7150 Besucher beim Tag der offenen Tür im DLR Göttingen - mit Bildergalerie

Sonntag, 18. September 2011

7150 Besucher sind am Sonntag zum Tag der offenen Tür ins DLR Göttingen gekommen. Unter dem Motto "An der Wiege der Luftfahrtforschung" lernten jung und alt Forschungen an den Flugzeugen, Raumschiffen und Zügen von morgen kennen.

Unter den Besuchern waren viele Familien mit Kindern vom Kindergarten- bis Jugendalter. Sie waren teilweise von Hamburg bis aus Österreich angereist. Mit 7150 kamen deutlich mehr Besucher als erwartet. Zum letzten Tag der offenen Tür waren es 4000. An vielen Attraktionen bildeten sich lange Schlangen.

Weltweit einzigartige Testanlagen, zum Beispiel ein Katapult für Hochgeschwindigkeits-Zugmodelle, Windkanäle für die Luft- und Raumfahrtforschung sowie die Forschungsflugzeuge Antares DLR-H2 und Do 728 waren aus nächster Nähe zu sehen. Mutige erprobten in einem Windkanal bei Orkanstärke ihre Sturmfestigkeit. Für Kinder und Jugendliche gab es ein Programm mit Flugzeugbau, Spaceshuttle-Rutsche und vielem mehr. In Vortragsreihen, Kinovorstellungen und Live-Demonstrationen erlebten Besucher das DLR und seine Forschung auf den Gebieten Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr hautnah. Eine Ausstellung zeigte Höhepunkte und Skurriles aus 100 Jahren Luftfahrtforschung.

Erstes Brennstoffzellen-Flugzeug der Welt

Ein Highlight war der ausgestellte Brennstoffzellen-Motorsegler Antares DLR-H2 sein.  Das Forschungsflugzeug ist das weltweit erste bemannte und ausschließlich mit Brennstoffzellen angetriebene Flugzeug. Durch den Brennstoffzellenantrieb sind Start, Flug und Landung völlig CO2-frei. Als Kraftstoff kommt Wasserstoff zum Einsatz, der in elektrische Energie umgewandelt wird. Dabei entsteht als Reaktionsprodukt ausschließlich Wasser.

Die Do 728 ist das einzige Forschungsflugzeug der Welt, das mitten in einer Großstadt ohne Flugplatz zum Einsatz kommt. In dem ursprünglich für bis zu 85 Passagiere gedachten Jet wird heute geforscht, wie sich das Klima an Bord von Flugzeugen verbessern lässt. Mit Hilfe von schwarzen Dummies, Rauch und Laserlicht wird die Luftbewegung auf eindrucksvolle Art und Weise sichtbar gemacht. Dies wurde am Tag der offenen Tür vorgeführt.

Per Katapult auf 400 Stundenkilometer

Die Tunnelsimulations-Anlage Göttingen ist ebenfalls weltweit einzigartig: Hier werden Zugmodelle im Maßstab 1 zu 20 per 60 Meter langem Katapult auf bis zu 400 Stundenkilometer beschleunigt. Dann wird mit modernster Messtechnik untersucht, wie sich die Aerodynamik von Hochgeschwindigkeitszügen in einem Tunnel verhält. Besucher konnten die Tunnelsimulations-Anlage im Einsatz sehen.

So heiß wie die Sonne

Der Hochenthalpiekanal Göttingen ist eine der wichtigsten europäischen Großanlagen zur Erforschung des Hyperschalls und Wiedereintritts von Raumfahrzeugen. In dem 62 Meter langen Windkanal verdichtet zunächst ein Kolben ein Treibgas wie in einer riesigen Luftpumpe. Nach dem Platzen einer Stahlmembran komprimiert und heizt eine starke Stoßwelle ein Testgas, bevor es in einer Windkanaldüse auf bis zu 20.000 Stundenkilometer beschleunigt wird. Dabei entstehen in der Testanlage Temperaturen von fast 5000 Grad Celsius - so heiß wie die Oberfläche der Sonne.

11 Meter hohe Space-Shuttle-Rutsche

Für Kinder und Jugendliche gab es ein umfangreiches Programm. So standen eine elf Meter hohe Space-Shuttle-Rutsche, eine Hubschrauber-Hüpfburg und ein Aero-Trim zur Verfügung. Im DLR_School_Lab konnten Modellflugzeuge gebaut und anschließend getestet werden.

Zuletzt geändert am: 18.09.2011 18:45:48 Uhr

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Kontakte

Jens Wucherpfennig
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Göttingen

Tel.: +49 551 709-2108

Fax: +49 551 709-12108

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