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Schutz vor Weltraumstrahlung: Deutsch-israelische Zusammenarbeit im All

Freitag, 3. Februar 2017

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  • MATROSHKA im Einsatz
    Weltraumpuppe MATROSHKA im Einsatz

    Die Weltraumpuppe MATROSHKA, hier in vier unterschiedlichen Ausführungen, misst die Strahlenbelastung: ein dem Menschen nachempfundener Oberkörper ohne "Kleidung"; gekleidet in Poncho und Kappe; eingehüllt in einen Behälter aus Kohlefaser zur Simulation der Schutzwirkung eines Raumanzuges; überzogen mit thermischer Isolierung.

  • DLR und ISA unterzeichnen das Memorandum of Understanding
    ISA und DLR unterzeichnen das Memorandum of Understanding

    Peretz Vazan, Director General of the Ministry of Science, Technology and Space (l.) und Dr. Hubert Reile , Programmdirektor Raumfahrt beim DLR unterzeichnen die Vereinbarung.

  • Gruppenbild aller Beteiligter von ISA und DLR
    Gruppenbild aller Beteiligter von ISA und DLR

    v.l.n.r.: Dr. Oren Milstein; Peretz Vazan; Avi Blasberger; Dr. Hubert Reile; Sebastian Kleim; Ilana Lowi, Director Division of International Relations, MOST; Shani Edri, Division of International Relations, MOST, Shmaryahu Aviad

  • Das zusätzliche Crew%2dMitglied: Mit dem MATROSHKA%2dPhantom wird die Strahlung in der Internationalen Raumstation ISS gemessen
    Das zusätzliche Crew-Mitglied: Mit dem MATROSHKA-Phantom wird die Strahlung in der Internationalen Raumstation ISS gemessen

    Aus insgesamt 33 Scheiben bestehen Kopf und Oberkörper der MATROSHKA. Im Innersten des Torsos befindet sich ein menschliches Skelett, eingegossen sind diese Knochenteile in den Kunststoff Polyurethan, der das menschliche Gewebe in seiner unterschiedlichen Dichte simuliert.

ISA und DLR kooperieren in der Entwicklung einer Strahlenschutzweste für Astronauten.

Im Rahmen der 12. Internationalen Ilan Ramon Raumfahrtkonferenz in Israel, hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 31. Januar 2017 eine Kooperation mit der israelischen Raumfahrtagentur ISA vereinbart. Gegenstand der von der DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Pascale Ehrenfreund unterzeichneten Absichtserklärung ist die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Strahlungsschutzes für Astronauten.

Bei dem für 2018 geplanten Testflug mit der "Orion" Raumkapsel soll eine von der Firma StemRad entwickelte Strahlenschutzweste getestet werden. Die Weste wird während des unbemannten Fluges von einer am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin entwickelten Puppe getragen. Diese "Matroshka" genannte Puppe besteht aus einem Kunststoff, dessen Dichte dem menschlichen Gewebe gleicht. Im Inneren der Puppe befinden sich neben den Knochen auch zahlreiche Messgeräte, welche die Strahlenbelastung in den verschiedenen Körperregionen aufzeichnen. Um die Wirkung der Schutzweste vergleichen zu können, wird sich eine zweite - ungeschützte - "Matroshka" an Bord des Orion-Raumschiffs befinden.

Dr. Oren Milstein, Geschäftsführer von StemRad entwickelte sein Strahlenschutzkonzept nach dem Reaktorunglück von Fukushima. Zunächst als erweiterter Gürtel für den Unterleib, in dem sich der Großteil des menschlichen Knochenmarks befindet. "Hochintensive ionisierte Strahlung zerstört das menschliche Knochenmark, welches für die Blutproduktion wichtig ist. Die Folgen sind schwere Anämie, Infektionen und Krebs." sagt Milstein. "Forschungen haben gezeigt, dass es ausreicht rund fünf Prozent der Knochenmarkzellen zu schützen, um eine Erholung und Erneuerung des Blutes zu ermöglichen."

Die Absichtserklärung zwischen DLR und ISA wurde von Dr. Hubert Reile, von der Programmdirektion Raumfahrt, an den Direktor der israelischen Raumfahrtagentur, Avi Blasberger übergeben.

Zuletzt geändert am:
15.02.2017 14:44:31 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Pressesprecher

Tel.: +49 2203 601-2474

Fax: +49 2203 601-3249
Sebastian Kleim
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Strategie und Internationale Beziehungen

Tel.: +49 2203 601-4168