In der Vulkanregion Tharsis können zahlreiche ungewöhnliche Landschaftsphänomene beobachtet werden. Die vom DLR betriebene HRSC-Kamera auf der Raumsonde Mars Express nahm eine Reihe von geradlinigen Bruchstrukturen auf, entlang deren Verlauf sich Ketten von bis zu 1500 Meter tiefen Trichtern gebildet haben. Über die Entstehung dieser Trichterketten sind sich die Marsforscher noch uneins.
Es ist Frachter, Lager und Antriebssystem in einem und stellt eine wesentliche Verbindung zwischen den Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation ISS und ihrer Basis auf der Erde dar: Der dritte europäische Raumtransporter ATV (Automated Transfer Vehicle) ist am 23. März 2012 um 05.31 Mitteleuropäischer Zeit (01.31 Uhr Ortszeit) an Bord einer Ariane-5ES-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana zur ISS gestartet.
Berliner DLR-Institut für Planetenforschung und Planetarium am Insulaner gehen am bundesweiten Astronomietag der Frage nach Leben im Universum nach
Eis und Schnee können farbig sein - zumindest wenn der Blick des Radarsatelliten TerraSAR-X des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf eine solche Landschaft fällt. Bis in eine Tiefe von einem Meter können die Radarstrahlen in die Schneedecke vorstoßen - der Untergrund selbst reflektiert die Pulse dann unterschiedlich stark zurück. So wird aus dem zugefrorenen Mündungsdelta des kanadischen MacKenzie-Flusses eine Aufnahme in vielen Farben, die die unterschiedlichen Strukturen der Landschaft unter dem Schnee zeigt.
Die aktuellen HRSC-Bilder zeigen einen Teil der nördlichen Abbruchkante von Ius Chasma. Dieses Tal gehört zu den Valles Marineris, dem größten Riftsystem im Sonnensystem.
Wie hat sich unsere Ozonschicht in den letzten zehn Jahren verändert? Wie beeinflussen Spurengase wie Stickstoffoxide, Kohlendioxid und Methan unser Klima? Wie wirken Umweltschutzmaßnahmen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich auch deutsche Forscher, als vor zehn Jahren - am 28. Februar 2002 - der europäische Umweltsatellit ENVISAT auf einer der ersten Ariane-5-Raketen seine Reise ins All antrat.
Gibt es Leben unter dem Eispanzer des Enceladus? Sollten Europas Pläne für eine zukünftige Mission zum Eismond des Saturn Wirklichkeit werden, wollen deutsche Forscher die Wasservorkommen dort genauer auf Lebensspuren untersuchen.
Wann genau der letzte große Einschlag eines Asteroiden auf der Erde geschah, ist nicht klar. Dass in Zukunft weitere Kollisionen folgen werden, dessen ist sich Alan Harris, Asteroidenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), sicher. In den nächsten dreieinhalb Jahren leitet er die im Januar 2012 gegründete internationale Kooperation "NEOShield" (Near Earth Object) - insgesamt 13 Partner aus Forschung und Industrie werden gemeinsam erforschen, wie Einschläge von Asteroiden und Kometen verhindert werden können. Untersucht wird unter anderem die Möglichkeit, Asteroiden durch den Einschlag einer Raumsonde von ihrer bedrohlichen Bahn abzubringen. Die Europäische Union unterstützt das Projekt mit vier Millionen Euro. Weitere 1,8 Millionen Euro steuern die beteiligten Partner bei.
Die Bilder der Stereokamera-HRSC zeigen eine Region, die Hobby-Astronomen bestens vertraut ist: Syrtis Major. Die Vulkanprovinz ist als dunkler Fleck auf der Marsscheibe relativ leicht zu identifizieren.
Nach einem Jahr hat der deutsche Erdbeobachtungssatellit TanDEM-X mit seinem Zwillingssatelliten TerraSAR-X die Landflächen der Erde zum ersten Mal komplett abgebildet. Aus der Datenbasis entsteht das weltweit erste einheitliche, hochpräzise und digitale Höhenmodell der Erde in 3D.
Die Region Tempe Terra ist eine der geologisch vielfältigsten auf dem Mars. Die Aufnahmen der hochauflösenden Stereokamera HRSC zeigen zahlreiche interessante geologische Phänomene.
Die NASA-Raumsonde Dawn befindet sich seit Mitte Dezember 2011 auf ihrer niedrigsten Umlaufbahn um den Asteroiden Vesta. Im November wurde der Orbit langsam auf eine Höhe von etwa 210 Kilometern über der Asteroidenoberfläche abgesenkt. Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fließen die Daten aus nächster Nähe in die Karten und Höhenmodelle des Asteroiden mit ein.
Die Phlegra Montes sind ein Gebirgsmassiv auf dem Mars, das sich über mehrere hundert Kilometer vom nordöstlichen Teil der Elysium-Vulkanregion bis weit in die nördliche Tiefebene erstreckt. Die Gebirgsgruppe besteht aus einer Vielzahl sanfter Hügel und Bergrücken, deren Entstehung auf einen tektonischen Ursprung zurückgeführt wird. In den hier gezeigten aktuellen Aufnahmen vom Süden der Phlegra Montes, die mit der vom DLR betriebenen Stereokamera HRSC an Bord der ESA-Raumsonde Mars Express gemacht wurden, sticht vor allem ein großes Tal ins Auge, in dem deutlich langestreckte Fließformen zu erkennen sind.
