NRW-Ministerin Schulze eröffnet Solarthermieforum

Mittwoch, 15. Februar 2012

Die Nordrheinwestfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat am 15. Februar 2012 das Fachforum des Europäischen Industrieverbandes zur Unterstützung der Solarthermischen Elektrizitätserzeugung eröffnet. Das dritte Forum des europäischen Solarthermieverbandes ESTELA (European Solar Thermal Electricity Association) wird in diesem Jahr vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln ausgerichtet.

Bedeutung der Solarforschung

Die Schirmherrin des Fachforums, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, unterstrich in ihrer Ansprache die Bedeutung der Erforschung umweltfreundlicher Energiequellen: "Auf dem Weg zu einer fortschrittlichen Energienutzung kommt der solarthermischen Forschung eine zentrale Rolle zu. Die Forscherinnen und Forscher an dem 2011 gegründeten Solarthermischen Institut des DLR gehören international zu der Spitzengruppe. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur besseren Nutzung erneuerbarer Energien. Aus diesem Grund habe ich das Institut für Solarforschung des DLR in Jülich  auch als eine der ersten Institutionen in Nordrhein-Westfalen als 'Ort des Fortschritts' in Rahmen der Initiative 'Fortschritt.NRW' ausgezeichnet.“

ESTELA

Der Fachverband ESTELA hat das Ziel, den fachlichen Austausch zwischen Forschung und Industrie zu fördern und auszubauen. Strom, der aus solar erzeugter Wärme produziert wird, birgt vor allem bei industrieller Anwendung und in Kraftwerken große Potentiale. Am DLR-Standort Jülich betreibt das DLR-Institut für Solarforschung ein Solarturmkraftwerk. Das Demonstrations- und Forschungskraftwerk dient der Weiterentwicklung der Technik, die im Rahmen des DESERTEC-Projektes in nordafrikanischen Kraftwerken zum Einsatz kommen soll. So stand ein Besuch in Jülich auch auf dem Programm der internationalen Gäste.

Prof. Robert Pitz-Paal, Co-Direktor des DLR-Instituts für Solarforschung unterstützt ESTELA als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats bei der Erstellung eines strategischen Forschungsplans. „Wir brauchen eine europäisch abstimmte Forschungsstrategie, damit wir die Kosten der Technik in den nächsten zehn Jahren um mindestens 50 Prozent  senken können“ machte Pitz-Paal auf der Tagung deutlich.

Insgesamt hat ESTELA 60 Mitglieder, die rund 150 Unternehmen repräsentieren. Gemeinsam mit der Europäischen Union wird an Konzepten zur nachhaltigen Energieversorgung, Umweltschutz, Maßnahmen gegen den Klimawandel und zum Ausbau innovativer Wirtschaftszweige gearbeitet.

Zuletzt geändert am: 15.02.2012 17:07:38 Uhr

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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Solarforschung

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Forschungskraftwerk Jülich

Forschungskraftwerk Jülich

Das DLR hat im Jahre 2011 das Solarturmkraftwerk Jülich übernommen und entwickelt hier Techniken zur solarthermischen Stromerzeugung.

Ministerin Schulze auf dem ESTELA Forum

Ministerin Schulze auf dem ESTELA Forum

Die Schirmherrin des Fachforums, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, unterstrich in ihrer Ansprache die Bedeutung der Erforschung umweltfreundlicher Energiequellen.

DLR-Standort Jülich

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Links

  • Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
    (http://www.wissenschaft.nrw.de/)
  • DLR-Institut für Solarforschung
    (http://www.dlr.de/sf/)
  • ESTELA
    (http://www.estelasolar.eu/)