Der DLR-Standort Oberpfaffenhofen

"Servus und willkommen zurück": Alexander Gerst beim Columbus-Kontrollzentrum im DLR

Dienstag, 21. April 2015

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  • Alexander Gerst zu Besuch in Oberpfaffenhofen
    Alexander Gerst beim DLR in Oberpfaffenhofen

    Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst besuchte am 21. April 2015 das Columbus-Kontrollzentrum im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des DLR in Oberpfaffenhofen. Im Bild: Alexander Gerst vor dem kleinen Modell des Columbus-Moduls.

  • Pressegespräch zur Mission "Blue Dot"
    Pressegespräch zur Mission "Blue Dot"

    Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst besuchte am 21. April 2015 das Columbus-Kontrollzentrum im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des DLR in Oberpfaffenhofen. Im Bild (von links nach rechts): Dr. Dieter Sabath, Columbus-Projektleiter vom Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum des DLR - Alexander Gerst, ESA-Astronaut - Alexander Nitsch, Columbus-Missionsleiter der europäischen Weltraumbehörde ESA.

  • Im Columbus%2dKontrollzentrum
    Im Columbus-Kontrollzentrum

    Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst besuchte am 21. April 2015 das Columbus-Kontrollzentrum im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des DLR in Oberpfaffenhofen. Im Bild: Alexander Gerst mit dem Columbus-Team im Columbus-Kontrollzentrum.

  • Live%2dCall zur ISS
    Live-Call zur ISS

    Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst besuchte am 21. April 2015 das Columbus-Kontrollzentrum im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des DLR in Oberpfaffenhofen. Im Bild: Alexander Gerst spricht vom Columbus-Kontrollzentrum aus mit ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti an Bord der ISS.

  • Bei der Forschungsgruppe Komplexe Plasmen
    Neues von der Plasmaforschung auf der ISS

    Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst besuchte am 21. April 2015 das Columbus-Kontrollzentrum im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des DLR in Oberpfaffenhofen. Bei der Forschungsgruppe Komplexe Plasmen informierte er sich über den aktuellen Stand des Plasmakristall-Labors PK-4 auf der ISS. Im Bild: Alexander Gerst (rechts) im Gespräch mit Dr. Hubertus Thomas (links), Leiter der DLR-Forschungsgruppe Komplex Plasmen,.

  • Zeit für Geschenke
    Zeit für Geschenke

    Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst besuchte am 21. April 2015 das Columbus-Kontrollzentrum im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des DLR in Oberpfaffenhofen. Im Bild: Alexander Gerst (links) freut sich über eine "kleine Erde" - eines von mehreren Gastgeschenken für den Astronauten, überreicht durch Dr. Reinhold Busen (rechts), Leiter des DLR-Standortes Oberpfaffenhofen.

  • Alexander Gerst bei seinem EVA an der ISS
    Alexander Gerst bei seinem EVA an der ISS

    Selfie im Weltall: Bei seinem EVA (extra-vehicular activity, auf deutsch Außenbordaktivität) am 7. Oktober 2014 ist das Bild mit dem „blue dot“ im Hintergrund entstanden.

  • ESA%2dAstronaut Alexander Gerst im Columbus%2dModul
    ESA-Astronaut Alexander Gerst im Columbus-Modul

    Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst arbeitete während seines Aufenthalts an Bord der ISS an vielen verschiedenen Experimenten. Einige davon führte er im europäischen Forschungsmodul Columbus durch.

  • Die Erde in unserem Fenster
    Die Erde in unserem Fenster

    Die Erde "passt" in die Cupola der Internationalen Raumstation ISS; fotografiert von Alexander Gerst am 06. Juli 2014.

  • Der Starnberger See
    Der Starnberger See

    Am 7. Juli 2014 nahm der deutsche ESA-Astronaut dieses Bild des Starnberger Sees auf. Er liegt 25 Kilometer südwestlich von München und ist der fünftgrößte See Deutschlands.

  • Deutschland von der ISS aus fotografiert

    Am 14. Juni 2014 hat Alexander Gerst das erste Foto von Deutschland gemacht. Die Orbitaldynamik und sein Arbeitsplan haben das möglich gemacht. Für den DLR-Schülerwettbewerb "Earth Guardian - Beschützer der Erde" hat der deutsche ESA-Astronaut am 18. Juni 2014 mehrere Videos aufgenommen, die die unterschiedlichen Gesichter der Erde zeigen: Meere und Ozeane, Land, Berge und Wälder, Flüsse und Seen. Diese Videos sollen den Grundschülern bewusst machen, wie wertvoll, einzigartig und auch verletzlich unser Heimatplanet ist.

Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst ist seit November 2014 wieder zurück auf der Erde – nach 166 Tagen Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS. Im Rahmen seiner Mission "Blue Dot" absolvierte der 38-Jährige einen Außenbord-Einsatz und führte rund 40 Experimente in der Schwerelosigkeit durch. Tatkräftige Unterstützung erhielt er dabei vom Columbus-Kontrollzentrum im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum des DLR. Alexander Gerst besuchte am 21. April 2015 das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und sein Columbus-Team in Oberpfaffenhofen.

"Ich freue mich sehr, hier in Oberpfaffenhofen beim DLR zu sein – das Columbus-Kontrollzentrum war mein Kontakt in die Heimat während meiner Zeit auf der ISS. Für die großartige Leistung und Unterstützung möchte mich beim ganzen Team bedanken. Es war eine unglaubliche Zeit", so Alexander Gerst.

