Köln

DLR/NASA-Design Challenge

Nachwuchsforscher entwerfen das Flugzeug der Zukunft

Donnerstag, 17. August 2017

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  • "Urban Liner" der TU München
    "Urban Liner" der TU München

    Die Münchner entwarfen mit ihrem "Urban Liner" ein ungewöhnlich aussehendes Flugzeug mit Hybridantrieb. Auffallendstes Merkmal ist das einzelne Triebwerk, das am Heck zwischen den Leitwerken angebracht ist. Geht es nach den Studierenden, soll der Treibstoffverbrauch halbiert und der Stickoxidausstoß gar um 80 Prozent verringert werden können.

  • "HORUS 3000%2d300" der FH Aachen
    "HORUS 3000-300" der FH Aachen

    Mit dem zweiten Platz wurde das Konzept "HORUS 3000-300" der FH Aachen ausgezeichnet.

  • "HELESA" der Universität Stuttgart
    "HELESA" der Universität Stuttgart

    Ein innovatives Konzept für ein Überschallflugzeug, quasi ein umweltfreundlicher Nachfolger der Concorde, präsentierte ein Team der Universität Stuttgart, das mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde. Deren Konzept "HELESA" schlägt ein langgestrecktes Flugzeug mit vorwärts gepfeilten Flügeln vor.

  • RWTH Aachen: "Low Noise Hybrid Passenger Aircraft"
    RWTH Aachen: "Low Noise Hybrid Passenger Aircraft"

    Vorwärts gepfeilte Canard-Flügel und ein nicht einziehbares Fahrwerk im Leitwerk: der Entwurf der RWTH Aachen weist ungewöhnliche Ideen auf, die Lärm und Treibstoffverbrauch verringern sollen.

  • Siegerteam der TU München
    Siegerteam der TU München

    DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke mit den Siegern des Wettbewerbs: Soma Varga, Daniel Metzler und Christian Decher (von links). Sie werden ihr Konzept bei der NASA präsentieren dürfen.

  • DLR und NASA veranstalten einen gemeinsamen Studierenden-Wettbewerb auf der Suche nach dem Flugzeug der Zukunft
  • In Braunschweig wurden jetzt die Sieger prämiert
  • Schwerpunkt(e): Luftfahrt, Digitalisierung

Leise, umweltfreundlich, aerodynamisch elegant: So stellen sich deutsche Studierende das Flugzeug der Zukunft vor. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat jetzt die nationalen Gewinner eines gemeinsam mit der NASA ausgetragenen Wettbewerbs um die besten Ideen für künftige Luftfahrzeuge ausgezeichnet. Gewinner ist ein Team der TU München.

Die Münchner entwarfen mit ihrem "Urban Liner" ein ungewöhnlich aussehendes Flugzeug mit Hybridantrieb. Auffallendstes Merkmal ist das einzelne Triebwerk, das am Heck zwischen den Leitwerken angebracht ist. Geht es nach den Studierenden, soll der Treibstoffverbrauch halbiert und der Stickoxidausstoß gar um 80 Prozent verringert werden können.

"Die vorgeschlagenen Technologien beim "Urban Liner" sind hochinnovativ und alles wurde zu einem stimmigen Gesamtkonzept entwickelt", würdigte DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke bei der Preisverleihung in Braunschweig den Münchner Entwurf.

Bei dem Ziel, ein leiseres Flugzeug zu entwerfen, verfolgten die Münchner einen radikalen Ansatz: "Normalerweise wird beim Flugzeug erst spät im Entwurf auf Möglichkeiten der Lärmreduzierung geachtet", so Teamleiter Christian Decher, "wir haben dem von Anfang an alles andere untergeordnet."

Mit dem zweiten Platz wurde das Konzept "HORUS 3000-300" der FH Aachen ausgezeichnet. Die Jury aus Luftfahrtforschern des DLR zeigte sich von den vielfältigen Ideen aller teilnehmenden Studierenden beeindruckt. "Unsere größte Herausforderung als Luftfahrtforscher ist, trotz weltweit stetig wachsender Passagierzahlen den Umwelteinfluss des Flugverkehrs weiter zu mindern und so Emissionen und Lärm zu reduzieren. Dafür brauchen wir frische und ungewöhnliche Ideen, und solche haben die Studierenden präsentiert", sagte Henke.

Im Wettbewerb waren neben Design-Vorschlägen für leiseres Fliegen auch solche für effiziente Überschalljets gefragt. Das Konzeptflugzeug sollte mindestens 200 Passagiere beziehungsweise 12 beim Überschallflieger transportieren und bis 2035 realisiert werden können. Die teilnehmenden Studierenden-Teams in Deutschland und Amerika wählten eines der Themen für ihren Wettbewerbsbeitrag. Ein innovatives Konzept für ein Überschallflugzeug, quasi ein umweltfreundlicher Nachfolger der Concorde, präsentierte ein Team der Universität Stuttgart, das mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde. Deren Konzept "HELESA" schlägt ein langgestrecktes Flugzeug mit vorwärts gepfeilten Schwenkflügeln vor.

63 Studierende aus sieben Universitäten

Für die NASA/DLR-Design Challenge hatten sich auf deutscher Seite 63 Studierende verteilt auf zehn Teams aus sieben Hochschulen angemeldet. Die vier Erstplatzierten sind:

1.    TU München: "Urban Liner"
2.    FH Aachen: "HORUS 3000-300"
3.    Universität Stuttgart: "High-Efficient Low-Emission Supersonic Aircraft HELESA”
4.    RWTH Aachen: "Low Noise Hybrid Passenger Aircraft"

Außerdem nahmen Teams der TU Berlin und der TU Hamburg-Harburg teil. Auf amerikanischer Seite gibt es ebenfalls eine zweistellige Anzahl teilnehmender Teams verschiedener Hochschulen. Das deutsche Gewinnerteam des Wettbewerbs reist im Herbst 2017 zur amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA in die USA. Dort präsentieren sie neben den amerikanischen Siegern ihre prämierte Arbeit in einem Symposium mit international anerkannten Luftfahrtforschern. "Mit dieser gemeinsamen Aktion zur Nachwuchsförderung wird auch die hervorragende Kooperation des DLR mit der NASA im Bereich Luftfahrtforschung weiter gestärkt", stellte Prof. Henke abschließend fest.

Zuletzt geändert am:
17.08.2017 16:27:58 Uhr

Kontakte

 

Jens Wucherpfennig
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Göttingen, Bremen

Tel.: +49 551 709-2108

Fax: +49 551 709-12108
Dr. Olaf Brodersen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Institut für Aerodynamik und Strömumgstechnik

Tel.: +49 531 295-2445
Dr. Klausdieter Pahlke
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Programmdirektion Luftfahrt

Tel.: +49 531 295-3270