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Neues Labor in Braunschweig eingeweiht

Leichtbau mit Klebeverbindungen für Raketen, Flugzeuge und Windkraftanlagen

Dienstag, 9. Mai 2017

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  • Klebetechniken werden im Faserverbundleichtbau neben klassischen Verbindungstechniken immer wichtiger
  • Vorteile sind beispielsweise glatte Oberflächen bei Tragflächen, gleichverteilte Lasten und Korrosionsfreiheit
  • Schwerpunkt: Luftfahrt

Ob Flugzeugklappenstruktur, Zwischenstufenadapter einer mehrstufigen Rakete oder Windkraftrotorblätter, überall wird geklebt und Faserverbundleichtbau zur Gewichtsreduzierung eingesetzt. Um dies zukünftig noch leistungsfähiger zu gestalten, kommt der Verbindungstechnik eine Schlüsselrolle zu. Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben dafür am 9. Mai 2017 eine ideale Laborumgebung in Braunschweig eingeweiht. Im Leichtbau-Montagelabor arbeiten die Experten des DLR-Instituts für Faserverbundleichtbau und Adaptronik gemeinsam mit dem Institut für Adaptronik und Funktionsintegration (IAF) der TU Braunschweig an den Hochleistungsklebetechniken der Zukunft für Verkehrsträger und Energieanwendungen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir hier im Rahmen der Initiative DLR@Uni dieses neue Labor errichten konnten", sagt Dr. Thomas Löbel vom DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptonik. "Das Labor ist eine ideale Ergänzung unserer Forschungsmöglichkeiten im Faserverbundleichtbau, denn Klebetechniken werden neben klassischen Verbindungstechniken immer wichtiger und haben ein großes Potential. Das Kleben von Faserverbundstrukturen ist ein sehr aktuelles Thema, an dem auch die Industrie großes Interesse hat." Klebeverbindungen besitzen gegenüber Bolzenverbindungen einige Vorteile: sie sind korrosionsfrei und sorgen beispielsweise in der Luftfahrt bei Flugzeugtragflächen für glatte Oberflächen, was für eine laminare kraftstoffsparende Strömung notwendig ist. Klebverbindungen vermeiden Schäden der Fügepartner, Lasten werden homogen übertragen und Gewicht reduziert.

Das Besondere des neuen Labors ist die Vielfalt der Forschungsanlagen, die dort zusammengeführt werden. Davon können auch Industrieunternehmen profitieren, die in der Regel nicht die Infrastruktur haben, um solche Untersuchungen selber durchzuführen. Insbesondere das belastbare strukturelle Kleben im Leichtbau steht im Fokus der aktuellen Forschung. Im Rahmen der Initiative DLR@Uni hat das DLR rund 500.000 Euro für die Anlagen aufgewendet. Die Räumlichkeiten des Labors stellt die TU Braunschweig zur Verfügung.

Zuletzt geändert am:
09.05.2017 16:38:40 Uhr

Kontakte

 

Falk Dambowsky
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Media Relations

Tel.: +49 2203 601-3959

Fax: +49 2203 601-3249
Dr. Thomas Löbel
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Funktionsleichtbau

Tel.: +49 531 295-3157

Fax: +49 531 295-3035
Prof. Dr.-Ing. Christian Hühne
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Abteilungsleiter Funktionsleichtbau

Tel.: +49 531 295-2310

Fax: +49 531 295-3035