Internationale Raumstation ISS

Das europäische Forschungslabor Columbus

  • Columbus kurz vor dem Transfer zum Kennedy Space Center Columbus kurz vor dem Transfer zum Kennedy Space Center

    forschungslabor.jpg/ Columbus kurz vor dem Transfer zum Kennedy Space Center

    Am 27. Mai 2006 wurde Columbus am Flughafen Bremen in eine Airbus Beluga geladen. Am Tag darauf begann der Transport zum Kennedy Space Center (KSC).

  • Das europäische Weltraumlabor Columbus Das europäische Weltraumlabor Columbus

    forschungslabor2.jpg/ Das europäische Weltraumlabor Columbus

    Künstlerische Darstellung von Columbus - dem europäischen Raumlabor auf der Internationalen Raumstation ISS

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Columbus kurz vor dem Transfer zum Kennedy Space Center Columbus, Europas Beitrag zur ISS, ist ein Mehrzwecklabor für die multidisziplinäre Forschung unter Schwerelosigkeit und wurde am 11. Februar 2008 dauerhaft an die ISS montiert und in Betrieb genommen. Es ist 6,9 Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,5 Metern.

Im Vergleich zu den in der frühen Nutzungsphase der ISS vorhandenen Kapazitäten erweitern sich die Forschungsmöglichkeiten durch Columbus für die kommenden Jahre deutlich. Das Labor soll in den nächsten zehn Jahren von den europäischen Astronauten zu Forschungszwecken genutzt werden. Neben Experimenten zur Gravitationsbiologie arbeiten die Wissenschaftler vermehrt an Projekten zur Strahlen- und Astrobiologie. An der Außenwand des Labors bieten Plattformen Möglichkeiten für Experimente, die dem freien Weltraum ausgesetzt sind.


Die Europäische Weltraumorganisation ESA wird Columbus auch für industrielle, kommerzielle Zwecke nutzen. Den Betrieb des Labors leitet das europäische Columbus-Kontrollzentrum innerhalb des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen.

Als Hauptauftragnehmer für Columbus führte EADS Space Transportation in Bremen ein Konsortium von 41 Unternehmen aus 14 Ländern an, das für die Entwicklung, Fertigung, Integration und die Tests verantwortlich war. Die Gesamtkosten für das Modul betragen einschließlich der Testeinrichtungen 880 Millionen Euro. Hiervon fielen etwa 450 Millionen Euro für die deutsche Industrie an.


 Das europäische Weltraumlabor Columbus
Weitere deutsche Beiträge sind die Proben-Gefriereinrichtungen MELFI, die Proben bis minus 80 Grad Celsius herunterkühlen kann oder die wissenschaftliche Probenhantiereinrichtung Micro Gravity Science Glovebox (MSG), die vom Satellitenhersteller Astrium Friedrichshafen entwickelt wurde.

Zuletzt geändert am:
01.07.2011 14:00:50 Uhr