Das typische "Teppichklopfergeräusch" eines fliegenden Hubschraubers kennt wohl jeder. Grund für diese Lärmquelle sind Luftwirbel, die an den Rotorblattspitzen entstehen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit seinem Forschungshubschrauber BO105 ein Messverfahren getestet, mit dem diese lärmverursachenden Luftwirbel direkt im Flug beobachtet werden können. Durch die so gewonnenen Kenntnisse zu Art und Entwicklung der Wirbel, ergeben sich unter anderem neue Möglichkeiten, Hubschrauber langfristig leiser fliegen zu lassen.
Am 30. Juni 2012 ist das Buch "Adaptive, Tolerant and Efficient Composite Structures" im Buchhandel erschienen. "Mit diesem Buch wollen wir den Ingenieuren eine solide Grundlage sowie Anregungen für neue Wege auf dem Gebiet der anpassungsfähigen und effizient gefertigten Verbundstrukturen für Leichtbauanwendungen geben.", so Prof. Dr. Martin Wiedemann, Leiter des DLR-Instituts für Faserverbundleichtbau und Adaptronik. "Dabei stellt das Buch jüngste Forschungsergebnisse des Instituts vor", ergänzt Prof. Dr. Michael Sinapius. Beide sind Herausgeber des Buches.
Am 27. Juni 2012 endet im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig ein historisches Kapitel deutscher Luftfahrtgeschichte: Das Forschungsflugzeug VFW-614 ATTAS (Advanced Technologies Testing Aircraft System) beendet nach fast 27 Jahren seine Dienstkarriere. Dann wird es kein Flugzeug dieses Typs mehr am Himmel geben. ATTAS hat in seiner Dienstzeit Wirbelschleppen und lärmarme Landeanflüge untersucht, war als fliegender Simulator im Einsatz und hat Flugführungs-Technologien erprobt.
Die Herausforderungen im Luftverkehr nehmen stetig zu – Kapazitätssteigerung, Pünktlichkeit und Effizienz müssen mit einem möglichst umweltfreundlichen und lärmarmen Betrieb in Einklang gebracht werden. Mit dem neuen "Validierungszentrum Luftverkehr", das am 27. Juni 2012 in Braunschweig eingeweiht wurde, kann das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zukünftig Ideen für den Luftverkehr auf ihre Praxistauglichkeit noch umfassender untersuchen.
Ob auf Hochgeschwindigkeitsstrecken oder im Regionalverkehr: Wenn Züge zusammenstoßen, sind die Folgen oft verheerend. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben ein funkgestütztes Kommunikationssystem entwickelt, mit dem sie diese Kollisionen vermeiden wollen. Nach umfangreichen Tests ist aus dem Forschungsprojekt "RCAS" (Railway Collision Avoidance System) eine marktreife DLR-Ausgründung geworden.
Die einzelnen Akteure am Flughafen wie Flugsicherungen, Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber arbeiten mit jeweils eigenen Systemen und sind kaum vernetzt. Im Projekt Total Airport Management Suite (TAMS) haben Wissenschaftler des DLR gemeinsam mit Partnern aus der Industrie diese Problematik untersucht und ein System entwickelt, bei dem alle Einzel-Systeme integriert, Störquellen angezeigt und Lösungsvorschläge geliefert werden – und das erstmalig sowohl land- als auch luftseitig verzahnt.
Warum fliegt ein Flugzeug? Wie erzeugt man aus Sonne Strom? Und wie baut man eigentlich ein besonders leichtes Auto? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten mehrere hundert Schülerinnen, die zum Girls'Day am 26. April 2012 ins Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gekommen waren.
Bis zu 2000 Schwingungen in der Sekunde auf dem Schütteltisch und zwei Umdrehungen in der Sekunde auf dem Spin-Tisch überstand der Flugkörper Shefex II (Sharp Edge Flight Experiment) im April 2012. Bei diesen Tests wurden zum letzten Mal die Bedingungen simuliert, denen das Raumfahrzeug während des Starts im Sommer 2012 ausgesetzt sein wird. Mit Shefex erforschen die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), wie ein Raumfahrzeug nach einem Flug ins Weltall möglichst sicher und kostengünstig wieder in die Erdatmosphäre eintreten kann.
Soll ein neues Flugzeug entworfen werden, müssen viele Fachgebiete berücksichtigt werden. Das DLR hat eine Open-Source-Software entwickelt, mit der am Flugzeugentwurf beteiligte Fachgebiete interdisziplinär zusammenarbeiten können.
Wetter hat einen großen Einfluss auf den Flugverkehr - 40 bis 50 Prozent der Verspätungen an europäischen Flughäfen sind nach Einschätzung von Eurocontrol auf widrige Wetterbedingungen zurückzuführen. Wissenschaftler des DLR haben sich dieses Problems im Projekt "Wetter und Fliegen" angenommen.