Oberpfaffenhofen

News-Archiv Oberpfaffenhofen

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Alle Jahrgänge

Fliegende Roboter inspizieren und warten Roboter

29. Februar 2016

Mobile Inspektionsroboter kriechen mit Magneträdern über Pipelines und ermitteln mit speziellen Sensoren kritische Stellen: Was wie Zukunftsmusik klingt, ist längst Realität. Doch sobald diese Roboter gewartet und inspiziert werden müssen, führte bisher kein Weg am Menschen vorbei. Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist es nun im EU-Projekt ARCAS (Aerial Robotics Cooperative Assembly System) erstmals gelungen, einen industriellen robotischen Greifarm mit sieben Freiheitsgraden in ein autonom fliegendes Hubschrauber-System zu integrieren. Damit ist es ohne Gefahr möglich die Roboter auf den Pipelines zu inspizieren und zu warten. Ähnliche Systeme könnten auch zur Wartung von Satelliten oder sogar zum Aufbau von Habitaten auf anderen Planeten eingesetzt werden.

Regenwald unterm Radar

24. Februar 2016

Dichter Regenwald, ein zweimotoriges Forschungsflugzeug und hochmoderne Radartechnologie: Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) fliegen vom 01. bis zum 29. Februar im zentralafrikanischen Gabun zahlreiche Messflüge, um den Zustand des Regenwaldes zu bestimmen. Die gewonnenen Daten helfen dabei, Klimamodelle zu verbessern und die Erderwärmung besser zu verstehen. Die Kampagne wird in Kooperation mit der europäischen (ESA), der französischen (ONERA), der gabunischen (AGEOS) und dem amerikanischen Raumfahrtzentrum (NASA) durchgeführt. ONERA führte bereits im Juli 2015 Messflüge zur Trockenzeit durch, während das DLR und die NASA mit insgesamt drei Flugzeugen den Regenwald zur Regenzeit erforschen. Die Ergebnisse dienen der für 2020 geplanten ESA-Satellitenmission BIOMASS und dem deutschen Missionsvorschlag Tandem-L als Referenzdaten.

Das Team vom Erdbeobachtungszentrum (EOC) in Oberpfaffenhofen hat Daten bis zum Jahr 2000 ausgewertet. Dabei konnte ein statistischer Mittelwert der Schneebedeckungsdauer für nahezu den gesamten Globus ermittelt werden. Die Karte zeigt die mittlere Schneebedeckungsdauer für Mitteleuropa. Je dunkler das Blau wird, desto länger liegt in diesen Gebieten der Schnee.

Winter ohne Schnee – DLR analysiert Schneebedeckung

23. Februar 2016

Der Winter hat Skifahrer und Wintersportorte bislang enttäuscht. Der erste Schnee kam vielerorts erst spät und ein milder Januar ließ die dünne weiße Decke bis in die Höhenlagen schmelzen. Eine Satellitenbildanalyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt das Ausmaß des Schneemangels für ganz Europa. Der europäische Winter 2015/16 war bis Ende Januar in Bezug auf die Schneebedeckungsdauer deutlich schneeärmer als in einer durchschnittlichen Saison. Gerade in großen Teilen der Alpen blieb es über 40 Tage länger schneefrei als im langjährigen Mittel. Mit Hilfe einer Kartierung der statistischen Schneebedeckungsdauer, dem Global SnowPack, können die Wissenschaftler des Earth Observation Center (EOC) des DLR nahezu global bestimmen, ab wann, wie lange und bis wann Schnee gelegen hat. Anhand von Daten aus mehreren Jahren wurden langjährige Mittel berechnet. Diese werden dann mit den Werten eines einzelnen Jahres verglichen.