Thomas Kuch, Leiter des Missionsbetriebs im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC, German Space Operations Center), hieß den Astronauten herzlich willkommen – willkommen zurück auf der Erde und zurück in Oberpfaffenhofen. Denn "Alex" ist mit dem Bodenteam nicht erst seit seinem Aufenthalt im Weltall eng vertraut: Die Vorbereitungen zur Blue Dot-Mission begannen im GSOC bereits im Herbst 2012. Das erste Treffen zwischen dem Geophysiker aus Künzelsau und den "Columbianern" folgte im April 2013, um die Zusammenarbeit im Detail zu besprechen. Gerst ließ es sich während seines Rundgangs daher nicht nehmen, auch das diensthabende Team im Columbus-Kontrollraum zu besuchen und sich mit den Kollegen an den Konsolen kurz auszutauschen. Danach ging es weiter zur DLR-Forschungsgruppe Komplexe Plasmen. Mit Blick in die Zukunft informierte sich Gerst bei den Wissenschaftlern über die neuesten Entwicklungen zum Plasmakristall-Labor PK-4, das sich an Bord der ISS befindet und in Kürze zum Einsatz kommt.

Unterstützung vor und während der Mission

Das GSOC bildet mit seinem Columbus-Kontrollzentrum die Nahtstelle zwischen den Columbus-Experimentanlagen, den Fachingenieuren und den Wissenschaftlern in den europäischen Nutzerkontrollzentren. Die Mission von Alexander Gerst unterstützte das Columbus-Team mit weit mehr als 30.000 Arbeitsstunden.

Das Columbus-Kontrollzentrum ist für das europäische Columbus-Labor auf der ISS zuständig, dem zentralen Arbeitsbereich der Astronauten für die wissenschaftlichen Experimente. Die Arbeitsplätze, die sogenannten Konsolen, sind rund um die Uhr besetzt und die Experten stehen in ständigem Kontakt zu den anderen Kontrollzentren sowie zu den Astronauten an Bord: Jeden Morgen gehen die Bodenstationen gemeinsam mit der ISS-Mannschaft die anstehenden Aufgaben in der Planungskonferenz durch. In einer zweiten Konferenz am Abend folgt die Nachbesprechung. Eine zentrale Funktion erfüllt das Columbus-Team außerdem mit der Koordinierung der verschiedenen Aufgaben vor und während einer Mission.

So wurde in Oberpfaffenhofen auch das Highlight der Mission von Alexander Gerst vorbereitet – der Außenbord-Einsatz (EVA, Extravehicular Activity) bei dem er und sein amerikanischer Kollege Reid Wiseman eine defekte Kühlpumpe austauschten sowie ein neues Stromaggregat für den Roboterarm der ISS installierten. Die NASA entwickelte den Ablauf jedes einzelnen Arbeitsschrittes, die sogenannte "Prozedur", für den fast siebenstündigen Weltraumeinsatz und wurde bei der Planung der Aktivität vom DLR-Team unterstützt. Weiterhin konfigurierten die Experten das Columbus-Modul für Gersts Aufgabe unter Extrembedingungen.

Knifflig wurde es außerdem bei den wissenschaftlichen Experimenten. Als ein widerspenstiger Bolzen den Einbau des Schmelzofens EML (Elektromagnetischer Levitator) verkomplizierte, arbeitete das Bodenteam mit dem deutschen Astronauten und den ISS-Partnern intensiv an dem Problem und seiner Lösung. Das Columbus-Team war dann insbesondere gefragt, die entstandene Verzögerung im Zeitplan aufzufangen: Da die gesamte Mission eines Astronauten nahezu im Minutentakt abgestimmt ist, bedeutet jede Abweichung für das Kontrollzentrum eine Umplanung der Aktivität und die Neuplanung der verbleibenden Aktivitäten. Die sehr pro-aktive Zusammenarbeit von Alexander Gerst mit der Bodencrew trug wesentlich zum Erfolg der EML-Aktivität bei.

"Das schönste Ereignis der Mission war für mich aber der Live-Call von Alexander Gerst mit den Grundschülern aus Alling", erzählt Dieter Sabath. Die Grundschüler aus der Region hatten sich im Rahmen des Projekts "Earth Guardian" mit dem Planeten Erde beschäftigt und konnten während des Live-Calls Fragen an den deutschen ESA-Astronauten stellen.

In Erinnerung an die Zusammenarbeit vor und während seines sechsmonatigen Aufenthalts im All überreichten das DLR und das GSOC dem "Rückkehrer" zum Abschied noch mehrere Geschenke: darunter eine kleine gefräste Astronautenfigur sowie ein Album mit Fotos und Videos zu Alexander Gerst und seiner Mission "Blue Dot".

Zuletzt geändert am:
19.05.2015 18:36:48 Uhr

Kontakte

 

Bernadette Jung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Politikbeziehungen und Kommunikation: Oberpfaffenhofen, Augsburg, Weilheim

Tel.: +49 8153 28-2251

Fax: +49 8153 28-1243
Dr. Dieter Sabath
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumflugbetrieb und Astronautentraining

Tel.: +49 8153 28-2494

Fax: +49 8153 28-1455