."

 
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