Der DLR-Standort Braunschweig

Verkehrsmanagement: Evangelischer Kirchentag aus der Luft

Montag, 29. Mai 2017

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  • Einbau der Messinstrumente
    Einbau der Messinstrumente

    Fitmachen für den Einsatz: In der Vorbereitungsphase wurden die Sensoren für das VABENE++-Verkehrsmonitoring passgenau in den DLR-Forschungshubschrauber integriert.

  • Blick aus dem Hubschrauber
    Blick aus dem Hubschrauber

    Überflug über das Veranstaltungsgelände von Wittenberg: Für das Verkehrsmonitoring des Evangelischen Kirchentags 2017 nutzte das VABENE++-Team ausschließlich luftgestützte Daten.

  • Monitoring des Veranstaltungsortes
    Monitoring des Veranstaltungsortes

    Die roten Linien markieren die Flugstreifen des DLR-Verkehrsmonitorings über Wittenberg.

  • Fußweg zur Festwiese
    Fußweg zur Festwiese

    Die DLR-Experten unterstützen das Verkehrsmanagement des Kirchentags rundum mit luftgestützten Lageinformationen. Das Analyse hier zeigt den Besucherstrom aus der Innenstadt in Richtung Pontonbrücke zur Festwiese von Wittenberg.

  • Kontakt zur Bodenstation
    Kontakt zur Bodenstation

    Die Aufnahmen des 4k-Kamerasystems wurden innerhalb von Sekunden an Bord des DLR-Forschungshubschraubers BO 105 prozessiert und an die Bodenstation übermittelt.

  • Bodencrew: Verkehrsanalyse in nahe-Echtzeit

    Die Wissenschaftler am Boden berechnen anhand der VABENE++-Luftdaten die Verkehrsqualität der überflogenen Gebiete (Level of Service) und kennzeichnen den Verkehrszustand mit den typischen Ampel-Markierungen grün, gelb und rot für fließenden, stockenden und stehenden Verkehr.

  • Lageerfassung vor der Veranstaltung
    Lageerfassung vor der Veranstaltung

    Zur Unterstützung der Einsatzplanung erstellte der ZKI-DE Service für Bundesbehörden vorab Lagebilder von Veranstaltungsort und Infrastrukur der Umgebung.

  • Einsatzkräfte vor Ort nutzten aktuelle Luftbilder und Verkehrsauswertungen des DLR für den Evangelischen Kirchentag 2017
  • Unterstützung durch das DLR-Projekt VABENE++ und dem ZKI-DE Service für Bundesbehörden
  • Schwerpunkt: Sicherheit, Verkehrsmonitoring

Etwa 120.000 Menschen versammelten sich zum Abschluss des Evangelischen Kirchentags am 28. Mai 2017 in der Lutherstadt Wittenberg. Das Verkehrs- und Sicherheitsmanagement der insgesamt fünftägigen Großveranstaltung wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt: Das Team des DLR-Projekts VABENE++ erstellte aktuelle Luftbilder und analysierte die Verkehrsströme rund um den Veranstaltungsort. Dabei kam das echtzeitfähige 4k-Kamerasystem zum Einsatz, das die Wissenschaftler speziell zum Monitoring von Großveranstaltungen entwickelt haben.

Aktuelle Informationen auf einen Blick

Aus ganz Deutschland zog es die Besucher in Reisebussen, Privatfahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln zu der außerhalb der Stadt gelegenen Festwiese von Wittenberg. Ein Verkehrsaufkommen auf teils ländlichen Straßen, das mit kommerziell verfügbarer Sensorik nicht zu erfassen gewesen wäre. Für die Auswertungen nutzte das VABENE++-Team daher ausschließlich luftgestützte Daten. Die Verkehrsexperten des DLR konnten dazu ihre umfassenden Kompetenzen einbringen – von der Datenerhebung, über die Verarbeitung bis zur mobilen Bereitstellung der aktuellen Lagekarten und Informationsprodukte. Der Nutzerkreis umfasste die Veranstaltungsleitung, die Johanniter, das Technische Hilfswerk, das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt sowie die Landespolizei.

Hoch über dem Geschehen, an Bord des DLR-Forschungshubschraubers BO 105, waren die Wissenschaftler für die Aufnahme der aktuellen und flächendeckenden Luftdaten zuständig. Mit Hilfe ihres neuen 4k-Kameraystems lieferten sie innerhalb von Sekunden hochaufgelöste Bilder, die per Mikrowellenlink direkt zu einer mobilen Empfangsstation übertragen wurden. Am Boden extrahierten dann die DLR-Experten dann die "Trajektorien", also die Bewegungslinien der Fahrzeuge auf den Straßen. Daraus berechneten sie schließlich die Verkehrsqualität (Level of Service, LOS), welche mit den typischen Ampel-Markierungen grün, gelb und rot für fließenden, stockenden und stehenden Verkehr den jeweiligen Verkehrszustand kennzeichnet.

Die Personenströme rund um die Veranstaltungsorte behielt das VABENE-Team mit ihrer Technologie auch im Blick, um das Sicherheitsmanagement der Veranstalter zu unterstützen. Im Vorfeld hatte außerdem das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum des DLR seinen ZKI-DE Service für Bundesbehörden zur Verfügung gestellt und mit Satellitenbildern sowie Luftbildern des 4k-Kamerasystems die Aufbauten auf der Festwiese und die Infrastruktur der Umgebung festgehalten. So konnten die Einsatzkräfte ihre Aktivitäten genauer koordinieren und Vorher-Nachher Situationen aktuell vergleichen. ZKI-DE ist eine besondere Kooperation zwischen dem Bundesministerium des Innern (BMI) und dem DLR zur kurzfristigen Beschaffung und Analyse aktueller Geoinformationen für die zivile und öffentliche Sicherheit.

Über VABENE++

Im Projekt VABENE++ werden leistungsfähige Unterstützungswerkzeuge für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und Verkehrsbehörden für den Umgang mit Katastrophen und Großveranstaltungen entwickelt. Im Rahmen des DLR-Verkehrsforschungsprogramms arbeiten in diesem Projekt verschiedene DLR-Institute und Partnereinrichtungen fachübergreifend zusammen und werden durch die DLR-Flugbetriebe unterstützt.

Der Einsatz zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 wurde vom Institut für Verkehrssystemtechnik, dem Institut für Methodik der Fernerkundung, dem Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum, sowie dem Flugbetrieb des DLR durchgeführt.

Zuletzt geändert am:
29.05.2017 15:03:12 Uhr

Kontakte

 

Bernadette Jung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Oberpfaffenhofen, Weilheim, Augsburg

Tel.: +49 8153 28-2251

Fax: +49 8153 28-1243
Ronald Nippold
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik

Tel.: +49 30 67055-263
Veronika Gstaiger
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Methodik der Fernerkundung, Photogrammetrie und Bildanalyse

Tel.: +49 8153 28-3179
Dr. Monika Gähler
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum: Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI)

Tel.: +49 8153 28-3309
Sebastian Soffner
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Projektmanagement Flugexperimente

Tel.: +49 531 295-2646