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Internationale Raumstation ISS
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Alexander Gerst

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  • Alexander Gerst beim Training
    Alexander Gerst beim Training

    Alexander Gerst trainiert im Gagarin Cosmonaut Training Center im Sternenstädtchen in Russland für seinen sechsmonatigen Aufenthalt auf der ISS

  • Der 14. deutsche Astronaut Alexander Gerst

    Als 14. Deutscher wurde Alexander Gerst im Mai 2009 in das Astronautenkorps der Europäischen Weltraumorganisation ESA berufen. Zusammen mit fünf weiteren Kandidaten konnte Gerst sich gegen 8413 Mitbewerber durchsetzen. Seit September 2009 ist er im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln stationiert und durchläuft die Grundausbildung zum Astronauten.

Im Mai 2009 wurde Alexander Gerst als einer der sechs neuen ESA-Astronauten vorgestellt. Er setzte sich gegen 8413 Bewerber aus 20 Mitgliedsstaaten durch. Im Anschluss an die zwei-jährige Grundausbildung in der russischen Raumfahrttechnik in Moskau, sowie die Raumfahrerausbildung im europäischen Astronautenzentrum in Köln, folgte die Ernennung zum dritten deutschen Astronauten der die internationale Raumstation ISS besuchen wird.

Die Wahl, Alexander Gerst als neuen Anwärter für zukünftige Projekte im Orbit zu benennen war nicht unbegründet.

Der am 3. Mai 1976 in Künzelsau geborene Schwabe hatte schon immer großes Interesse an unserem Universum, der Entstehung des Mondes und was sich hinter dem Horizont, in unserer kosmischen Umgebung verbirgt. Er studierte nach seinem Abitur Geowissenschaften an der Universität Karlsruhe und erlangte dort sein Diplom. Im Anschluss absolvierte er in Wellington, Neuseeland, seinen Master of Science in Geophysik. 2006 war er als Sommerstipendiat im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt tätig. 2010 promovierte Gerst mit seiner Dissertation über die Eruptionsdynamik des arktischen Vulkans Mount Erebus an der Universität Hamburg. Schließlich bewarb er sich 2008 um eine Aufnahme in die Astronautenabteilung der ESA und ließ seinen Kindheitstraum wahr werden. 

Im August 2011 war es soweit: Alexander Gerst wurde neben dem Russen Maxim Surajew und dem Amerikaner Reid Wiseman als neues Besatzungsmitglied auf der Internationalen Raumstation ISS für die Mission "Blue Dot" benannt. Nach zwei Jahren missionsspezifischer Vorbereitungen in den Bereichen Medizin, Raumfahrttechnik, Weltraumforschung und der russischen Sprache, startete Gerst mit seinen zwei Kollegen am 28. Mai 2014 vom Weltraumbahnhof Baikonur in einer Sojus-Trägerrakete ins All. Hier arbeitete er sechs Monate als Bordingenieur der ISS-Expedition 40/41. Neben zahlreichen Experimenten unter anderem in den Bereichen der Materialphysik, Humanphysiologie, Strahlenbiologie und Astrophysik, war Alexander Gerst verantwortlich für das Andocken des europäischen Raumfrachters ATV-5 und eines Außenbordeinsatzes. Nach 165 Tagen und 8 Stunden leben und arbeiten auf der Forschungsstation kehrte er am 10. November 2014 wieder auf die Erde zurück. Von da an folgten zahlreiche Auswertungen der im All durchgeführten Experimente, sowie Gesundheitschecks und medizinische Betreuung unter anderem im Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt in Köln, die bis heute andauern.

Auf Grund seiner wissenschaftlichen Arbeit und seines Engagements auf der ISS, verlieh Bundespräsident Joachim Gauck, Alexander Gerst am 13. Januar 2015 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Des Weiteren überreichte ihm Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 25. April 2015 den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg.

Wenn es nach der Europäischen Weltraumagentur ESA geht, ist die außerirdische Karriere von Alexander Gerst noch nicht zu Ende. Raumfahrten zum Mond oder erneut zur ISS sind in Überlegung.

Zuletzt geändert am:
03.03.2016 14:23:57 Uhr