"Flinkes Auge" beobachtet Erdoberfläche: Deutsche Wissenschaftler diskutieren Ergebnisse

Mittwoch, 28. März 2012

Vom 21. bis 22. März 2012 trafen rund 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland in Neustrelitz zum 4.Nutzerworkshop "RapidEye Science Archive" (RESA) zusammen. Gemeinsam mit dem Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hatte das Deutsche Fernerkundungszentrum (DFD) des Earth Observation Centers (EOC) in diesem Jahr zum Thema "Daten für die Wissenschaft - Vom Algorithmus zum Produkt" eingeladen.

"Mit dem Projekt RESA fördert das DLR die nationalen Ziele des europäischen Umweltprogramms 'Global Monitoring for Environment and Security' (GMES)", erklärt Dr. Erik Borg, Leiter des RESA-Projekts im DLR. "Dieses Vorhaben werden die Neustrelitzer Kollegen mit ihren Empfangsantennen und Datenverarbeitungssystemen auch zukünftig unterstützen und aktiv vorantreiben".

Im Rahmen des RESA-Projekts stellt das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum die Daten des deutschen Satellitensystems RapidEye für wissenschaftliche Projekte bereit. Das System besteht aus insgesamt fünf Satelliten, die weltweit Daten zur Erdbeobachtung liefern. Als Erfahrungsaustausch und Diskussionsplattform richtet sich der Nutzworkshop an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die für ihre Projekte diese Daten beziehen.
Lag der Fokus in den vorangegangenen drei Workshops auf den wissenschaftlichen Verwendungsmöglichkeiten und der Auswertung der RapidEye-Daten, so zielte er in diesem Jahr auf die Entwicklung von Algorithmen, die für die Herstellung von Produkten geeignet sind. Solche Produkte sind beispielsweise Karten, in denen unmittelbar nach Naturereignissen oder Katastrophen wie Erdbeben oder Tsunami Regionen abgebildet werden können.

Die Gebiete, in denen die Daten zur Anwendung kommen, sind vielfältig  und reichen von der Geologie, Hydrologie, Vegetation, Landschaftsräume, Ozeanographie bis hin zur Kryosphäre. Insgesamt wurden bisher mehr als 100 Projekte durch das RESA-Projekt gefördert. Die hierbei zur Verfügung gestellten Datenmengen sind riesig und liegen bei mehr als 10,5 Millionen Quadratkilometer. Das entspricht etwa einem Drittel des auf sieben Jahre vorgesehenen Gesamtkontingents von 29,4 Millionen Quadratkilometer.
 

Zuletzt geändert am: 28.03.2012 13:41:37 Uhr

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Dr. Erik Borg
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Abteilung Nationales Bodensegment

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RESA Workshop 2012

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