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Internationale Raumstation ISS
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Columbus Eye - Spektakuläres Unterrichtsmaterial aus dem Weltraum

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  • Straße von Gibraltar

    Blick auf die Straße von Gibraltar

    Die vier HDEV-Kameras blicken vom Columbus-Modul der ISS auf die Erdoberfläche. Neben den Landmassen und Ozeanen sind auch Wolkenformen, rauchende Vulkanschlote und Gezeiten gut zu erkennen. Hier sieht man die Straße von Gibraltar - die Meerenge, die Spanien (links) und Marokko (unten rechts) voneinander trennt.

  • Sonnenuntergang

    Sonnenuntergang über der Erdkugel

    Der Livestream der HDEV-Kameras zeigt rund um die Uhr Bilder von der Erde. Hier ist der Sonnenuntergang über der Erdkugel zu beobachten.

  • Kameramontage

    Montage der Kameras

    Am 30. April 2014 hat der kanadische Roboterarm der Raumstation die Plattform mit den vier Kameras außen auf dem Columbus-Modul befestigt.

Hintergrund und wissenschaftliche Ziele:

Damit unsere Erde eine Zukunft hat, braucht es vor allem junge, engagierte Menschen, die sich bewusst sind, wie verletzlich und einzigartig unser Planet ist. Deswegen gilt das Missionsmotto "shaping the future - Zukunft gestalten" der Blue Dot-Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst besonders für die Bildungsarbeit. Er wird sich darum während seiner Mission auf der Raumstation auch um die jungen Bewohner unseres Planeten kümmern und ihr Bewusstsein für die Probleme unserer Erde schärfen. Hierfür wird er zahlreiche Bildungsaufgaben übernehmen. Ganz im Sinne der Blue Dot-Idee haben viele dieser Aufgaben mit unserer Erde zu tun - zeigen wie schön und einzigartig, aber auch wie zerbrechlich und schutzbedürftig sie ist. Alexander Gerst hat von der Raumstation einen ganz besonderen Blick auf unseren Heimatplaneten. Diese Perspektive möchte er gerne an Schüler weitergeben.

Experimentbeschreibung:

Für das Schülerexperiment Columbus Eye nehmen vier HD-Videokameras atemberaubende Filmsequenzen von der Erde auf, die ein Team des Geographischen Instituts der Universität Bonn auf der Homepage (www.columbuseye.uni-bonn.de) jedermann zur Verfügung stellt. Doch Columbus Eye bietet nicht nur schöne Aussichten. Ebenfalls auf dieser Seite findet man Informationen zum deutschen Engagement auf der ISS und zum Thema Erdbeobachtung. Kernstück von Columbus Eye ist jedoch das Unterrichtsmaterial zu Fächern wie Physik und Geographie. Es erklärt Lehrern, wie sie die spektakulären Aufnahmen verwenden können, um Ihren Schülern ein umfassenderes Bild über das System Erde zu vermitteln. Auch dieses Material kann auf der Webseite kostenfrei abgerufen werden. Auf einer Roadshow quer durch die Bundesrepublik werden Schülern und Lehrern die Unterrichtsmaterialen genau erklärt.

Columbus Eye zeigt - ganz im Sinne von "shaping the future" - die Erde als dynamisches System und geht dabei auf aktuelle Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen aber auch menschengemachte Phänomene wie Waldbrände, Massenrodung der Regenwälder oder Bergbauschäden ein. Astronauten haben einen Logenplatz, wenn es um die Sicht auf unseren Heimatplaneten geht. Um deren Eindruck mit dem der Schüler zu vergleichen, können Schüler des Gymnasiums Siegburg Alleestraße live mit Alexander Gerst über seine Sicht auf unseren blauen Planeten sprechen. Er wird über ein Funkgerät auf der ISS mit ihnen Kontakt aufnehmen und ihre Fragen beantworten. Funkamateure des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC) und die Organisation Amateur Radio on the International Space Station (ARISS) werden sie dabei unterstützen.

Status:

Die NASA-Nutzlast High Definition Earth Viewing (HDEV) wurde im April 2014 außen am europäischen Columbus-Modul angebracht. Mit vier HD-Videokameras nimmt HDEV seitdem atemberaubende Filmsequenzen unserer Erde auf, die der Öffentlichkeit auf der Homepage www.columbuseye.uni-bonn.de zur Verfügung gestellt werden.

Ergebnisse:

Offen.

Perspektiven:

Die Videos und neuen Unterrichtsmaterialien des Schülerexperimentes Columbus Eye werden dabei helfen, Schülern bewusst zu machen, wie wertvoll aber auch wie zerbrechlich unsere Erde ist. Je mehr junge Menschen sich dieser Tatsache bewusst werden, desto besser wird es in der Zukunft gelingen, die Erde zu schützen. Denn sie ist der einzige Ort in unserem Sonnensystem, auf dem wir leben können. Unsere gesamte Geschichte, angefangen von Einzellern und Dinosauriern bis hin zu den Menschen, hat sich auf diesem einen, winzigen blauen Punkt im unendlichen Universum abgespielt. Unsere Ressourcen wie Öl, Energie, Wasser und Luft sind begrenzt. Wir leben aber so, als wäre alles in unendlichen Mengen vorhanden. Wenn Alexander Gerst unseren Planeten verlässt, so sieht er die Erde von der Raumstation aus mit anderen Augen. Er sieht, dass wir nur ganz begrenzte Ressourcen haben. Wenn wir diesen schützenswerten Ort verlieren, endet unsere Geschichte. Diesen Perspektivenwechsel möchte Alexander Gerst auch den Jungen und Mädchen ermöglichen und sie auf diesem Weg für den Schutz der Umwelt im Alltag sensibilisieren.

ISS-Zeitraum ab Sommer 2014 beginnend mit der Blue Dot-Mission
Unterbringung außen am Columbus-Modul
Experimentator Johannes Weppler; Prof. Dr. Gunter Menz
Einrichtung DLR Raumfahrtmanagement; Universität Bonn
Bereich Bildung
Partner ESA

 

Zuletzt geändert am:
05.06.2014 13:44:24 Uhr