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"Außenposten" im All
Internationale Raumstation ISS
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Deutscher Astronaut Alexander Gerst fliegt 2014 zur ISS

Sonntag, 18. September 2011

  • Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst

    Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst ist am 18. September 2011 für seine erste Mission zur Internationalen Raumstation ISS nominiert worden. Gerst soll von Mai bis November 2014 für eine Langzeitmission zum größten Außenposten der Menschheit im All aufbrechen.

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Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst ist am 18. September 2011 für seine erste Mission zur Internationalen Raumstation ISS nominiert worden. Gerst soll von Mai bis November 2014 für eine Langzeitmission zum größten Außenposten der Menschheit im All aufbrechen. Diese Entscheidung der Europäischen Weltraumorganisation ESA hat Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler anlässlich des Tags der Luft- und Raumfahrt beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln verkündet.

Der Geophysiker Alexander Gerst ist damit nach Thomas Reiter der erste Deutsche, der als ESA-Astronaut mehrere Monate lang in 400 Kilometern Höhe auf der ISS leben und arbeiten wird. "Es ist für mich eine große Ehre, dass mir diese Gelegenheit zuteil wird. Diese Mission wird eine positive Herausforderung nicht nur für mich, sondern für all die engagierten Mitarbeiter der ESA und der nationalen Raumfahrtbehörden, die mit ihrer Faszination und Hingabe die Raumfahrt überhaupt erst möglich machen", freut sich der 35-Jährige. Er wird als Flugingenieur die ISS-Expeditionen 40 und 41 begleiten und soll, nach aktuellen Planungen, im Mai 2014 mit einem russischen Soyuz-Raumschiff in den Orbit aufbrechen. Für November 2014 ist seine Rückkehr zur Erde geplant. Alexander Gerst tritt in die Fußstapfen der deutschen Astronauten Thomas Reiter und Hans Schlegel, die 2006 und 2008 im Auftrag der ESA zur Internationalen Raumstation geflogen sind.

"Die Berufung von Alexander Gerst für seine Langzeitmission im Jahr 2014 ist die Fortsetzung der erfolgreichen bemannten Raumfahrt in Deutschland. Ich danke der europäischen Weltraumorganisation ESA für das Vertrauen", sagte DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Johann-Dietrich Wörner anlässlich der Ernennung von Gerst. "Seit dem Flug von Sigmund Jähn im Jahr 1978 waren weitere neun Deutsche im All. Zudem hat sich Deutschland mit dem Bau und dem erfolgreichen Betrieb der Raumlabore Spacelab und Columbus einen festen Platz in der Reihe der Nationen gesichert, die bemannte Raumfahrt betreiben", ergänzte Wörner.

Alexander Gerst hat bereits mit seinem Missions-Training begonnen und wird nach seinem Besuch beim Tag der Luft- und Raumfahrt von DLR und ESA in Köln seine Ausbildung im Johnson Space Center der US-Weltraumbehörde NASA nach Houston (Texas) fortsetzen. Gerst gehört dem Europäischen Astronautenkorps seit September 2009 an und wurde am 22. November 2010 nach Abschluss der Grundausbildung im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln offiziell zum Astronauten ernannt. Er ist das zweite Mitglied der jüngsten ESA-Astronautenklasse, das nach dem Italiener Luca Parmitano für eine ISS-Mission nominiert worden ist.

Weitere Crew-Mitglieder der ISS-Expedition 40 sollen die NASA-Astronauten Steven Swanson und Gregory Wiseman sowie die russischen Kosmonauten Alexandr Skvortsov, Oleg Artemyev und Fyodor Yurchikhin sein.

Zuletzt geändert am:
12.10.2011 17:27:25 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Pressesprecher

Tel.: +49 171 3126-466
Elisabeth Mittelbach
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Raumfahrtmanagement

Tel.: +49 228 447-385

Fax: +49 228 447-386