Schüler entwickeln eigenen Mini-Satelliten - deutscher CanSat-Wettbewerb geht in vierte Runde

Mittwoch, 18. Januar 2017

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  • CanSat%2dRakete beim Start
    CanSat-Rakete beim Start

    Die Forschungssatelliten im Kleinformat flogen mit einer Rakete auf eine Höhe von etwa 600 Meter und wurden dort ausgeworfen.

  • CanSat
    Forschungssatellit in Dosen-Größe

    Aus einem Bausatz basteln die Schülerteams, die am deutschen CanSat-Wettbewerb teilnehmen, einen eigenen Forschungssatelliten, der unter anderem Druck und Temperatur messen kann.

  • Schüler können selbstgebaute Mini-Satelliten starten
  • Wettbewerb CanSat startet zum vierten Mal

Schülerinnen und Schüler können einen eigenen voll funktionsfähigen Mini-Satelliten in der Größe einer Getränkedose entwickeln und mit einer Rakete in den Himmel schicken. Dies ermöglicht der vierte deutsche CanSat-Wettbwerb (engl. für Dosen-Satellit), den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt. Das Siegerteam qualifiziert sich für die anschließende europaweite Ausscheidung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Bewerbungsschluss ist der 3. Februar 2017.

Der deutsche CanSat-Wettbewerb fand zum ersten Mal 2014 in Bremen statt und hat sich seitdem durch die Teilnahme international erfolgreicher Teams ausgezeichnet. So hat das Team „spaceclub_berlin“ 2014 die Staubkonzentration in der Luft untersucht und wurde damit Sieger im deutschen CanSat-Wettbewerb. Im anschließenden europäischen Wettbewerb wurde das Team Vizeeuropameister. Das Siegerteam von 2015, das Team „URSinvestigators“ aus Köln, ging der Frage nach außerirdischem Leben nach und hat hierzu Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit nachgewiesen. Auch dieses Team wurde anschließend Vizeeuropameister. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an das Siegerteam von 2016. Das Team „Recognize“ aus Bremen hat ein Navigationssystem für Raumsonden entwickelt, das Aufnahmen einer Infrarotkamera mit Bildern einer Datenbank vergleicht. Das Team tritt Ende Juni 2017 zum europäischen Wettbewerb an.

CanSat stellt Jugendliche ab 14 Jahren bundesweit vor die Aufgabe, abseits des Klassenzimmers ein vollständiges Raumfahrtprojekt ganz praxisnah zu durchlaufen. Sonst abstrakte mathematische und physikalische Inhalte werden hier angewendet, denn die Teams entwickeln nicht nur die Idee für die wissenschaftliche Funktion des Satelliten, sondern übernehmen eigenverantwortlich die Konstruktion und Integration der Bauteile in das CanSat-Modul. Sie tüfteln ein Fallschirmsystem zur Bergung der Nutzlast aus und erleben schließlich am 27. September 2017 hautnah den Höhepunkt des Wettbewerbs: den Raketenstart ihres Satelliten vom Flugplatz Rotenburg (Wümme).

Während der Flugphase müssen die Nutzlast und das Bergungssystem des CanSats ihre Funktionsfähigkeit beweisen. Vorgabe ist, dass neben den technischen Anforderungen zwei wissenschaftliche Missionen erfüllt werden: Bei der Primärmission sollen Luftdruck, Steighöhe, Temperaturveränderung und Fallgeschwindigkeit gemessen werden. Die Sekundärmission ist dagegen der Kreativität der Schülerinnen und Schüler frei überlassen.

Dabei ist technisches Know-How allein nicht ausreichend, ebenso zählen im Wettbewerb Erfindungsreichtum, Kreativität und gute Teamarbeit.

Eine Vielzahl von Mitveranstaltern, Förderern und Paten unterstützen sowohl den Wettbewerb als auch die teilnehmenden Teams, darunter (in alphabetischer Reihenfolge):  Airbus Defence and Space, Airbus Safran Launchers, Altimax Rocket Altimeter, Aviabelt Bremen e.V., BerlinDruck GmbH & Co. KG, Bremen Airport, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), DLR Raumfahrtmanagement, Digitale Signal-Verarbeitungssysteme & Informationstechnik GmbH (DSI), Europäische Union über den European Regional Development Fund, Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europaschule Schulzentrum Utbremen, Flugplatz Rotenburg (Wümme), Gymnasium Vegesack, Institut für Aerospace-Technologie (IAT) der Hochschule Bremen, Moskito Werbeagentur Szabó & Christiani oHG, Ökumenisches Gymnasium zu Bremen, OHB – Orbitale Hochtechnologie Bremen, Senatorin für Kinder und Bildung, SILVER ATENA Electronic Systems Engineering GmbH, Socon – Software Consulting GmbH, Spacebenefit e.V., Technisches Bildungszentrum Mitte, Watterott Electronics GmbH, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Zentrum für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen.

Die Ausschreibung des deutschlandweiten CanSat-Wettbewerbs läuft bis zum 3. Februar 2017. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich ab sofort bewerben:
www.cansat.de

Weiterführende Informationen für Lehrkräfte sind verfügbar unter: info@cansat.de

Zuletzt geändert am:
22.01.2017 02:58:06 Uhr

Kontakte

 

Jens Wucherpfennig
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Göttingen, Bremen

Tel.: +49 551 709-2108

Fax: +49 551 709-12108
Dr. Dirk Stiefs
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

DLR_School_Lab Bremen

Tel.: +49 421 24420-1131

Fax: +49 421 24420-1120