Landminen schneller aufspüren dank Radar

22. Februar 2016

Täglich werden etwa zehn Menschen - darunter auch Kinder - durch Landminen und andere Sprengkörper verletzt oder getötet, wie der "Landmine and Cluster Munition Monitor" in seinem Bericht 2015 feststellt. Die Dunkelziffer der noch vergrabenen Blindgänger ist sehr hoch, so dass diese auch lange nach dem Ende eines militärischen Konflikts eine permanente Gefahr darstellen. Für den Wiederaufbau des Landes und die ungefährdete Rückkehr von Flüchtlingen ist es erforderlich, die im Boden verborgenen Sprengkörper zu räumen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat daher ein Radar-basiertes Verfahren entwickelt, das die schnelle, sichere und kostengünstige Detektion von Landminen ermöglichen soll: "TIRAMI-SAR".

TerraSAR%2dX%2dAufnahme

Wovon Seefahrer früher nicht zu träumen wagten

17. Februar 2016

Das Gebiet, in dem sich Polarforscher Arved Fuchs derzeit mit seinem Schiff "Dagmar Aaen" aufhält, ist nicht einfach zu befahren: Die Expedition "Ocean Change" soll die Antarktische Halbinsel bereisen, verschiedene Forschungsstationen anfahren und den Klimawandel vor Ort untersuchen. Seitdem das Expeditionsschiff die Deception Island erreicht hat, erhält es Unterstützung durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR): Das Earth Observation Center (EOC) des DLR versorgt die Crew an Bord mit hoch aufgelösten Radaraufnahmen der Satelliten TerraSAR-X und TanDEM-X. Die Daten aus dem All werden an der DLR-Antarktisstation GARS O’Higgins (German Antarctic Receiving Station) empfangen, vor Ort in naher Echtzeit automatisch weiterverarbeitet und von der Station direkt an die Schiffscrew verschickt. Bereits ein bis zwei Stunden nach der Aufnahme liegen die Informationen dem Team der "Dagmar Aaen" für die Navigation durch die Eiswelt der Antarktis vor.

Hightech-Ozeanwächter ins All gestartet: Sentinel-3A hat unsere Meere genau im Blick

16. Februar 2016

Welchen Schwankungen unterliegt der Meeresspiegel? Wie hoch ist die Wasserqualität von Nord- und Ostsee? Welche Rolle spielt der Ozean im Kohlenstoffkreislauf der Erde? Welchen Einfluss hat die Oberflächentemperatur der Meere auf die Ozeanzirkulation? Wie ändert sich Pflanzenproduktivität mit dem Klimawandel? Der Erdbeobachtungssatellit Sentinel-3A ist am 16. Februar 2016 um 18.57 Uhr MEZ mit einer Rockot-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof in Plesetsk gestartet und liefert nun die Grundlagen, um diese wichtigen Fragen zu beantworten.

Maritime Sicherheit

Signalmessungen bei Wind und Wetter vor Helgoland

15. Februar 2016

Wenn Schiffe miteinander kommunizieren, geschieht dies heute über Sprechfunk, mit Licht oder Flaggen - für die Übertragung hoher Datenmengen sind diese Wege nicht geeignet. Lediglich die kostenaufwendige Kommunikation über Satelliten würde einen hochratigeren Datenverkehr ermöglichen. "Derzeit existiert im maritimen Bereich noch keine günstige, robuste Alternative, um umfangreichere Informationen auszutauschen", sagt Projektleiter Dr. Simon Plass vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Deshalb arbeiten wir an neuen digitalen Kommunikationstechnologien für den Einsatz auf See." Die Übertragung von hohen Datenmengen könnte in Zukunft im Breitbandbereich erfolgen. Mit einer Messkampagne vor Helgoland hat ein Team des DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation deshalb jetzt erstmals untersucht, wie sich die realen Bedingungen auf See auf die Übertragung von Signalen bei fünf Gigahertz auswirken. Voraussetzung dafür: eine unruhige See mit drei bis vier Meter hohen Wellen, der Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger, das Mehrzweckschiff "Neuwerk" des Wasser- und Schifffahrtsamts Cuxhaven - und ein möglichst seefestes DLR-Team, das während der Fahrt die eingebauten Sende- und Empfangsgeräte bedient.

