Oberpfaffenhofen

Einweihung: Moderne Heimat für das Institut für Kommunikation und Navigation

Montag, 6. Mai 2013

  • Zeremonie des "Bandschneidens" Zeremonie des "Bandschneidens"

    Zeremonie des "Bandschneidens"

    Die Einweihung erfolgte durch den traditionellen Akt des "Bandschneidens". Im Bild (von links nach rechts): Klaus Hamacher, Stellvertretender Vorsitzende des Vorstands des DLR, Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR, Dr. Andreas Scheuer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Martin Zeil, Stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats Bayern und Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Prof. em. Dr.-Ing. Philipp Hartl, Gründungsdirektor des DLR-Instituts für Satellitenelektronik, Prof. Dr. Christoph Günther, Direktor des DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation, Dr. Florian David, Stellvertretender Institutsleiter Kommunikation und Navigation.

  • In einem Gebäude konzentriert: DLR-Institut für Kommunikation und Navigation

    Das Gebäude vereint das DLR-Institut für Kommunikation und Navigation in Oberpfaffenhofen erstmals unter einem gemeinsamen Dach. Hier werden neue Systeme und Verfahren für die Funkübertragung und Funkortung entwickelt und untersucht. Arbeiten in der "Kommunikation" befassen sich mit der flächendeckenden Internet-Anbindung über Satellit, sowie der Rückführung von Erdbeobachtungsdaten von den Satelliten auf die Erde. In der Satellitennavigation liegt ein besonderer Schwerpunkt auf sicherheitskritischen Anwendungen - z.B. das Landen von Flugzeugen und das Anlegen von Schiffen.

  • Auf einen Blick: Institutsgebäude mit Dachaufbauten

    Der moderne und lichtdurchflutete Neubau ist funktional angelegt, nach Plänen der Architekten Ackermann und Partner. Auf fünf Geschossen bietet das Gebäude knapp 3.500 Quadratmeter Hauptnutzfläche - mit Büro- und Seminarräumen sowie unterschiedlichen Laboratorien. Auf dem Dach befinden sich Aufbauten für experimentelle Untersuchungen: Die Kuppel (links) beherbergt ein Teleskop für Experimente zur optischen Übertragung mit Flugzeugen und Satelliten. Zudem steht ein Antennengerüst (rechts) zur Verfügung.

  • Auf jeder Etage: offene Kommunikationszonen

    Für den informellen Austausch bietet jedes Stockwerk zentral liegende Kommunikationszonen. Dazu befinden sich im Durchgangsbereich der Obergeschosse offene Teeküchen.

  • Energiesparende Haustechnik: natürliche Belichtung und Belüftung

    Das moderne Haustechnikkonzept des Gebäudes setzt auf natürliche Belichtung und Belüftung. Zusammen mit der ausgeklügelten Gebäudehülle werden dadurch die Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV 2009 übertroffen.

loading
 

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen wächst weiter zusammen: Am 6. Mai 2013 wurde die neue Heimat des Instituts für Kommunikation und Navigation eingeweiht. Der Neubau vereint das Institut in Oberpfaffenhofen erstmals unter einem gemeinsamen Dach. Die Einweihung erfolgte durch den traditionellen Akt des "Bandschneidens" mit Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR, Dr. Andreas Scheuer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sowie Martin Zeil, Stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats Bayern und Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, sowie DLR-Institutsdirektor Prof. Dr. Christoph Günther.

"Die satellitengestützte Kommunikation und Navigation sind von essenzieller Bedeutung für die moderne Gesellschaft. Dabei gehört das DLR zu den Pionieren in diesen Technologiebereichen. Mit dem neuen Gebäude und der damit verbundenen Konzentration von wissenschaftlichen Möglichkeiten, wird es dem DLR-Institut für Kommunikation und Navigation gelingen, seine führende Rolle weiter auszubauen", erklärt Wörner.

Im Rahmen der Einweihung ergänzt Scheuer: "Bei vielen Projekten gibt es eine enge Kooperation und gute Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Institut für Kommunikation und Navigation. Dazu gehören etwa die europäischen Satellitennavigationsprogramme Galileo und EGNOS. Ich bin sicher, dass das neue Gebäude daher auch für uns einen guten fachlichen Ertrag haben wird".

Modern und Funktional

Das moderne und lichtdurchflutete Gebäude ist funktional angelegt, nach Plänen der Architekten Ackermann und Partner. Auf fünf Geschossen bietet das Gebäude den rund 140 Mitarbeitern knapp 3.500 Quadratmeter Hauptnutzfläche.

Neben Büro- und Seminarräumen stehen Labore und Dachaufbauten für experimentelle Untersuchungen zur Verfügung. Die Kuppel auf dem Dach beherbergt ein Teleskop für Experimente zur optischen Übertragung mit Flugzeugen und Satelliten. Weitere Laboratorien im Gebäude unterstützen diese Forschungsrichtung. Das Zeitlabor enthält hochstabile Atomuhren, um neue Algorithmen für die Weitentwicklung von Galileo zu testen. Die Schirmkammer unterstützt die Forschung an robusten Empfängern für die Satellitennavigation. Ein hochpräzises Vermessungssystem erlaubt es Navigationsalgorithmen für die Indoor-Positionierung und die Exploration von fremden Planeten zu bewerten.

Für den informellen Austausch bietet jedes Stockwerk außerdem zentral liegende Kommunikationszonen. Dazu befinden sich im Durchgangsbereich der Obergeschosse offene Teeküchen. Die an Aufenthalts- und Besprechungsräume angegliederten Balkone dienen zugleich als Pausenbereiche und als Sonnenschutz.

Das moderne Haustechnikkonzept des Gebäudes setzt auf natürliche Belichtung und Belüftung. Zusammen mit der ausgeklügelten Gebäudehülle werden dadurch die Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV 2009 übertroffen. Von der Planung bis zur Errichtung wurde der Neubau zudem innerhalb der engen Kosten- und Terminvorgaben fertiggestellt.

Über das Institut

Am DLR-Institut für Kommunikation und Navigation werden neue Systeme und Verfahren für die Funkübertragung und Funkortung entwickelt und untersucht. Arbeiten in der Kommunikation befassen sich mit der flächendeckenden Internet-Anbindung über Satellit, sowie der Rückführung von Erdbeobachtungsdaten von den Satelliten auf die Erde. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Entwicklung optischer Übertragungsverfahren. Die Entwicklung des Flugfunks der nächsten Generation ist ebenfalls ein wichtiges Arbeitsgebiet. In der Satellitennavigation liegt ein besonderer Schwerpunkt auf sicherheitskritischen Anwendungen. Beispiele dafür sind das Landen von Flugzeugen und das Anlegen von Schiffen. Bei diesen Anwendungen sind die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Position von zentraler Bedeutung. Hierzu sind nicht nur besondere Empfänger, sondern in vielen Fällen auch Boden- oder Satellitenbasierte Unterstützungssysteme notwenig.

Das Institut befindet sich an den Standorten Oberpfaffenhofen und Neustrelitz. Der Hauptsitz ist in Oberpfaffenhofen.

Zuletzt geändert am:
06.05.2013 15:16:40 Uhr

Kontakte

 

Bernadette Jung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Oberpfaffenhofen, Weilheim, Augsburg

Tel.: +49 8153 28-2251

Fax: +49 8153 28-1243
Prof. Dr. Christoph Günther
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Kommunikation und Navigation, Direktor

Tel.: +49 8153 28-2811

Fax: +49 8153 28-1442