Freitag, 3. Februar 2012
Göttinger Schüler am Zugmodell
An der Tunnelsimulationsanlage für Zugmodelle: DLR-Physikerin Daniela Heine und IPhO-Teilnehmer Wieland Lühder aus Göttingen. Lühder erhielt eine Einladung zum Auswahlseminar für die Europäische ScienceOlympiade.
Quelle: DLR (CC-BY 3.0).
Luftfahrtforschung für Schüler
DLR_School_Lab-Leiter Dr. Oliver Boguhn erklärt den Schülern die Forschung im DLR Göttingen für ein besseres Klima an Bord von Flugzeugen. Dazu werden Thermodummies eingesetzt.
Die 15 Sieger der Auswahlrunde
Gruppenbild der 15 Sieger:Vorne von links: Julius Kunze, Qiao Gu, Georg Krause. Hinten von links: Vu Phan Thanh, Sebastian Linß, Bach-Huy Tran, Cornelius Römer, Korbinian Pöppel, Lorenz Eberhardt, Lucas Rettenmeier, Patrick Paluch, Johannes Dickmann, Sebastian Lunz, Anne Sauermann, Jannes Münchmeyer.
Deutschlands beste Nachwuchsphysiker sind vom 28. Januar bis 3. Februar 2012 am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen im Auswahlverfahren für die Internationale PhysikOlympiade 2012 gegeneinander angetreten. Die 51 Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 19 Jahren hatten sich unter bundesweit mehr als 500 Kandidaten qualifiziert. Im DLR mussten die Schüler ihre Fähigkeiten in theoretischen und experimentellen Klausuren unter Beweis stellen. Die fünf Besten reisen im Juli nach Tallin, Estland, um auf der 43. Internationalen PhysikOlympiade für Deutschland gegen Schüler aus über 80 anderen Ländern anzutreten.
Neben den Klausuren erwarteten die Kandidaten Seminare, Exkursionen und Einblicke in die Forschungsarbeit am DLR Göttingen. So lernten die Schüler beispielsweise, wie ein Hubschrauber funktioniert, wie man den Auftrieb eines Flugzeuges messen kann, oder sie bauten selbst einen Windkanal. "Es gibt keinen passenderen Ort für eine PhysikOlympiade als Göttingen", sagte Prof. Joachim Block, Leiter der DLR-Standorte Göttingen und Braunschweig, bei der Siegerehrung mit Blick auf die Göttinger Nobelpreisträger des Faches.
Die Internationale PhysikOlympiade (IPhO) fördert die Interessen und Kenntnisse in Physik besonders begabter Schülerinnen und Schüler und bietet ihnen frühzeitig die Möglichkeit, auf nationaler und internationaler Ebene fachliche Kontakte zu knüpfen. Jedes Teilnehmerland entsendet ein Team aus bis zu fünf Olympioniken, die einzeln in Klausuren antreten. Der jährlich stattfindende vierstufige bundesweite Auswahlwettbewerb wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder und unter finanzieller Unterstützung durch das BMBF koordiniert.
Folgende Schüler haben sich für die nächste Auswahlrunde qualifiziert:
Vier besonders junge Schüler erhielten für ihre Leistungen außerdem eine Einladung zum Auswahlseminar für die diesjährige Europäische ScienceOlympiade. Für Sie winkt in diesem gesamtnaturwissenschaftlichen Teamwettbewerb ein Ticket nach Vilnius, Litauen. Die vier sind: Jonatan-Andreas Burmeister aus Erfurt, Wieland Lühder aus Göttingen, Lucas Rettenmeier aus Ellwangen und Oliver Zier aus Wunsiedel. Darüber hinaus können drei Kandidaten durch ein Forschungspraktikum im DLR Göttingen die in der letzten Woche gewonnenen Eindrücke weiter vertiefen. Dieser DLR-Sonderpreis ging an: Evgueni Kivman aus Bremerhaven, Daniel Pflüger aus Lüneburg und Martin Väth aus Quickborn.
Zuletzt geändert am:03.02.2012 13:08:10 Uhr