MARS500 Teilnehmer zu Gast in Köln

Donnerstag, 23. Februar 2012

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  • Diego Urbina und Romain Charles

    Diego Urbina und Romain Charles

    Die beiden europäischen Teilnehmer des Projekts, der Italiener Diego Urbina und der Franzose Romain Charles (v. l. n. r.), berichteten über ihre Erfahrungen mit dem Leben in der Isolation.

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    Isolationsstudie Mars500

    520 Tage ohne Sonnenlicht, frische Luft und direkten Kontakt zur Außenwelt - die sechs Probanden der Mars500-Mission mussten auf vieles verzichten, während sie in ihrem virtuellen Raumschiff bis zum Mars und wieder zurück zur Erde reisten. Nach anderthalbjähriger Isolation öffnete sich jetzt, am 4. November 2011 um 11 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (14 Uhr Ortszeit), die versiegelte Tür des Mars500-Containers. Seit dem 3. Juni 2010 hatten die "Kosmonauten" im Moskauer Institut für Biomedizinische Probleme (IBMP) einen Flug durchs Weltall simuliert und dabei zahlreiche Experimente durchgeführt.

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    Speisepläne für die Mars500-Crew

    Das erste Jahr erhielten die Kosmonauten der Mars500-Mission einen festgelegten Speiseplan, in dem der Kochsalzgehalt kontinuierlich reduziert wurde.

Untersuchungen am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin

Anderthalb Jahre lang unternahm ein sechsköpfiges internationales Team einen simulierten Flug zum Mars. Insgesamt 106 Experimente wurden während der 520-Tage-Mission durchgeführt, elf davon wurden von deutschen Wissenschaftlern betreut. Für weitere medizinische Untersuchungen besuchten fünf der sechs „Marsonauten“ am 23. Februar 2012 das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Europäische Weltraumorganisation ESA in Köln.

Die beiden europäischen Teilnehmer des Projekts, der Italiener Diego Urbina und der Franzose Romain Charles, berichteten vor Wissenschaftlern des DLR, der ESA und des Moskauer Instituts für Biomedizinische Probleme (IBMP) sowie Vertretern der Presse über ihre Erfahrungen mit dem Leben in der Isolation.

Isolation als Chance

Die Isolation, in der sich die sechs Männer aus Russland, Frankreich, Italien und China befanden, bot den Wissenschaftlern einmalige Forschungsmöglichkeiten unter kontrollierten Bedingungen. So untersuchten Wissenschaftler des DLR unter anderem die Gruppendynamik, indem sie die Probanden mit kleinen Sensoren ausstatteten, die Häufigkeit und Nähe von Begegnungen aufzeichneten. Außerdem erforschte ein Team die Entwicklung von Mikroorganismen innerhalb der Isolationssituation.

Um Vergleichswerte für die vor und während der Studie gewonnenen Daten zu erhalten, werden die „Marsonauten“ in Köln noch an weiteren Untersuchungen teilnehmen. Die Ergebnisse dieses Langzeitprojekts liefern sowohl wichtige Informationen und Planungsgrundlagen für bemannte Langzeitmissionen der Raumfahrt als auch Erkenntnisse für die Medizin auf der Erde. Die Auswertung der bei MARS500 erhobenen Daten durch das Team aus internationalen Wissenschaftlern wird in den nächsten Jahren erfolgen.

Zuletzt geändert am:
24.02.2012 09:35:08 Uhr

Kontakte

 

Michel Winand
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Köln

Tel.: +49 2203 601-2144

Fax: +49 2203 601-3502
Prof. Rupert Gerzer
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, Institutsleitung

Tel.: +49 2203 601-3115