Der DLR-Standort Augsburg

Der Standort Augsburg des DLR

DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie in Augsburg
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    DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie in Augsburg

    Der neue Gebäudekomplex des DLR-Zentrums für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) am Standort Augsburg wurde im Mai 2013 eröffent. Die Architektur der Laborhalle im linken Gebäudeteil ist einem Flugzeughangar nachempfunden.

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    Luftaufnahme Augsburg - künstlerische Darstellung

    Luftaufnahme des Augsburg Innovationsparks als künstlerische Darstellung. Rot gekennzeichnet sind die aktuelle Lage des DLR-Instituts für Test und Simulation für Gasturbinen im Technologiezentrum Augsburg und das voraussichtliche Baugrundstück für das zukünftige Institutsgebäude.

Flugzeuge der Zukunft sollen leiser sein, weniger Treibstoff verbrauchen und weniger Abgase produzieren. Für Raumfahrtanwendungen müssen Materialien, Technologien und Bauelemente überdies maximalen Belastungen standhalten. Dazu forscht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Augsburg in unterschiedlichen Fachbereichen, Standort- und Institutsübergreifend. Der rund 50 mitarbeiterstarke Standort wurde im Mai 2011 eröffnet und befindet sich im Forschungsdreieck zwischen Universität, Technologiezentrum und Innovationspark Augsburg. Hier ist das DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) beheimatet, mit seiner über 30 Meter langen Großforschungsanlage. Gegründet wurde das ZLP 2009 mit den Arbeitsschwerpunkten Produktionstechnologie und Entwicklung optimaler Fertigungsweisen von Leichtbau-Bauteilen für die Luft- und Raumfahrt. Seit Juli 2017 befindet sich in Augsburg außerdem eine weitere Forschungseinrichtung im Aufbau: Das DLR-Institut für Test und Simulation für Gasturbinen wird den Standort mit weiteren Großanlagen und Know-How von bis zu 45 Mitarbeitern erweitern. Das neue Institut erforscht und entwickelt Triebwerkstechnologien für Flugzeugturbinen der Zukunft. Bis zur Fertigstellung der Baumaßnahmen 2021 hat die Einrichtung ihren Sitz im Technologiezentrum Augsburg, in unmittelbarer Nachbarschaft zum ZLP.

DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP)

Kohlenstofffaser- bzw. Carbonfaserverstärkter Kunststoff (CFK) wird als Material unter anderem dazu genutzt, um Verkehrsflugzeuge der nächsten Generation herzustellen – leichter im Gewicht, sparsamer im Treibstoffverbrauch und freundlicher in der Schadstoff-Bilanz. Der Bedarf an Leichtbaustrukturen aus CFK ist daher stark gestiegen. Dies macht  Produktionsweisen erforderlich, die ökonomisch sind und dabei den besonderen Anforderungen der Luft- und Raumfahrt entsprechen. Das DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) hat zum Ziel, einen Produktionsprozess zu entwickeln, der durchgängig automatisiert ist. Denn der Einsatz von flexiblen und interaktiven Robotersystemen senkt die Produktionskosten und steigert zugleich Produktivität und Qualität der Fertigung.

Das ZLP ist eine nationale Forschungseinrichtung des DLR und setzt sich zusammen aus dem Standort in Augsburg und einem weiteren Standort im niedersächsischen Stade. Im ZLP werden damit das DLR-Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie aus Stuttgart mit dem DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in Braunschweig und dem DLR-Robotik und Mechatronik Zentrum in Oberpfaffenhofen zusammenarbeiten. Damit komplettiert das ZLP Augsburg die Prozesskette für die Entwicklung und Fertigung von Bauteilen aus Carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) im DLR.

DLR-Institut für Test und Simulation für Gasturbinen

Neue Triebwerkstechnologien spielen beim Erreichen der europäischen Luftfahrtziele eine entscheidende Rolle. Das DLR-Institut für Test und Simulation für Gasturbinen arbeitet daher technischen Lösungen, um Treibstoffverbrauch, Abgase sowie Lärm zu reduzieren. Die Herausforderungen sind dabei hohe Drehzahlen, hohe Temperaturen, hohe Druckverhältnisse und damit verbundene komplexe Lastkollektive der Triebwerkkomponenten in Verbindung mit hohen Anforderungen an die Lebensdauer. Das neue DLR- Institut für Test und Simulation für Gasturbinen in Augsburg legt seinen Fokus auf Flugzeugturbinen der Zukunft. Zusammen mit anderen DLR-Instituten entwickeln die Wissenschaftler eine digitale Plattform – die "Virtual Engine". Das digitale Triebwerk beinhaltet neben allen Komponenten des Triebwerks auch alle physikalischen Aspekte sowie deren Interaktionen. Hinzu kommt die Entwicklung und der Aufbau anspruchsvoller Prüfstände.

Die digitalen Modelle neuer Kompressor-und Turbinenlösungen werden in Augsburg künftig maßstabsgetreu geprüft. Neben der numerischen Simulation werden die realen Modelle in einem einzigartigen Prüfstand untersucht, in dem Turbinenbauteile erstmalig mechanischen und thermischen Lasten sowie den aggressiven Verbrennungsgasen ausgesetzt werden. Die Wissenschaftler können dann berechnen und erproben, ob neue Bauweisen, Werkstoffe oder Herstellungsverfahren den hohen Lebensdaueranforderungen gerecht werden.

Derzeit ist das DLR-Institut für Test und Simulation für Gasturbinen im Technologiezentrum Augsburg zu Hause. Büroräume, Laborräume und Technikumsflächen wurden angemietet, um die Arbeit am virtuellen Triebwerk und die numerischen Forschungsarbeiten in vollem Umfang aufnehmen zu können. Die ersten Prüfstände sollen dort ebenfalls entwickelt und aufgebaut werden. Für das Jahr 2021 ist die Fertigstellung eines eigenen Institutsgebäudes geplant, das den zusätzlichen Aufbau von sehr großen und äußerst komplexen Prüfständen ermöglichen wird.

Zuletzt geändert am:
10.11.2017 14:59:16 Uhr

Kontakte

 

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Michael Kupke
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP), Direktor

Tel.: +49 821 319874-1000
Prof. Dr.-Ing. Stefan Reh
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Test und Simulation für Gasturbinen, Gründungsdirektor

Tel.: +49 821 319874-2010