Internationale Raumstation ISS

Geschichte

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    Raumlabor Columbus in der Integrationshalle bei EADS SPACE Transportation in Bremen

    Raumlabor Columbus in der Integrationshalle bei EADS SPACE Transportation in Bremen. EADS SPACE Transportation erhielt 1996 von der Europäischen Weltraumorganisation ESA den Auftrag zur kompletten Entwicklung und Integration des Raumlabors Columbus, den europäischen Beitrag zur Internationalen Raumstation. Das acht Meter lange Labor enthält standardisierte Nutzlastschränke, in denen Experimentiergeräte untergebracht werden können. Das Modul bietet drei Crewmitgliedern ausreichend Raum zum Arbeiten.

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    Columbus-Namensplatte

    Hier verewigten sich die Erbauer von Columbus.

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1985 verabschiedete der ESA-Ministerrat in Rom die europäische Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS. Auf dem folgenden Ministerrat in Den Haag 1987 wurde das Columbus-Programm bestätigt und eine dreijährige Vorbereitungsphase beschlossen.

Der europäische Beitrag zur Raumstation sollte aus einem fest mit der Kernstation verbundenen Modul (Columbus) bestehen. Mehrere Programmänderungen führten nicht nur zu einem nunmehr vorgesehenen Shuttle-Transport (anstatt Ariane 5), sondern auch zu einem verkürzten Modul.

Das entsprechende IGA (Intergovernmental Agreement) wurde zwischen elf europäischen Staaten, Kanada, USA, Japan und Russland abgeschlossen. Einzelheiten, Verantwortlichkeiten, Crewstärke, Versorgung der Station sind in gleich lautenden MOUs (Memorandum of understanding) zwischen den USA und jedem Partner vereinbart.

Durch die Beistellung des Columbus Moduls erhält Europa das Recht auf die Nutzung von 51 Prozent der Columbus-Laborkapazität, das entspricht einer Gesamtstationsnutzung von 5,3 Prozent, einschließlich der externen Nutzlastplattformen am Modul und circa 8,3 Prozent der verfügbaren westlichen ISS-Ressourcen (Stromversorgung, Datenübertragung, Crew-Zeit und andere).

Aktueller Status

Columbus startete am 28. Mai 2006 mit einem Beluga-Airbus zum Kennedy Space Center und wartete dort auf den Transport zur ISS. Alle aufgrund des verzögerten Aufbaus notwenig gewordenen technischen Nachbesserungen und Systemtests wurden dort erfolgreich abgeschlossen und die internen Nutzlasten integriert. Columbus wurde am 7. Februar 2008 an Bord der Raumfähre Atlantis zur ISS gebracht und am 11. Februar 2008 an die Internationale Raumstation ISS angekoppelt und erfolgreich in Betrieb genommen.

Zuletzt geändert am:
13.07.2011 10:22:06 Uhr