Präsident der japanischen Raumfahrtagentur JAXA besucht DLR in Köln

Freitag, 28. September 2012

Der Präsident der japanischen Raumfahrtagentur JAXA, Dr. Keiji Tachikawa, hat am 28. September 2012 das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln besucht. Das DLR und die JAXA kooperieren seit Langem auf verschiedenen Gebieten der Raumfahrt. Im Rahmen des Besuchs besprachen JAXA-Präsident Tachikawa und DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Johann-Dietrich Wörner die Zukunft deutsch-japanischer Raumfahrtprojekte.

Vielschichtige Kooperation

Die beiden Raumfahrtorganisationen arbeiten seit vielen Jahren in unterschiedlichen Raumfahrtprojekten zusammen. Zukünftig soll die Zusammenarbeit weiter intensiviert und strategisch ausgerichtet werden. Dazu dienen sowohl Kooperationen auf Hochschulebene, wie zwischen der JAXA und der RWTH Aachen und dem DLR und der japanischen Tohoku Universität, als auch der bilaterale Austausch von Wissenschaftlern. Zusätzlich ist die Eröffnung eines DLR-Büros in Tokio für 2012 geplant.

Ein Gesprächsthema zwischen Dr. Tachikawa und Prof. Wörner war auch die deutsche Beteiligung an der japanischen Asteroidenerkundungsmission "Hayabusa-2", deren Start für 2014/2015 vorgesehen ist.

Auf dem Gebiet der Erdbeobachtung gibt es gemeinsames Potential bei der Nutzung und Auswertung von Daten zur Satellitengestützten Kriseninformation sowie zum Monitoring der Klimaveränderung unseres Planeten. So können sich beispielsweise die Daten des japanischen Satelliten GOSAT, der das Entstehen und die Verbreitung von Treibhausgasen überwacht, und des deutsch-französischen Kleinsatelliten MERLIN ergänzen. Die Zusammenarbeit der Raumfahrtorganisationen ermöglicht somit eine optimale Ausnutzung und den Austausch der gesammelten Daten.

Weitere Kooperationspotentiale bestehen im Sektor der Raumfahrtantriebe sowie in der Nutzung der Internationalen Raumstation ISS, wo das europäische Forschungslabor "Columbus" und das japanische "Kibo-Modul" bereits direkte Nachbarn sind.

Bei seinem Rundgang über den DLR-Standort Köln informierte sich Keiji Tachikawa vor Ort über die aktuelle Forschungsarbeit im Raumfahrtnutzerzentrum MUSC (Microgravity User Support Center) und im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. Im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA gab Astronaut Frank de Winne schließlich einen Einblick in die europäische Astronautenausbildung.

Zuletzt geändert am: 28.09.2012 17:03:10 Uhr

URL dieses Artikels

  • http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10283/415_read-5376/year-all/415_page-2/

Kontakte

Michel Winand
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Köln

Tel.: +49 2203 601-2144

Fax: +49 2203 601-3502

Yoko Shinohe, Prof. Johann-Dietrich Wörner, Dr. Keiji Tachikawa und Frank de Winne (v. l. n. r.) im Nachbau des Columbus-Labors.

Yoko Shinohe, Prof. Johann%2dDietrich Wörner, Dr. Keiji Tachikawa und Frank de Winne (v. l. n. r.) im Nachbau des Columbus%2dLabors.

Bei seinem Rundgang über den DLR-Standort Köln informierte sich Keiji Tachikawa vor Ort über die aktuelle Forschungsarbeit.

Treffen mit europäischen Astronauten

Treffen mit europäischen Astronauten

J.-D. Wörner, K. Tachikawa, A. Gerst, G. Thiele, R. Ewald, F. de Winne (v. l. n. r.).

Links

  • JAXA
    (http://www.jaxa.jp/index_e.html)
  • DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin
    (http://www.dlr.de/me)
  • Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC)
    (http://www.dlr.de/musc)