Startschuss für Europas "Datenautobahn im All"

30. Januar 2016

Es ist der Startschuss für Europas neue "Datenautobahn im All": An Bord einer Proton-Rakete ist am 29. Januar 2016 um 23.20 Uhr Mitteleuropäischer Zeit mit EDRS-A der erste Laserknoten des Europäischen Datenrelais-Systems EDRS an Bord des Kommunikationssatelliten Eutelsat 9B vom russischen Raumfahrtzentrum in Baikonur (Kasachstan) ins All aufgebrochen - auf dem Weg in den geostationären Orbit, 36.000 Kilometer von der Erde entfernt.

Koordinierte Messflüge für die Klimaforschung: Schwerewellen und leuchtende Luft

28. Januar 2016

Schwerewellen beeinflussen das Klima und unser Wetter. Erstmals ist es Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit Kollegen des KIT, des Forschungszentrums Jülich sowie weiteren nationalen und internationalen Partnern gelungen, den Lebenszyklus von atmosphärischen Schwerewellen nahezu vollständig zu vermessen. Mit den Forschungsflugzeugen HALO (High Altitude LOng Range Research Aircraft) und Falcon flogen die Atmosphärenforscher dazu vom nordschwedischen Kiruna aus koordinierte Messflüge.

16. DLR_Talent_School: Mars-Rover, Wasserraketen und ein Hintergrundgespräch mit der DLR-Chefin

27. Januar 2016

Welche Vorteile haben Radarsatelliten? Wie bringt man Robotern "Fingerspitzengefühl" bei? Und wie "parkt" man einen Satelliten in der Umlaufbahn? Diese und viele andere Fragen beantworteten Fachleute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen der 16. DLR_Talent_School. Bei dieser zweitägigen Veranstaltung (25./26. Januar) zur Nachwuchsförderung waren 20 Bundessiegerinnen und -sieger von Jugend forscht im Standort Oberpfaffenhofen zu Gast. Eines der Highlights des Besuchs: ein ausführliches Hintergrundgespräch, an dem auch die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund teilnahm – gemeinsam mit ESA-Astronaut Pedro Duque und mehreren DLR-Institutsleitern. Dabei ging es um aktuelle Forschungsprojekte, aber auch um Karrieretipps. Daneben standen zahlreiche Fachvorträge und Laborbesichtigungen auf dem Programm. Unter anderem erfuhren die jungen Besucher, wie das DLR Satellitendaten aufbereitet, um bei Naturkatastrophen die Hilfskräfte schnell mit Informationen zu versorgen. Andere Themen waren das Einsatzspektrum von Forschungsflugzeugen in der Atmosphärenforschung, die Weltraum-Robotik und ihre "irdischen" Anwendungen sowie die Aktivitäten des Raumfahrtkontrollzentrums. Wie man einen Mars-Rover steuert, das konnten die Jugend-forscht-Sieger sogar selbst ausprobieren – und zwar auf einer kleinen "Mars-Landschaft" im DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen, wo Miniatur-Rover verschiedene Aufgaben erfüllen mussten. Und auch mit Wasserraketen, die bei rund 50 Meter Flughöhe immerhin einige Sekunden Schwerelosigkeit ermöglichen, konnten die Nachwuchsforscher experimentieren. Die DLR_Talent_School ist eine von vielen Maßnahmen, mit denen das DLR seiner gesellschaftlichen Verantwortung in der Nachwuchsförderung nachkommt. Während es hier um die Spitzenförderung geht, zielen andere Maßnahmen auf Breitenwirkung. So betreuen die 12 DLR_School_Labs jährlich über 35.000 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Altersklassen. Hinzu kommen Unterrichtsmaterialien, die Schulen gratis anfordern können, und viele weitere Angebote, die über den schulischen Bereich hinaus auch Studierende und Doktorandinnen bzw. Doktoranden betreffen. Mit Jugend forscht verbindet das DLR eine lange Partnerschaft, die Sonderpreise, Praktika für Landessieger und Angebote für inzwischen studierende oder promovierende Jugend-forscht-Alumni einschließt.

 
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