Der DLR-Standort Lampoldshausen

SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Stoch zu Besuch beim DLR Lampoldshausen

Andreas Stoch zu Besuch am P4.1

Dienstag, 14. Februar 2017

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  • Andreas Stoch zu Besuch am P4.1
    Andreas Stoch zu Besuch am P4.1

    Mit Hilfe der Triebwerktests am Höhensimulationsprüfstand P4.1 erzielen DLR-Ingenieure Erkenntnisse über das Verhalten des Oberstufentriebwerks Vinci, die beim Hersteller Airbus Safran Launchers für letzte Optimierungen genutzt werden. V.l.n.r.: Prof. Stefan Schlechtriem, Direktor DLR-Institut für Raumfahrtantriebe, Andreas Stoch, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, Reinhold Gall, Mitglied des Landtags, Rainer Hinderer, Mitglied des Landtags, Dr. Anke Kovar, Leitung DLR-Standort Lampoldshausen, Stuttgart.

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    Andreas Stoch informiert sich über den DLR-Standort Lampoldshausen

    Andreas Stoch, SPD-Fraktionsvorsitzender, erhielt im Gespräch mit Andreas Haberzettl, DLR-Ingenieur. einen Einblick in die Forschung und Entwicklung aktueller und zukünftiger Raumfahrtantriebe am Standort Lampoldshausen.
    V.l.n.r.: Andreas Haberzettl, DLR-Ingenieur, Andreas Stoch, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, Reinhold Gall, Mitglied des Landtags, Rainer Hinderer, Mitglied des Landtags.

  • Erfahrungsaustausch zu Zukunftsfragen im Raumtransport
    Erfahrungsaustausch zu Zukunftsfragen im Raumtransport

    Erfahrungsaustausch zu Zukunftsfragen im Raumtransport mit Professor Stefan Schlechtriem.
    V.l.n.r.: Reinhold Gall, Mitglied des Landtags, Rainer Hinderer, Mitglied des Landtags, Professor Stefan Schlechtriem, Direktor DLR-Institut für Raumfahrtantriebe.

Raumfahrt hat in Baden-Württemberg eine lange Tradition. Seit der Raumfahrtpionier Professor Eugen Sänger im Jahr 1959 den Grundstein für den heutigen Standort Lampoldshausen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gelegt hat, hat sich das Testgelände für Raumfahrtantriebe im Harthäuser Wald zu einer wichtigen Kenngröße in der europäischen Raumfahrt entwickelt.
Bei seinem Besuch am 13. Februar 2017 besichtigte der baden-württembergische Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Andreas Stoch ausgewählte Prüfstände am Standort Lampoldshausen und informierte sich über die Ergebnisse der ESA-Ministerratskonferenz 2016. Die Herausforderungen und Chancen für die Raumfahrt in Europa sowie die aktuelle Entwicklung des Standorts mit seinen knapp 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern standen im Fokus der Gespräche. Am Besuch nahmen auch der Landtagsabgeordnete und ehemalige Innenminister von Baden-Württemberg Reinhold Gall und der Heilbronner Landtagsabgeordnete Rainer Hinderer teil.

Wissenschaftliche Expertise und einzigartige Prüfstände für die Entwicklung der Ariane 6

Bei ihrem Rundgang über das rund 50 Hektar große Forschungs- und Testgelände besuchten die Landtagsabgeordneten Prüfstände, in denen Raumfahrtantriebe für Satelliten und die Ariane-Trägerraketen entwickelt und getestet werden. Ihre Verfügbarkeit sowie die Anpassung an zukünftige Testanforderungen sind essenziell für die europäischen Trägerprogramme. „Mit dem weiteren Ausbau der Infrastruktur, der Prüfstände, der Treibstoffversorgung und den verstärkten Forschungsaktivitäten schaffen wir beste Bedingungen für die zukünftige Entwicklung von Antriebstechnologien“, erläuterte Prof. Stefan Schlechtriem, Direktor des am Standort Lampoldshausen beheimateten DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe. „Damit arbeiten wir gemeinsam mit der Raumfahrtindustrie an Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen des Raumtransports.“

Der Beitrag des DLR Lampoldshausen zur Entwicklung der Ariane 6 besteht darin, die entsprechenden Triebwerke zur Flugreife zu qualifizieren. Dazu testen die DLR-Ingenieure das Oberstufentriebwerk Vinci am Höhensimulationsprüfstand P4.1. Mit Hilfe dieser Triebwerktests erhalten die Ingenieure Erkenntnisse über das Triebwerksverhalten, die beim Hersteller Airbus Safran Launchers für letzte Optimierungen genutzt werden. Auch die neue Unterstufe der Ariane 6 erhält ein neues Triebwerk namens Vulcain 2.1. Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Triebwerks Vulcain 2 der Ariane 5, bei dem unter anderem eine neue Sandwichdüse zum Einsatz kommt. Für die Entwicklungs- und Qualifizierungstests des Vulcain 2.1, die ab Mai dieses Jahres geplant sind, wird der Prüfstand P5 des DLR aktuell an die neuen Anforderungen angepasst.

DLR mit Expertise in der Wasserstofftechnologie

Mit der Entwicklung der Trägerrakete Ariane 5, wurde Wasserstoff zu einem wichtigen Treibstoff in der europäischen Raumfahrt. Seitdem zählt das DLR-Institut für Raumfahrtantriebe zu den größten Nutzern von Wasserstoff in Europa und hat durch seine Triebwerkstests umfassende Expertise im Umgang mit großen Mengen an Flüssigwasserstoff gewonnen. Zukünftig spielt Wasserstoff auch als Energieträger am DLR-Standort eine entscheidende Rolle.  Mit dem Projekt H2ORIZON koordiniert das Institut für Raumfahrtantriebe alle Aktivitäten zum Technologietransfer aus der Raumfahrt in die Sektoren Energie und Mobilität. Klaus Schäfer, stellvertretender Direktor des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe, gab Einblicke in das Projekt H2ORIZON und sprach dabei über die Errichtung der Forschungs- und Demonstrationsplattform zur Erzeugung von regenerativem Wasserstoff sowie dessen Verteilung und Nutzung. Außerdem zeigte er auf, wie Überschussstrom aus Windenergie in Wasserstoff gespeichert und je nach Bedarf der Brennstoffzellen-Mobilität bereitgestellt, für die Energieversorgung des Standorts genutzt und zum Testen von Raumfahrtantriebe eingesetzt werden soll.

Zuletzt geändert am:
14.02.2017 10:27:27 Uhr

Kontakte

 

Prof. Dr. Stefan Schlechtriem
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Direktor Institut für Raumfahrtantriebe

Tel.: +49 6298 28-203
Anja Kaboth
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Lampoldshausen

Tel.: +49 6298 28-201

Fax: +49 6298 28-112