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Gerhard Thiele

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    Gerhard Thiele

    1988 begann Gerhard Thiele das Basistraining für Astronauten am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und wurde zwei Jahre später für die D2-Spacelab-Mission berufen. Als Backup-Nutzlastspezialist betreute er die Mission 1993 vom Kontrollzentrum des DLR in Oberpfaffenhofen. 1995 wurde er Direktor des Crew Training Centers (CTC) des DLR. Am 11. Februar 2000 startete Thiele zum ersten Mal ins All: Die Mission STS-99 hatte zum Ziel, Daten für die erste dreidimensionale digitale Karte der Erdoberfläche für den gesamten Globus zu sammeln, und ist auch unter dem Namen Shuttle Radar Topography Mission (SRTM) bekannt.

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    Gerhard Thiele bei der Mission STS-99 im Jahr 2000

    Gerhard Thiele fotografiert die Erde bei der Mission STS-99 im Jahr 2000.

Wissenschaftsastronaut, Nutzlastspezialist, Missionsspezialist und Shuttle Capsule Communicator der NASA. Die Karriere von Gerhard Thiele ist von einigen Highlights geprägt.

Am 2. September 1953 wurde Gerhard Thiele in Heidenheim, bei Ulm geboren. Nach dem Abitur 1972 war Thiele vier Jahre bei der Marine, bevor er Physik in München und Heidelberg studierte. Die Diplomarbeit bestand er 1982 am Max-Planck-Institut für Astronomie, wo er ein astronomisches Infrarot-Photometer entwickelte. Nach dem Diplom promovierte er im Juli 1985 im Bereich der Umweltphysik über Zirkulation der Ozeane und deren Einflüsse auf die Entwicklung des Klimas. 1986 zog es ihn an die Princeton University in New Jersey. Hier war er im Rahmen des Projekts "Program in Atmospheric and Ocean Sciences" im Bereich Klimaforschung tätig.

1988 gelang es ihm sich als Wissenschaftsastronaut bei der damaligen Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DFVLR) gegen 1799 Bewerber durchzusetzen. Nach zwei-jährigem Basistraining für Astronauten wurde er  für die D2-Spacelab-Mission berufen. Als Backup-Nutzlastspezialist betreute er die Mission 1993 vom Kontrollzentrum des DLR in Oberpfaffenhofen. 1995 wurde er für ein Jahr Direktor des Crew Training Centers (CTC) des DLR. Darauf folgte eine weitere zwei-jährige Ausbildung zum Missionsspezialist im Johnson Space Center in Houston, Texas. 1998 wurde er offiziell als neues Mitglied des Europäischen Astronautencorps (EAC) der Europäischen Weltraumagentur (ESA) vorgestellt.

Am 11. Februar 2000 startete Thiele zum ersten Mal ins All: Die Mission STS-99 hatte zum Ziel, Daten für die erste dreidimensionale digitale Karte der Erdoberfläche für den gesamten Globus zu sammeln, und ist auch unter dem Namen Shuttle Radar Topography Mission (SRTM) bekannt. Thiele war für den Betrieb der Antenne verantwortlich, die am oberen Teil eines etwa 60 Meter langen Mastes befestigt war. Nach elf Tagen im All war die Mission am 22. Februar 2000 erfolgreich abgeschlossen. Noch im gleichen Jahr war er als erster europäischer Capsule Communicator der NASA für den Funkverkehr zwischen der Bodenstation und den Astronauten im Space Shuttle bei mehreren Flügen zuständig. 2001 kehrte er wieder nach Deutschland zurück und war als Leiter des Astronautenzentrums (EAC) für die ESA tätig. Im  April 2004 unterstützte Thiele den Niederländer Andre Kuipers bei seinem Flug auf die ISS für die Mission DELTA vom Boden aus. Mit dem Austritt aus seinem aktiven Flugdienst 2005, kehrte er als Leiter des deutschen Astronautenteams an das EAC zurück.
 
2010 war Gerhard Thiele als Resident Fellow am Europäischen Institut für Weltraumpolitik (European Space Policy Institute ESPI) in Wien für die Arbeitsgebiete "Europäische Autonomie im Weltraum" und "Exploration" zuständig.

Seit 2013 ist er wieder bei der ESA als Leiter des "Strategic Planning and Outreach Office" im Bereich bemannte Raumfahrt und Flugbetrieb verantwortlich und arbeitet im Direktorat für Human Space Flight and Operations der ESA in Noordwijk in den Niederlanden.

Zuletzt geändert am:
03.03.2016 14:17:59 Uhr