Rückblick: GMES-Workshop in Neustrelitz erfolgreich beendet

Montag, 19. September 2011

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  • Teilnehmer des GMES%2dWorkshops in Neustrelitz

    Teilnehmer des GMES-Workshops in Neustrelitz

  • "Sirius Star" Tanker der Reederei Vela International Marine Ltd.

    "Sirius Star"

    "Sirius Star" Tanker der Reederei Vela International Marine Ltd.

  • Detektion der von Piraten entführten "Sirius Star"

    Detektion der von Piraten entführten "Sirius Star"

    Detektion der von Piraten entführten "Sirius Star" im Golf von Aden mittels TerraSAR-X.

Austausch zwischen Entwicklern und Nutzern von GMES-Services

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat Ende August in die Orangerie Neustrelitz zum Workshop „GMES-Möglichkeiten für Mecklenburg-Vorpommern“ eingeladen. 32 Teilnehmer aus Industrie, Forschung, Politik und Behörden diskutierten über Perspektiven einer Zusammenarbeit zwischen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) in Neustrelitz im Rahmen des Programms Global Monitoring for Environment and Security (GMES - Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung). GMES wird von der Europäischen Kommission (EU) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) koordiniert. Im Bereich der Erdbeobachtung entwickelt das DLR zurzeit diverse GMES-Dienste, zum Beispiel Echtzeit-Services für die Maritime Sicherheit. In mehreren Vorträgen wurden die Möglichkeiten von GMES aus Sicht von Forschung und Industrie erläutert. Dabei wurden Themen diskutiert, in denen bereits heute Expertise vorhanden ist. Testnutzer der GMES-Pilot-Dienste berichteten von ihren Erfahrungen im Umgang mit den Echtzeit-Services. Teilnehmende Vertreter der Ministerien für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus sowie für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern machten deutlich, dass sie von einer aktiven, gemeinsamen Beteiligung von Unternehmen und DLR am GMES-Programm Impulse für die regionale wirtschaftliche Entwicklung erwarten.

Schwerpunktthema Maritime Sicherheit

Schwerpunkt des Workshops war die Maritime Sicherheit, da dieses Thema stetig an Bedeutung gewinnt. Denn durch ein höheres Verkehrsaufkommen, illegale Fischerei oder auch moderne Piraterie wird es immer wichtiger, die Schifffahrt sicherer zu machen und die Weltmeere zu schützen. Unterstützen sollen dabei die innovativen Technologien des DLR, wie der GMES-Echtzeitdienst, um gesetzwidriges Verhalten schneller erkennen und Schiffe rechtzeitig vor etwaigen Gefahren warnen zu können. Ein Nutzer dieses Systems ist derzeit zum Beispiel die Bundespolizei See. In Zusammenarbeit mit dieser Behörde wird der Service getestet und wertvolle Daten für die Weiterentwicklung gesammelt. Im Rahmen von Kampagnen steht ein testweise eingerichteter Echzeit-Service auch anderen Nutzern für die Schiffserkennung zur Verfügung. Die Entwicklung dieser Technologie basiert auf einer intensiven Zusammenarbeit mehrerer Institute des DLR. Der Datenempfang, die Echtzeitprozessierung und die Produktauslieferung erfolgt im Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum in Neustrelitz. Der Algorithmus zur Erkennung von Schiffen in satellitenbasierten Radardaten stammt aus dem Institut für Methodik der Fernerkundung in Oberpfaffenhofen. Derzeit erfolgen dort Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für Produkte, die es ermöglichen sollen, Aussagen über Ölverschmutzung, Seegang und Meereis machen zu können.

Basis für weitere Aktivitäten geschaffen

Ein weiteres Thema war die Kalibrations- und Validationseinrichtung der Fernerkundung DEMMIN, die auf einer langjährigen Kooperation von Landwirten der Region Demmin und dem DLR beruht. Die Teilnehmer entdeckten mehrere mögliche Handlungsfelder für gemeinsame Aktivitäten. Sie vereinbarten, die Gespräche fortzuführen und zu vertiefen.

Zuletzt geändert am:
21.09.2011 12:15:15 Uhr

Kontakte

 

Melanie-Konstanze Wiese
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Kommunikation, Berlin und Neustrelitz

Tel.: +49 30 67055-639

Fax: +49 30 67055-8639
Holger Maass
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum (DFD)

Tel.: +49 3981 480-111