Lampoldshausen

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Internationale Konferenz am DLR Standort Lampoldshausen

Die Zukunft der europäischen Trägerrakete Ariane

Teilnehmer des 2. Industrial Day 2014

Mittwoch, 26. Februar 2014

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Die ESA-Ministerratskonferenz wird am 3. Dezember 2014 unter anderem über die Zukunft der europäischen Trägerrakete Ariane entscheiden. Für den Standort Lampoldshausen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), auf dem Antriebe für die europäische Trägerrakete getestet werden, sind die Entscheidungen in Luxemburg für die künftige Ausrichtung richtungsweisend. Am 26. Februar 2014 trafen sich Vertreter von drei Raumfahrtagenturen, den beteiligten Industrieunternehmen und des DLR in Lampoldshausen, um gemeinsam über die aktuellen und zukünftigen europäischen Raumfahrtantriebe zu diskutieren. 

Ariane-Erfolgsgeschichte weiterschreiben

"Für die am Ariane Programm beteiligten europäischen Länder ist es an der Zeit, nicht nur Positionen zu beziehen, sondern gemeinsam zukünftige Programme zu definieren und festzuschreiben," betonte Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. "Dabei geht es vor allem um Deutschland, Frankreich und Italien, die rund 80 Prozent des gesamten Budgets im Ariane-Programm bereitstellen. Das heutige Treffen ist ein weiterer Meilenstein beim Ringen um die bestmögliche Lösung für alle Beteiligten."

Grundsätzlich geht es darum, die europäische Erfolgsgeschichte der Ariane-Trägerrakete weiterzuschreiben. Dabei spielt die verbesserte Oberstufe, die in Lampoldshausen getestet werden soll, eine maßgebliche Rolle. Die neue Oberstufe verfügt über nur noch einen Tank, statt wie bisher über zwei getrennten Tanks, und kann dadurch doppelt so viel Treibstoff an Bord nehmen. Der Erstflug der neuen Oberstufe soll 2018 in der neuen Ariane 5 ME erfolgen. Diese Version der Ariane 5 Trägerrakete ermöglicht eine um mindestens 20 Prozent höhere Nutzlast, aber auch mehr Flexibilität für zukünftige Missionen. So wird mit der Ariane 5 ME zum Beispiel die Möglichkeit geschaffen, dass alle Oberstufen verglühen, um Weltraumschrott zu vermeiden. Ein Direkteinschuss von Satelliten in den geostationären Orbit ist mit der 5 ME ebenfalls möglich. Mehr Informationen zur Entwicklung der Ariane finden Sie auf der Ariane-Sonderseite des DLR.

Einzigartiger Standort

"Die gesamte Infrastruktur und die personellen Kapazitäten am Standort Lampoldshausen werden mit erster Priorität darauf ausgerichtet, dass die Qualifikation von Triebwerkskomponenten, kompletten Oberstufen und der damit verbundene Betrieb der Prüfstände gewährleistet wird", sagte Stefan Schlechtriem, Direktor des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe. "Wir sind der einzige Standort in Europa, der in der Lage ist, alle flüssigen, chemischen Raumfahrtantriebe von der Vorentwicklung bis zur Qualifikation zu testen."

Zuletzt geändert am:
11.03.2014 14:57:20 Uhr

Kontakte

 

Dr. Simone Scheps
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Lampoldshausen

Tel.: +49 6298 28-201

Fax: +49 6298 28-190