Kein Asteroid und kein anderer Gesteinsplanet sieht so aus wie der Asteroid Vesta, den die amerikanische Raumsonde Dawn seit Juli 2011 umkreist – unzählige Krater, Furchen und Hänge prägen die Landschaft des Himmelskörpers. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit den Aufnahmen der Kamera an Bord der Sonde einen 3D-Film erstellt, der erstmals den Asteroiden buchstäblich zum Greifen nah erscheinen lässt. Mit einer Rot-Grün-Brille betrachtet, geht es im Flug über den Schneemann-Krater und einen der höchsten Berge im Sonnensystem. Noch können die Planetenforscher der Dawn-Mission nicht alle Phänomene erklären: "Vesta gibt uns viele Rätsel auf", sagt DLR-Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann.
"Curiosity", Neugierde, heißt der amerikanische Rover, der am 26. November 2011 um 16.02 Uhr Mitteleuropäischer Zeit in Richtung Mars gestartet ist. Mit zehn Instrumenten an Bord soll er Informationen liefern, wie lebensfeindlich oder auch –freundlich der Rote Planet in der Vergangenheit war – und für zukünftige bemannte Missionen sein kann. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Christian-Albrechts-Universität Kiel schicken dazu das Strahlungsmessgerät RAD (Radiation Assessment Detector) zum Mars. Das Ziel: Die Forscher wollen erstmals vor Ort messen, wie hoch die Strahlung für zukünftige Astronauten ist und in welcher Bodentiefe Lebensformen überleben könnten. Gelandet wird im Gale Crater – einem Ziel, das auch DLR-Planetenforscher Ernst Hauber in Workshops mit der amerikanischen Weltraumbehörde NASA favorisiert hat.
Am 8. November 2011 hat die russische Raumsonde Phobos-Grunt um 21.16 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (9. November 2011, 02.16 Uhr Ortszeit) ihre Reise zum Mars begonnen. Im Februar 2013 soll die Sonde auf dem Marsmond Phobos landen und dort Proben der Oberfläche sammeln.
520 Tage ohne Sonnenlicht, frische Luft und direkten Kontakt zur Außenwelt - die sechs Probanden der Mars500-Mission mussten auf vieles verzichten, während sie in ihrem virtuellen Raumschiff bis zum Mars und wieder zurück zur Erde reisten. Nach anderthalbjähriger Isolation öffnete sich jetzt, am 4. November 2011 um 11 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (14 Uhr Ortszeit), die versiegelte Tür des Mars500-Containers. Seit dem 3. Juni 2010 hatten die "Kosmonauten" im Moskauer Institut für Biomedizinische Probleme (IBMP) einen Flug durchs Weltall simuliert und dabei zahlreiche Experimente durchgeführt. "Der Crew geht es gut", sagt Dr. Peter Gräf vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Die Vulkane auf dem Mars sind wahre Giganten. Neben dem größten Feuerberg des Sonnensystems, dem 24 Kilometer hohen Olympus Mons, sowie den drei benachbarten Schildvulkanen Arsia, Pavonis und Ascraeus, befinden sich auf der Tharsis-Aufwölbung am Marsäquator einige weniger beachtete Vulkankomplexe von ebenfalls gewaltigen Ausmaßen. Mit einer Grundfläche von 155 mal 125 Kilometern ist der 8.000 Meter hohe Tharsis Tholus zwar nur ein Vulkan aus dem ‚Mittelfeld’, nach irdischen Maßstäben dennoch ein wahrhaftiger Riese. Die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebene hochauflösende Stereokamera (HRSC) auf der ESA-Raumsonde Mars Express nahm während mehrerer Orbits Bilddaten von Tharsis Tholus auf, die zu einem Mosaik mit einer Auflösung von etwa 14 Metern pro Bildpunkt (Pixel) zusammengefügt wurden. Die Abbildungen zeigen einen Ausschnitt bei 13 Grad nördlicher Breite und 268 Grad östlicher Länge.
Das amerikanische Festival "Burning Man" sieht von oben aus wie ein Spinnennetz. Auf dem Festivalgelände in der Black Rock Wüste (Nevada) hat sich eine Struktur gebildet, die Ähnlichkeit mit einer kleinen Stadt hat. Im Oktober und September 2011 hat der Radarsatellit TerraSAR-X des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) einige eindrucksvolle Aufnahmen vom Festival und dessen Aufbau aufgenommen.
Am 31. Oktober 2011 ist um 22.58 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (das heißt am 1. November, 5.58 Uhr Ortszeit) das chinesische Raumschiff Shenzhou-8 mit dem deutsch-chinesischen Experiment SIMBOX an Bord vom Weltraumbahnhof Jiuquan in den Weltraum gestartet.